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„Die Notsituation am Peter-Wust-Gymnasium Wittlich mit dem Behelfsstandort in Wittlich-Wengerohr darf nicht wie bei Opel zu einer langjährigen Hängepartie werden“ fordert Malte Blümke, Landesvorsitzender des Philologenverbandes, anlässlich der Elternklage vor dem Verwaltungsgericht Trier. Schüler, Eltern und Lehrer haben ein Recht auf ordnungsgemäßen Unterricht.
„Wir haben Verständnis dafür, dass bedingt durch die Fehler und Versäumnisse des Schulträgers und der Schulverwaltung die Geduld der Schüler und Eltern, aber auch die der Lehrkräfte und der Schulleitung, zu Ende geht. Die Forderungen nach Einstellung von zusätzlichen Lehrkräften und Stundenentlastungen und zur zügigen Sanierung des ehemaligen Internatsgebäudes am Schulstandort des Peter-Wust-Gymnasiums sind berechtigt“, betont der Landesvorsitzende der Gymnasiallehrervertretung und ergänzt: „Die unnötigen Debatten um eine Zwangsorientierungsstufe der beiden Wittlicher Gymnasien und der Realschule plus hat bereits viel zu viel wertvolle Zeit vergeudet.“
In einer Nacht-und-Nebel-Aktion mussten im laufenden Schuljahr mehrere hundert Schülerinnen und Schüler des Peter-Wust-Gymnasiums Wittlich in das sechs Kilometer entfernte Schulgebäude in Wengerohr umsiedeln, weil sich Baumängel in dem ehemaligen Internatsgebäude des Gymnasiums gezeigt hatten. Für die Sanierung des Gebäudes sind ca. drei Jahre veranschlagt, die mit einer Behelfslösung für Schüler und Lehrer überbrückt werden sollen.
Nur durch den großen Einsatz des Lehrerkollegiums, das auf eigene Kosten einen Pendelverkehr zwischen den weit entfernten Teil-Schulstandorten organisiert hat, und den Einsatz von Lehrmitteln, die die Lehrkräfte privat zur Verfügung gestellt haben, konnten bislang die Unterrichtsversorgung am ausgelagerten Teilschulstandort einigermaßen aufrecht erhalten und Unterrichtsausfall, Aufsichtsprobleme und Fachraumdefizite begrenzt werden.
Auch das Land muss sich seiner Verantwortung stellen. Denn die Unterrichtsversorgung des Peter-Wust-Gymnasiums ist bislang schon mit einem temporären Unterrichtsausfall von 6,1 Prozent und einem strukturellem Unterrichtsausfall von 3,5 Prozent deutlich schlechter als im Landesdurchschnitt. Dieses Problem wird jetzt noch weiter verschärft.
1. Die sofortige Zuweisung von zusätzlichen Lehrerstunden für die Überbrückungszeit.
2. Die umgehende Einstellung von zusätzlichen Lehrkräften zur Reduzierung des überdurchschnittlichen Unterrichtsausfalls.
3. Die zügige Sanierung des Internatsgebäudes bis spätestens Sommer 2011.
Josef Zeimentz,
Pressereferent