Mainz, 14. August 2025 – Bis zu den Landtagswahlen 2026 bleiben dem rheinland-pfälzischen Bildungsministerium nur wenige Monate Zeit, um den über mehrere Jahrzehnte hinweg betriebenen Bildungsabbau zu stoppen und das Ruder herumzureißen. Die IQB-Tests haben offenbart, wie katastrophal die Leistungen vieler Viertklässler sind. „40 % von ihnen erreichen im Lesen, Schreiben und Rechnen nicht den Regelstandard“, fasst Cornelia Schwartz, Landesvorsitzende des Philologenverbandes Rheinland-Pfalz, die Ergebnisse von 2021 zusammen, „und in den Corona-Jahren scheinen die Leistungen noch einmal mehr abgerutscht zu sein. An den weiterführenden Schulen können wir das allerdings kaum noch aufholen oder gar darauf aufbauen. Auch aus dem Bereich der Gymnasien erreichen uns daher mittlerweile extrem besorgte Zustandsbeschreibungen.“
Der Philologenverband fordert die Umsetzung der folgenden Sofortmaßnahmen:
- verpflichtende sprachliche Förderung schon für Kita-Kinder mit und ohne Migrationshintergrund,
- verpflichtende und systematisch aufeinander aufbauende Deutschkurse für Schüler mit Migrationshintergrund,
- sofortiges Umsteuern beim Teilrahmenplan Deutsch der Grundschule: Rückkehr zur Fibelmethode und Abkehr von einer falsch verstandenen Fehlerkultur, in der sich Fehler immer weiter verfestigen, wenn Eltern nicht zu Hause gegensteuern,
- Wiedereinführung der Schulreife,
- Wiedereinführung der Grundschulempfehlung,
- schrittweises Hinarbeiten auf kleinere Klassen und Kurse (maximal 20 Schüler pro Klasse und maximal 15 pro Oberstufenkurs),
- sofortige Entlastung der Lehrkräfte mit derzeit zu großen Klassen und Kursen.
