Erster Landeskongress Latein und Griechisch in Mainz

Am 21. September 2018 fand an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz der "1. Landeskongress Latein und Griechisch" des rheinland-pfälzischen Landesverbandes im Deutschen Altphilologenverband statt. Unter der wie gewohnt humorvoll-geistreichen Moderation von Georg Ehrmann (rechts im Bild), assistiert von Janina Stahl, wurden aktuelle Tendenzen in Fachwissenschaft und Fachdidaktik vorgestellt. Ministerialrat Dr. Klaus Sundermann wartete mit umfangreichem Zahlenmaterial zum Latein- und Griechisch-Unterricht in Rheinland-Pfalz auf. Dass Latein III einen Einbruch bei den Schülerzahlen erlitten hat, dürfte mit neuen Fächern im Wahlpflichtbereich, die die Schülerströme von den Sprachen weglenken, zu tun haben, erfreulich dagegen, dass sich immer mehr Schülerinnen und Schüler an den Integrierten Gesamtschulen für Latein entscheiden. Den Hauptvortrag „Freiheit und Lust. Über eine wenig beachtete Begründung der Willensfreihet“ hielt Prof. Dr. Arbogast Schmitt (links im Bild); in den zahlreichen Arbeitskreisen im Anschluss konnten ausgewählte wissenschaftliche und schulpraktische Aspekte der Klassischen Philologie vertieft werden. Den im rheinland-pfälzischen Altphilologenverband Aktiven wurde tosender Applaus von einem begeisterten Publikum für ein rundum gelungenes Programm auf hohem akademischen Niveau zuteil.

Wie lernen Grundschüler am besten die Rechtschreibung?

Eine aktuelle Studie der Universität Bonn gibt Auskunft.

Näheres erfahren Sie hier.

EUSTORY-France 2018/19 | Deutsch-französischer Geschichtswettbewerb für Schülerinnen und Schüler

Informationen zu Science Fair am Pamina-Schulzentrum Herxheim

finden Sie hier.

Neue Flyer in der Geschäftsstelle erhältlich

Heike Mohr-Mumbauer, Wolfgang Arneth im September 2018

Sieg der Vernunft: Beamtenstatus für Lehrkräfte gerettet - Philologenverband und Beamtenbund überzeugen Verfassungsrichter

„Das heutige Gerichtsurteil gewährleistet die Attraktivität des Lehrerberufs.“ Mit dieser Feststellung kommentiert die Landesvorsitzende des Philologenverbandes Rheinland-Pfalz, Cornelia Schwartz, die soeben verkündete Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts, beamtete Lehrkräfte weiterhin vom Streikrecht auszuschließen.

„Wenn Lehrerinnen und Lehrern das Streikrecht zugebilligt worden wäre, hätte es für den Dienstherrn keinen Grund mehr gegeben, sie weiterhin zu verbeamten“, so Schwartz ergänzend. „Bestenfalls wäre ein Rumpfbeamtentum ohne pädagogische Freiheit und ohne statusrechtliche Absicherung von Lehrkräften die Folge gewesen. Durch das kluge und mutige Urteil des höchsten deutschen Gerichts ist nun jedoch ein bewährtes System, das auf dem Gleichgewicht von Fürsorgeprinzip einerseits sowie von einem Dienst- und Treueverhältnis andererseits beruht, vor der Zerstörung durch die klagende GEW bewahrt worden. Die Verfassungsrichter sind damit der immer wieder in die Öffentlichkeit getragenen Argumentation des Philologenverbandes und des dbb gefolgt. Dass sich letztlich in einer ideologischen Debatte die Vernunft durchgesetzt hat, ist ein Grund zur Freude für diejenigen, die nicht möchten, dass Tarifauseinandersetzungen mit gravierenden Nachteilen für Schülerinnen, Schülern und Eltern verbunden sind.“

„Auch wenn jetzt mit guten Gründen das Streikrecht für alle Beamten tabu bleibt“, so Schwartz abschließend, „muss insbesondere die rheinland-pfälzische Landesregierung damit fortfahren, die Besoldung der rheinland-pfälzischen Beamten und Angestellten auf ein gerechtes, jedenfalls nicht wie bislang am untersten Ende des Ländervergleichs angesiedeltes Niveau zu heben. Wenn das geschieht, erübrigen sich alle abstrakten Diskussionen über Streiks von Beamtinnen und Beamten!“

Erfolg für Philologenverband und dbb Rheinland-Pfalz! Besoldung wird angepasst!

Nicht zufällig war es die Bildungsministerin, die am gestrigen 05.06.2018 die erfreuliche und lange erwartete Nachricht einer Besoldungsanpassung für die rheinland-pfälzischen Beamtinnen und Beamten öffentlich machte: Dr. Stefanie Hubig belegt mit ihren Aussagen, dass es sich bei der Entscheidung der Landesregierung um einen Erfolg der Lehrerverbände handelt, an dem der Philologenverband Rheinland-Pfalz einen maßgeblichen Anteil hat.

Gern zitieren wir aus der Pressemitteilung des Bildungsministeriums:

„Die Bezüge der Landesbeamten – und somit auch der verbeamteten Lehrerinnen und Lehrer – steigen um zwei Prozent im Jahr 2019 und nochmals zwei Prozent in 2020. Zusätzlich dazu erfolgt, wie bereits nach den letzten Tarifrunden, die Übertragung des Tarifergebnisses auf die Landesbeamtinnen und -beamten.“

Der Philologenverband begrüßt den ersten Schritt der Landesregierung zum Schließen der Besoldungslücke, dem weitere folgen müssen. Großer Dank gilt der Landesvorsitzenden des dbb, Lilli Lenz, die an der Spitze der Solidargemeinschaft der rheinland-pfälzischen Beamtinnen und Beamten durch ihr unermüdliches Engagement und größtes Verhandlungsgeschick diesen Etappensieg errungen hat.

Landesvorsitzende Cornelia Schwartz auf dem Landeselterntag

Landesvorsitzende Cornelia Schwartz hat am 21.04.2018 an einer Podiumsdiskussion auf dem Landeselterntag 2018 in Haßloch teilgenommen. Sie diskutierte mit Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig, Dr. med. Alexander Jatzko, Chefarzt für Psychologie am Westpfalz-Klinikum in Kaiserslautern, Lucia Berres, Landesschüler/-innen-Vertretung, und den beiden Mitgliedern des Landeselternbeirats, Dr. Thorsten Ralle und Markus Meier.

Bitte klicken Sie auf den nachfolgenden Link:
https://swrmediathek.de/player.htm?show=2beed540-459b-11e8-9c74-005056a12b4c

Science on Stage - The European Network for Science Teachers

Vom 16.-18. November 2018 findet das Nationale Science on Stage Festival in Berlin statt. Bewerben Sie sich jetzt! www.science-on-stage.de/festival2018

 

„Essstörungen- Was kann ich tun? Eine Information für Lehrkräfte, pädagogische und psychosoziale Fachkräfte“

Weitere Informationen finden Sie hier.

 

Amtsangemessene Alimentation

"Amtsangemessene Alimentation: Musterantrag, Musterverfahren, Musterprozessvereinbarung - Näheres finden Sie in den u. a. Dokumenten"

Musterantrag Amtsangemessene Alimentation

Informationen des dbb Rheinland-Pfalz

Informationen des Philologenverbandes

 

Gewährung einer amtsangemessenen Alimentation für Beamte mit drei u. mehr berücksichtigungsfähigen Kindern - Hilfe zur Antragstellung für das Jahr 2017

Bitte klicken Sie auf die u. a. Dokumente:

Musterantrag

Informationen des dbb Rheinland-Pfalz
 

 

Pressemitteilung: Philologenverband Rheinland-Pfalz bestätigt Cornelia Schwartz im Amt der Landesvorsitzenden

Unter dem Motto „Lernen ist Beziehung“ fand am 16. und 17. November 2017 im Konferenzzentrum Schloß Waldthausen in Mainz-Budenheim die Vertreterversammlung des Philologenverbandes Rheinland-Pfalz, der Berufsvertretung der Gymnasiallehrerinnen und -lehrer an rheinland-pfälzischen Gymnasien, Kollegs, Integrierten Gesamtschulen und Studienseminaren für das Lehramt an Gymnasien, statt. Die rund 160 Vertreterinnen und Vertreter wählten im ersten Teil der Veranstaltung den Geschäftsführenden Vorstand des Verbandes, legten im weiteren Verlauf die mittelfristige Verbandspolitik fest und beschäftigen sich in ihren Anträgen mit aktuellen Themen wie Unterrichtsversorgung, Einstellungssituation, Lehrkräftebildung, Inklusion, Unterricht für jugendliche Migranten und Herausforderungen durch die Digitalisierung.

Bei der öffentlichen Veranstaltung mit Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig forderte die wiedergewählte Landesvorsitzende, Cornelia Schwartz, die Anerkennung des mehrgliedrigen Schulsystems als Garant für soziale Leistungsgerechtigkeit, den Erhalt der Förderschulen und vermehrte Anstrengungen der Politik, damit das Gymnasium weiterhin eine Erfolgsschulart bleibt. Dazu sei seitens des Bildungsministeriums „ein Weniger an Gängelei und ein Mehr an Zutrauen“ in das pädagogische Ethos der Lehrenden hilfreich. Die Politik müsse immer wieder daran erinnert werden, dass das Kerngeschäft der Lehrkräfte der Unterricht sei, diese jedoch „mit ganz anderen Aufgaben zugeschüttet werden“. Konkret forderte die Landesvorsitzende außerdem die Abschaffung der sogenannten Abiturvorgriffstunde in der MSS 13, die finanzielle Anerkennung der Arbeit der Lehrkräfte durch die Regelbeförderung nach A 14 und die Rückkehr zu einem zweijährigen Referendariat, da nur die volle Länge der berufspraktischen Ausbildung gewährleiste, dass gymnasiale Lehrkräfte der immer anspruchsvoller werdenden Tätigkeit gerecht werden können.

Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig unterstrich in ihrer Rede die Dialogbereitschaft des Ministeriums und das Bemühen der Landesregierung, Schülerinnen und Schülern den höchsten Bildungsabschluss zu ermöglichen, der ihren Begabungen und Fähigkeiten entspricht. Dazu gehöre der Fortbestand der Förderschulen und die Beibehaltung des Abschlusses der Berufsreife.

Der Vorsitzende des Deutschen Philologenverbandes und Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, wandte sich gegen einen an Zahlen fixierten bildungspolitischen Aktionismus, wie er in den aktuellen Vereinbarungen der künftigen Jamaika-Koalition zum Ausdruck komme, und plädierte für eine Rückbesinnung auf das Humboldt'sche Bildungsverständnis, das auf die „innere Freiheit des Individuums ziele“. Jürgen Kettner, stellvertretender Vorsitzender des dbb Rheinland-Pfalz, dankte Cornelia Schwartz für die exzellente Kooperation im Deutschen Beamtenbund und erntete Beifall für die Aussage, dass Lehrer keine Leiharbeiter seien. Er warnte vor einem Einheitsschulsystem zu Lasten des Gymnasiums als eigenständiger Schulart.

Den Festvortrag für diese Veranstaltung, die im Zweijahresrhythmus durchgeführt wird, hielt Dr. Matthias Burchardt, Universität Köln. Seine Ausführungen zum Thema „Zwischen Arbeitsblatt und Bildschirm – Neue Lernkultur oder Kaspar-Hauser-Pädagogik?“ wendeten sich gegen eine Bildungsideologie, die ökonomische Prinzipien pädagogischen Grundsätzen überordne und auf Vereinzelung statt auf Klassengemeinschaft beziehungsweise gesellschaftlichen Zusammenhalt setze. Vereinzelung ereigne sich dort, wo unter dem Motto des selbsttätigen Lernens der Lehrer zum Lernbegleiter degradiert werde, wo Schülerinnen und Schüler nicht als Menschen, sondern auf der Grundlage einer seelenlosen Kybernetik als „sich selbst regulierende Lernroboter“ angesehen werden und wo die „Imperative des Schüler-Arbeitsblattes“ die Zuwendung der Lehrkraft überflüssig machen sollen. Gymnasiale Bildung stelle im Gegensatz dazu, so Dr. Burchardt, eine Anleitung zur Autonomie dar, mit dem Resultat, dass folgende Missverständnisse, die derzeit durch die Politik geschürt werden, ausgeschlossen werden müssen:

„Gymnasium bedeutet nicht vorrangig Betreuung.“

„Das Gymnasium ist kein Gastronomiebetrieb mit pädagogischem Rahmenprogramm.“

„Das Gymnasium ist kein Kompensatorium für gescheiterte Sozialpolitik.“

„Das Gymnasium ist kein Zertifikatsdiscounter.“

Bei den Vorstandswahlen der Delegiertenversammlung wurde Cornelia Schwartz (Speyer) in geheimer Wahl im ersten Wahlgang mit überwältigender Mehrheit (97,8 % der abgegebenen gültigen Stimmen) im Amt der Landesvorsitzenden bestätigt. Ebenfalls gewählt bzw. wiedergewählt wurden von den Delegierten: Sigrid Janotta-Fischer (Cochem) und Robert Tophofen (Kaiserslautern) als stellvertretende Vorsitzende, Wolfgang Arneth (Lahnstein) und Dr. Thomas Knoblauch (Mainz) als Rechtsreferenten, Jochen Ring (Linz) als Referent für Öffentlichkeitsarbeit, Ralf Hoffmann (Bendorf) als Bildungsreferent, Heike Mohr-Mumbauer (Traben-Trarbach) als Referentin für Frauenfragen und Gleichstellung, Kristina Friebis-Kau (Bad Sobernheim) als Referentin für die Interessen der Jungen Philologen und Markus Perabo (Mainz) als Schatzmeister.

Jochen Ring, Pressereferent und Cornelia Schwartz, Landesvorsitzende
 

 

"Dienstordnung für Lehrkräfte, Schulleiterinnen und Schulleiter an öffentlichen Schulen in Rheinland-Pfalz"

Wie alle anderen Lehrerverbände, die über die Hauptpersonalräte mit der genannten Verwaltungsvorschrift befasst sind, lehnt auch der Philologeverband Rheinland-Pfalz den aktuellen Entwurf ab. Unseres Erachtens werden bestehende Belastungen der Lehrkräfte weiter verschärft und dadurch die Arbeitszeiten ausgedehnt. Im Gegensatz dazu setzt sich der Philologenverband weiterhin entschieden für eine Entlastung der gymnasialen Lehrkräfte ein. Da wir mit dem Ministerium eine konstruktiven Auseinandersetzung führen wollen, haben wir uns dazu entschieden, im derzeitigen Stadium der Verhandlungen nicht mit nur vorläufigen Informationen an die Öffentlichkeit zu gehen, sondern auf der Grundlage eines kritischen Dialogs Verbesserungen zu erzielen.