Es ist ernst: Antisemitismus wirksam begegnen

Heute, am 9. November 2021, dem Jahrestag der Reichspogromnacht, denken wir an die grauenvollen Ereignisse vor 83 Jahren, als Synagogen in Brand gesteckt, Geschäfte und Wohnungen geplündert, Friedhöfe geschändet und jüdische Mitbürgerinnen und Mitbürger in Deutschland misshandelt, deportiert und ermordet wurden. Wir gedenken der Menschen, die unter dem nationalsozialistischen Unrechtsregime leiden mussten und durch seine Anführer und Unterstützer zu Tode kamen.

 

Es ist längst klar: Mit dem Ende der nationalsozialistischen Schreckensherrschaft vor 76 Jahren ist eine jahrhundertealte Judenfeindlichkeit in Deutschland nicht einfach verschwunden. Intensiver als je zuvor müssen wir uns die Frage stellen: Wie können wir Antisemitismus in allen seinen Ausprägungen wirksam begegnen?

 

Notwendiger denn je scheint es, Begegnungen zwischen Menschen zu schaffen, zwischen Juden und Nicht-Juden, indem wir den Kontakt zu den Synagogen suchen, indem wir Gedenkstätten besuchen, indem wir gemeinsam Bücher lesen, in denen das Dritte Reich und der Antisemitismus thematisiert werden. Alles das muss in der Schule weiterhin präsent sein und noch stärker präsent werden.