Schülerstreik trifft die Falschen!

Mainz, 03.12.2025. Hinsichtlich des für Freitag angekündigten Schülerstreiks gegen die Wiedereinführung der Wehrpflicht für junge Menschen erklärt die Landesvorsitzende des Philologenverbandes Rheinland-Pfalz, Cornelia Schwartz: „Es ist grundsätzlich legitim, seinen Anliegen Gehör zu verschaffen – zur Mitsprache im demokratischen Prozess möchten wir unsere Schülerinnen und Schüler ja auch durchaus erziehen. Gleichzeitig sollten wir Bildung als das ansehen, als was sie in vielen Teilen der Welt wahrgenommen wird: als Privileg. Es wäre also an dieser Stelle sinnvoller, für sein Anliegen zu demonstrieren als zu streiken.“

Bei echten Streiks sollen durch Arbeitsniederlegung die Arbeitgeber ‚in die Knie gezwungen‘ werden. Ein Schülerstreik allerdings trifft die Falschen. „Leidtragende sind dabei nicht die Politik, sondern vor allem die Schüler selbst sowie die Lehrkräfte“, so Schwartz. „In der ohnehin stressigen Vorweihnachtszeit wird die Schulfamilie dadurch belastet, dass für fehlende Schüler Nachklausuren erstellt und mit ihnen nachgeschrieben werden müssen, und dabei liegen die Termine sowie schon sehr dicht. Indem sie sich selbst ein Bein stellen bzw. ihre Lehrer, die von der Politik sowieso normalerweise wenig Wertschätzung erfahren, in Mitleidenschaft ziehen, führen sie den Streik ad absurdum. So funktioniert Streik nicht.“