Erfolg für den Philologenverband Rheinland-Pfalz: Smartphone-Verbot an Schulen stärkt Gesundheit der Kinder und Jugendlichen, ihr soziales Miteinander und ihr Konzentrationsvermögen

Mainz, 19.08.2026 – Mit Erleichterung reagiert der Philologenverband Rheinland-Pfalz auf die Einführung eines Smartphone-Verbots bis zur 10. Klasse, das im Februar 2027 in Kraft treten wird – die Ausgestaltung im Einzelnen ist allerdings noch unklar. „Es geht in die richtige Richtung“, so Cornelia Schwartz, die Landesvorsitzende des Philologenverbandes Rheinland-Pfalz, „und wir hoffen auf eine Regelung, die praktikabel ist und den Lehrkräften Rechtssicherheit verschafft. Da wir bei der alten Landesregierung mit unseren Vorschlägen, wie man Kinder und Jugendliche in ihrer Gesundheit, ihrem sozialen Miteinander und ihrer Leistungsbereitschaft stärken kann, auf taube Ohren gestoßen sind, begrüßen wir die mutige Initiative der neuen Ministerin, Dr. Ute Eiling-Hütig, ausdrücklich. Erziehung heißt eben nicht nur Gewährenlassen, sondern bedeutet auch Verantwortungsübernahme von Seiten der Erziehenden, nämlich da, wo Kinder und Jugendliche bestimmte Dinge noch nicht selbst leisten können.“

In diesem Zusammenhang möchte der Philologenverband Rheinland-Pfalz auf zwei Aspekte aufmerksam machen.

  1. Der Verband der Kinder- und Jugendärzte (BVKJ) teilt die Bedenken des Philologenverbandes Rheinland-Pfalz und verweist auf „schwerwiegende physische und psychische Folgen von unregulierter Nutzung von Social Media durch Kinder und Jugendliche“ (https://deutsch.medscape.com/viewarticle/gravierendes-elternversagen-kinder%C3%A4rzte-machen-2026a1000sp6?form=fpf). Der Sprecher des Verbandes der Kinder- und Jugendärzte, Jakob Maske, bewertet im Interview mit der Neuen Osnabrücker Zeitung die Restriktionen in anderen europäischen Ländern als sinnvoll und fordert ähnliche Regulierungen auch in Deutschland, da Tiktok, Snapchat und Instagram Schülerinnen und Schüler „krank und dumm“ machten.
  2. Prof. Dr. Dr. Thomas Fuchs, Psychiater und Philosoph, Inhaber des renommierten Karl-Jaspers-Lehrstuhls der Universität Heidelberg sowie Festredner bei der Vertreterversammlung des Philologenverbandes Rheinland-Pfalz im Jahr 2025 empfiehlt die Teilnahme an einer sehr interessanten Veranstaltung, die am 7. September stattfindet. Prof. Fuchs ist Mitglied der „Future Foundation“, einem Zusammenschluss von Professorinnen und Professoren, die sich große Sorgen um die ausufernde Nutzung der Digitalisierung und der KI machen (https://www.thefuturefoundation.eu/de). Am Montag, den 7.9.2026, um 18:00 Uhr veranstaltet die „Future Foundation“ ein öffentliches Online-Hearing zum Memorandum. Unter diesem Link kann man am Hearing teilnehmen:

https://wu-ac-at.zoom.us/j/69084642179?pwd=jVb8C5G5jaUd7laExaquVVk4nHeYaq.1