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19.06.2010 00:00 Alter: 79 Tage

Junge Philologen und Jusos weiter in Kontakt

Kategorie: Aktuelles, Blick ins Gymnasium, Junge Philologen
Von: Ralf Hoffman
BLICK 225
Erfreulich viele junge Menschen engagieren sich politisch, hier bei den Jusos unter der Leitung von Fabian Löffler (6.v.l.) und Eva-Maria Conrad (2.v.l.). Das hatte der Landesvorsitzende der Jungen Philologen (5.v.l.) auch schon bei der Tagung der Jungen Liberalen „Bildung im Föderalismus“ am 18. April in Trier begrüßt.

Erfreulich viele junge Menschen engagieren sich politisch, hier bei den Jusos unter der Leitung von Fabian Löffler (6.v.l.) und Eva-Maria Conrad (2.v.l.). Das hatte der Landesvorsitzende der Jungen Philologen (5.v.l.) auch schon bei der Tagung der Jungen Liberalen „Bildung im Föderalismus“ am 18. April in Trier begrüßt.

BLICK 225Bei der Tagung der Jusos zum Thema „Mehr Demokratie wagen“ am 29. Mai in Mainz kam es im Bildungs-Workshop erneut zu einem interessanten Meinungsaustausch. Die Jusos zeigten sich konstruktiver und realitätsnäher als die ebenfalls präsente Landes-schülervertretung, denn die von der LSV gebetsmühlenartig wiederholte Forderung nach Abschaffung von Zensuren oder bestimmter Schulfächer wurde auch bei der Nachwuchsorganisation der SPD kritisch gesehen.

Es bleibt bei den Jusos allerdings bei der Präferenz für die Integrierte Gesamtschule. Ralf Hoffmann merkte als Landesvorsitzender der Jungen Philologen an dieser Stelle an, dass bei einer radikalen Umsetzung des Prinzips „eine Schule für alle“ ja die Wahlfreiheit, die die Jusos als wesentliches Element von Demokratie reklamierten, gar nicht mehr gegeben sei. Man verzichte auf Selbstbestimmung; Eltern bzw. deren Kinder hätten dann hingegen eine fremdbestimmte Struktur zu übernehmen, die keine Wahl mehr zulasse. Nur ein gegliedertes Schulsystem mache Vernunftentscheidungen erforderlich, die ganz im Sinne von Immanuel Kants positivem Freiheitsverständnis auch aktiv umgesetzt werden müssten.

Realistisch ist sicher die Einschätzung der Jusos, dass man im Vergleich zum Gymnasium in den Gesamtschulklassen von einer größeren Heterogenität ausgehen müsse, welche es zu kompensieren gelte. Die Vorschläge reichten von der Schaffung weiterer Lehrerstellen zwecks Team-Teaching bis zur Reduzierung der Klassenmesszahlen, um ein individuell differenzierendes Unterrichten zu ermöglichen. An den Gymnasien sei die Heterogenität allerdings ebenfalls eine pädagogische Herausforderung, weswegen auch dort eine Absenkung der Klassenmesszahl wünschenswert sei.
Grund genug, die Forderung der Jungen Philologen an das Bildungsministerium zu wiederholen: Bitte senken Sie die Klassenmesszahl auch an Gymnasien und Gesamtschulen auf 25, genau so, wie Sie es für die Orientierungsstufe der Realschule plus bereits getan haben.


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