Philologenverband Rheinland-Pfalz fordert breitere Debatte über Computernutzung!

Mainz, 04.03.2026. Der Philologenverband Rheinland-Pfalz begrüßt das wachsende Bewusstsein hinsichtlich möglicher Risiken bei zu ausgeprägter Mediennutzung von Kindern und Jugendlichen. Die aktuelle Diskussion über Einschränkungen und einen verantwortungsvollen Umgang mit Social Media zeigt, dass die Öffentlichkeit beginnt, die Herausforderungen ernst zu nehmen. Nach Ansicht der Landesvorsitzenden des Philologenverbandes Rheinland-Pfalz, Cornelia Schwartz, sollte die Debatte allerdings breiter geführt werden.

„Es ist allerhöchste Zeit, neben den vielen Chancen, die sich durch die Digitalisierung bieten, auch die negativen Auswirkungen digitaler Medien kritisch zu betrachten“, betont Schwartz. „Neben sozialen Netzwerken müssen auch Computerspiele in den Blick genommen werden. Viele Kinder und Jugendliche verbringen dort sehr viel Zeit – oft auf Kosten von Bewegung, Schlaf und echter Begegnung. Das kann sich äußerst negativ auf die körperliche und psychische Gesundheit auswirken.“

Laut der JIM-Studie 2025 (Jugend, Information, Medien) des Medienpädagogischen Forschungsverbunds Südwest (mpfs) beträgt die durchschnittliche Bildschirmzeit allein am Smartphone

im Alter zwischen 12 und 13 Jahren 166 Minuten täglich

im Alter zwischen 14 und 15 Jahren 217 Minuten täglich

im Alter zwischen 16 und 17 Jahren 249 Minuten täglich

im Alter zwischen 18 und 19 Jahren 278 Minuten täglich

(Folie 20, https://mpfs.de/app/uploads/2025/11/JIM-2025_Chartbericht_PDF.pdf).

Der Philologenverband betont daher erneut die Bedeutung klarer Grenzen bei der Mediennutzung von Kindesbeinen an; in Familie, Kindergarten und Schule müssen entsprechende Verhaltensweisen vorgelebt und besprochen werden. Die Gesellschaft als ganze darf die Augen vor den Gefahren im Hinblick auf Haltungsschäden, Sehschwäche und psychische Probleme nicht verschließen, gerade wenn sie die Chancen digitaler Medien gewinnbringend nutzen möchte.