Quo vadis Bildungspolitik in Rheinland-Pfalz? Bildungstalk der CDU plädiert für Kurswechsel

Mainz, 27.11.2025 – Am Abend des 26. Novembers informierte die CDU im Rahmen eines Bildungstalks im Erbacher Hof in Mainz über ihre bildungspolitischen Vorstellungen unter dem Titel „Starke Schulen. Starke Kinder – Kurswechsel in der Bildungspolitik“. In der Veranstaltung, an der der stellvertretende Landesvorsitzende Robert Tophofen teilnahm, plädierten der Spitzenkandidat der rheinland-pfälzischen CDU, Gordon Schnieder, sowie die bildungspolitische Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion, Jenny Groß, für die stärkere Beachtung des Leistungsprinzips an Schulen und positionierten sich damit gegen aktuelle Tendenzen der Landesregierung. Schnieder sprach sich weiter für eine Bildungsgarantie an den Grundschulen aus, weil dort die wesentlichen Grundlagen für die weitere Zukunft der Kinder gelegt werden. Es werde dort ein Bildungskonzept benötigt, das die Rahmenbedingungen für erfolgreiches Lernen von 8.00 – 14.00 Uhr (inklusive gesundem Essen) schaffe, einen besonderen Fokus auf die Grundkompetenzen Lesen, Schreiben und Rechnen lege und gegenüber dem Erlernen einer Fremdsprache die Festigung der deutschen Sprachkompetenz priorisiere. Als zentral für den Bildungserfolg der Kinder und Jugendlichen sieht die CDU die Beherrschung der deutschen Sprache an, daher plädieren Schnieder und Groß für eine Sprachstandserhebung bei Viereinhalbjährigen mit anschließender verbindlichen Sprachförderung. Der Bildungsminister Hessens, Armin Schwarz, berichtete hierzu von den überaus positiven Erfahrungen mit den dortigen Deutsch-Intensivkursen, die unter anderem zu einer Halbierung der Schulabbrecherquote geführt haben. Auch informierte er über das vom Ministerium in Hessen ausgerufene Waffenverbot an Schulen sowie die positiven Entwicklungen für das Schulklima durch das Verbot der privaten Handynutzung.

Die CDU positioniert sich laut Groß gegen eine Einheitsschule sowie für „verbindliche Schulabschlüsse“ und ein Abitur nach vollen neun Jahren.

In seinem Schlussplädoyer betonte Schnieder, dass die Politik unbedingt auf die Lehrerschaft hören und mit ihr reden müsse, womit er ganz im Sinne von John Hattie die Ansicht teilt, dass die Lehrkraft mit ihrer Persönlichkeit und in ihrer Verkörperung das zentrale Element bei der Förderung der Schülerinnen und Schüler bildet.

Weitere Podiumsgäste waren Prof. Dr. Julia Knopf, Professorin für Didaktik und Digitalisierung an der Universität des Saarlandes, und die Berufsschullehrerin Nadine Reber.