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Landesvorsitzende Cornelia Schwartz zu Gast bei NDR Info

Landesvorsitzende Cornelia Schwartz

Landesvorsitzende Cornelia Schwartz zu Gast bei NDR Info

Am 26.08.2016 nahm unsere Landesvorsitzende Cornelia Schwartz als Expertin an der Diskussionssendung von NDR Info zum Thema „Der Kampf um gute Noten – Sollten Eltern bei den Hausaufgaben helfen?“ teil. Der Beitrag kann hier nachgehört werden:

Bildungsministerin Stefanie Hubig gratuliert den Preisträgern im lyrix-Gedichtwettbewerb

Im bundesweiten lyrix-Gedichtwettbewerb wurden am 10.06.2016 zwölf Preisträgerinnen und Preisträger in der Akademie der Künste  in Berlin als Bundessieger von Dr. Irina Ehrhardt vom Bundesbildungsministerium und Malte Blümke, Vorstandsmitglied lyrix e.V., ausgezeichnet. Marie-Celestine Cronhard-Lück-Giessen (Pirmasens), Julia Fourate (Montabaur) und Moritz Schlenstedt (Ingelheim) aus Rheinland-Pfalz gehören zu den Preisträgern. Den Sprung in das Bundesfinale von 86 nominierten Gedichten hatten sogar 22 Gedichte aus Rheinland-Pfalz geschafft. Die jungen Nachwuchslyriker aus Rheinland-Pfalz konnten mehrfach die Monatswertung von lyrix gewinnen und sich damit für das Bundesfinale qualifizieren.   

„Mit dem bundesweiten Wettbewerb „lyrix“ gelingt es seit Jahren dem Deutschlandfunk, dem Deutschen Philologenverband, dem Friedrich-Bödecker-Kreis und dem Deutschen Museumsbund junge Leute von 10 bis 20 Jahren für Lyrik zu begeistern. Mit rund 10.000 Gedichten als Wettbewerbsbeitrag gilt das „lyrix“-Projekt heute als einer der erfolgreichsten Schülerwettbewerbe in Deutschland. Dabei sind lyrische Texte als verdichtete Texte anspruchsvoll. Sie geben den jungen Leuten die 

Möglichkeit, durch kreativen und innovativen Umgang mit Sprache ihre Gefühle,     Meinungen  und Erlebnisse auszudrücken“, lobte Bildungsministerin Stefanie Hubig  den erfolgreichen Literaturwettbewerb und betonte: „Das ist kein Zufall, denn Rheinland-Pfalz unterstützt seit Jahren in Zusammenabeit mit dem Friedrich-Bödecker-Kreis den lyrix-Gedichtwettbewerb. An den zahlreichen Schreibwerkstätten mit professionellen Lyrikern wie Bas Böttcher, Josefine Berkholz, Manfred Schlüter, Nevfel Cumart, Jürgen Jankofsky, Dorian Steinhoff  und Manfred Theisen haben in den letzten Jahren Hunderte von jungen Nachwuchslyrikern aus Rheinland-Pfalz teilgenommen und sich von den Exponaten der Museen und den wechselnden Monatsthemen erfolgreich inspirieren lassen.“

Im September 2016 wird der Internationale lyrix-Wettbewerb wieder Station in Rheinland-Pfalz machen und mit dem Wiener Lyriker Georg Bydlinski und dem mehrfachen lyrix-Preisträger Martin Piekar aus Frankfurt und der aktuellen lyrix-Preisträgerin Julia Fourate aus Montabaur junge Leute im Rahmen der Trierer Ausstellung „Nero. Kaiser, Künstler und Tyrann“  zum kreativen Schreiben anregen. 


Einladung zum Junior Science Cafe -Lehrertraining in Frankfurt am Main

weitere Informationen finden Sie Initiates file downloadhier.


 

Pressemitteilung: Folgt auf das Hahn-Desaster nun auch ein Bildungsdesaster? Philologenverband warnt vor Ausbluten der Gymnasien in Rheinland-Pfalz

Eine durch die Nachfrage einer SWR-Reporterin ausgelöste und durch den Philologenverband Rheinland-Pfalz durchgeführte Blitzumfrage an den Schulen macht die dramatische Misere an den Gymnasien des Landes deutlich: Für die rund 25 staatlichen Gymnasien des Schulaufsichtsbezirks Trier sind derzeit fast keine neuen Planstellen vorgesehen, rund 87 % der fertig ausgebildeten Lehrkräfte des Koblenzer Studienseminars für das Lehramt an Gymnasien werden nach aktuellen Berechnungen in die Arbeitslosigkeit entlassen oder sind auf unsichere und kurzfristige Vertretungsverträge angewiesen. Die Verteilung der Lehrerinnen und Lehrer an die Gymnasien erfolgt nicht etwa nach pädagogischen Kriterien, sondern nach der Rasenmähermethode, um den Mangel über Abordnungen möglichst gleichmäßig zu verteilen.

Der Philologenverband Rheinland-Pfalz sieht in diesen von der Landesregierung zu verantwortenden Maßnahmen eine massive Gefährdung der pädagogischen Arbeit und eine eklatante Verletzung der Fürsorgepflicht. In dieser Situation, in der sich an allen Stellen größtmöglicher Unmut regt, weder Schulleitungen noch Kolleginnen oder Kollegen und auch nicht die Schülerinnen und Schüler ein Mindestmaß an Planungssicherheit haben und erfolgreiche pädagogische Konzepte wegen Personalmangels beerdigt werden müssen, wendet sich der Philologenverband Rheinland-Pfalz an die Landesregierung:

„Wo ist der in Sonntagsreden immer wieder beschworene Gerechtigkeitsgedanke? Es ist nicht sozial gerecht, wenn die Bildungschancen gymnasialer Schülerinnen und Schüler beschnitten werden.“

Der Philologenverband fordert daher von der Landesregierung:

• Stellen Sie die fertig ausgebildeten Gymnasiallehrerinnen und -lehrer auch an den Gymnasien ein.

• Beseitigen Sie den hohen strukturellen Unterrichtsausfall durch Neueinstellungen an den Gymnasien.

• Stoppen Sie die geplanten Abordnungen und stützen Sie die pädagogische Arbeit mit einer Lehrerreserve für jedes einzelne Gymnasium.

• Investieren Sie in die Bildung der Jugend statt in windige Geschäfte.

 


 

Einladung zum Gymnasialtag des Philologenverbandes

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Pressemitteilung der Stiftung Lesen

Ein Abenteuer – 1,2 Millionen Kinder

Lehrkräfte können ab sofort kostenlose Buchgutscheine für „Ich schenk dir eine Geschichte“ bestellen / Die kommende Ausgabe des Welttagebuchs ist auch für Integrations- und Willkommens-Klassen geeignet Welttag des Buches, kostenlose Buchgutscheine für Lehrer. Initiates file downloadBitte hier klicken.

 


 

Vertreterversammlung des Philologenverbandes Rheinland-Pfalz 19./20.11.2015

Mitglieder sowohl des alten als auch des neugewählten geschäftsführenden Vorstands des Philologenverbands Rheinland-Pfalz (v.ln.r.: Jochen Ring, Markus Perabo, Ehrenmitglied Elvire Kuhn, Robert Tophofen, Sigrid Janotta-Fischer, Ehrenmitglied Josef Zeimentz, Cornelia Schwartz, Ralf Hoffmann, Ehrenvorsitzender Malte Blümke, Kristina Friebis-Kau, Dr. Thomas Knoblauch, Gerhard Peifer, es fehlt Heike Mohr-Mumbauer)

Demographische Rendite jetzt nutzen:

Immer noch zu viel Unterrichtsausfall


„Leider bleibt die Unterrichtsversorgung an den Gymnasien und Integrierten Gesamtschulen auch im Schuljahr 2015/16 unter dem eigentlich selbstverständlichen  Standard von hundert Prozent.“ Mit diesen Worten kommentierte die Vorsitzende des Philologenverbandes Rheinland-Pfalz, Cornelia Schwartz, die Vorstellung der Herbststatistik durch Bildungsministerin Vera Reiß am 26.11.15.

 

Die von der Ministerin verkündete Reduktion des Unterrichtsausfalls um 0,2 Prozentpunkte an den Gymnasien ist unter anderem dadurch erkauft worden, dass die versprochene Absenkung der Klassenmesszahlen auf unbestimmte Zeit ausgesetzt wurde. Ursprünglich hatte die Landesregierung versprochen, dass in den Klassen 5 und 6 an Gymnasien und Integrierten Gesamtschulen nicht mehr als 25 Schülerinnen und Schüler unterrichtet werden sollten.

 

Der Philologenverband Rheinland-Pfalz dringt weiterhin auf die Umsetzung dieser Maßnahme und fordert eine Unterrichtsversorgung von „100% + x“, damit auch kurzfristig auftretende Ausfälle professionell kompensiert werden können. Eine „Regelung des Vertretungsbedarfs“ durch eigenverantwortliches Arbeiten der Schülerinnen und Schüler (EVA) ist für uns eine „Mogelpackung“, denn Kinder und Jugendliche sich selbst zu überlassen, stellt nun einmal keinen Unterricht dar.

 

Im Hinblick auf die von uns allen gewünschte Willkommenskultur für Flüchtlinge muss der Ausbau von Planstellen oberste Priorität haben und massiv vorangetrieben werden, so Schwartz abschließend.

 

 

Cornelia Schwartz,                                                                            Jochen Ring,

Landesvorsitzende                                                                             Pressereferent

Wechsel an der Vorstandsspitze des Philologenverbandes Rheinland-Pfalz

Cornelia Schwartz folgt auf Malte Blümke

 

Unter dem Motto „Innovation mit Tradition: Das Gymnasium in Rheinland-Pfalz“ fand am 19. und 20. November 2015 in Stromberg die Vertreterversammlung des Philologenverbandes Rheinland-Pfalz, der Berufsvertretung der Lehrerinnen und Lehrer an rheinland-pfälzischen Gymnasien, Kollegs, Integrierten Gesamtschulen und Studienseminaren für das Lehramt an Gymnasien statt. Die rund 190 Vertreterinnen und Vertreter wählten den Geschäftsführenden Vorstand des Verbandes, legten die mittelfristige Verbandspolitik fest und beschäftigten sich in ihren Anträgen mit aktuellen Themen wie Unterrichtsversorgung, Einstellungssituation, Lehrkräftebildung, Inklusion und Flüchtlingspolitik.

 

Bei der öffentlichen Veranstaltung mit Vertreterinnen und Vertretern der Parteien und Bildungsministerin Vera Reiß forderte die neu gewählte Landesvorsitzende Cornelia Schwartz: „Wir brauchen an den Schulen nicht eine Reform nach der nächsten. Wir brauchen eine Phase der Reflexion: Worum geht es uns in der Bildung? Was sind unsere Werte? Wir brauchen eine Erneuerung des Bekenntnisses der Politik zum Gymnasium, zur gymnasialen Bildung.“

 

Die neue Vorsitzende des Philologenverbandes Rheinland-Pfalz dankte in ihrer Antrittsrede ihrem Vorgänger, dem zum Ehrenvorsitzenden gewählten Malte Blümke, dessen Stellvertreterin Elvire Kuhn und dem scheidenden Referenten für Öffentlichkeitsarbeit, Josef Zeimentz, für ihren jahrzehntelangen außerordentlich engagierten und wirkungsvollen Einsatz für Bildung in Rheinland-Pfalz. Schwartz, die die Fächer Mathematik und Englisch am Friedrich-Magnus-Schwerd-Gymnasium in Speyer unterrichtet, zitierte passend zum Motto „Innovation mit Tradition“ den amerikanischen Staatsmann Benjamin Franklin: „Tradition heißt nicht, die Asche zu bewachen, sondern die Glut zu entfachen.“ Die Glut für ein leistungsstarkes Gymnasium und eine verlässliche gymnasiale Bildung weiterzutragen, versprach Staatsministerin Vera Reiß in ihrer Replik.

 

Lilli Lenz, die Vorsitzende des Deutschen Beamtenbundes Rheinland-Pfalz, unterstrich in ihrem Grußwort die Bedeutung von Bildung. Lehrkräfte leisteten einen enorm wichtigen Beitrag für die Gesellschaft, gerade in Zeiten großer Herausforderungen – dafür verdienten sie höchste Anerkennung. In diesem Zusammenhang begrüßte sie auch das Ende des Besoldungsdiktates.

 

Den Festvortrag für diese Veranstaltung, die im Zweijahresrhythmus durchgeführt wird, hielt Staatsminister a.D. Prof. Dr. Julian Nida-Rümelin. Seine Ausführungen über den „Akademisierungswahn – zur Krise beruflicher und akademischer Bildung“ wendeten sich gegen eine Bildungsideologie, die unter dem Einfluss von OECD und Bertelsmann-Stiftung das bewährte System der dualen Berufsausbildung in Deutschland, Österreich und der Schweiz verunglimpfe und eine übertrieben hohe Akademikerquote anstrebe. Mit eindrucksvollem Fakten- und Zahlenmaterial belegte der Münchener Physiker und Philosoph seine Thesen:

  • Ein Drittel aller Absolventen eines Architekturstudiums arbeiten in Deutschland unterhalb ihres Qualifikationsniveaus und verdrängen dabei Berufsabsolvent/-innen von ihrem angestammten Arbeitsplatz.
  • Deutschland hat im Vergleich der Industriestaaten zwar mit die geringste Akademikerquote, dafür aber gleichzeitig auch die geringste Jugendarbeitslosigkeit, während sich die Situation in Frankreich nahezu umgekehrt darstellt.
  • Die sogenannte „Great Gatsby“-Curve, die die soziale Mobilität im weltweiten Maßstab abbildet, platziert Deutschland knapp hinter den skandinavischen Ländern noch vor den USA und den anderen Staaten Europas.

 

Mit ursächlich für den Erfolg akademischer Bildung in Deutschland, so Heinz-Peter Meidinger, der Vorsitzende des Deutschen Philologenverbandes, in seinem Grußwort, sei auch das Gymnasium. Um die Ausgestaltung des Gymnasiums werde Rheinland-Pfalz wegen der generellen Beibehaltung der neunjährigen Gymnasialzeit auch von den Bayern beneidet.

 

Bei den Vorstandswahlen der Delegiertenversammlung wurde Cornelia Schwartz (Speyer) in geheimer Wahl im ersten Wahlgang mit absoluter und deutlicher Mehrheit für das Amt der Landesvorsitzenden gewählt. Ebenfalls gewählt wurden von den Delegierten: Sigrid Janotta-Fischer (Cochem) und Robert Tophofen (Kaiserslautern) als stellvertretende Vorsitzende, Gerhard Peifer (Simmern) und Dr. Thomas Knoblauch (Mainz) als Rechtsreferenten, Jochen Ring (Linz) als Referent für Öffentlichkeitsarbeit, Ralf Hoffmann (Bendorf) als Bildungsreferent, Heike Mohr-Mumbauer (Traben-Trarbach) als Referentin für Frauenfragen und Gleichstellung, Kristina Friebis-Kau (Bad Sobernheim) als Referentin für die Interessen der Jungen Philologen und Markus Perabo (Mainz) als Schatzmeister.

 

Cornelia Schwartz,                                                                            Jochen Ring,

Landesvorsitzende                                                                             Pressereferent

 

Philologenverband Rheinland-Pfalz weist Artikel von Herrn Mannke entschieden zurück

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

ich habe als Landesvorsitzender des Philologenverbandes Rheinland-Pfalz den unsäglichen Artikel von Jürgen Mannke in der Verbandszeitschrift des Philologenverbandes Sachsen-Anhalt  am 7.11.2015 zurückgewiesen. Denn ich war an diesem Tag in Magdeburg und wurde  mit dem Thema "Philologenverbandschef hetzt gegen Muslime" konfrontiert (Titelseite Magdeburger Volksstimme Samstag, den 7.11.2015). Schon am Vortag  gab es  bei Focus Online den Hinweis auf den unmöglichen Artikel von Jürgen Mannke und dieser Focus-Hinweis ist in den sozialen Netzwerken auf große Kritik gestoßen. Der Artikel hat bundesweit in zahlreichen Medien heftige Reaktionen ausgelöst, auch die Bildzeitung erwähnte Jürgen Mannke auf der Titelseite am 7.11.2015 als sog. Verlierer.  Am 7.11.2015  hat die Magdeburger Volksstimme auf Seite 2  Jürgen Mannke mit der heftigen Reaktion auf seinen Artikel konfrontiert, Jürgen Mannke hat jedoch nichts zurückgenommen, eher das Ganze noch verschärft und sich damit die Kritik aller Parteien  in Sachsen-Anhalt und darüber hinaus zugezogen.  

Mit der Staatssekretärin Frau Keding, die den Ministerpräsidenten Haselhoff am 7.11.2015 in Magdeburg  bei der Jubiläumsfeier des Friedrich-Bödecker-Kreises vertreten musste, da dieser NPD-Krawalle in Wittenberg vor seinem Haus befürchten musste und deshalb nicht kommen konnte,  habe ich über den Artikel gesprochen und wir beide waren der Meinung, dass der Artikel großen Schaden anrichtet und gerade hier in Sachsen-Anhalt eine rationale Diskussion, die ohnehin hier sehr schwierig ist, erschwert. Bildungsminister Degerloh hat sich auch schon kritisch dazu geäußert.

Ich habe den Deutschen Philologenverband am 7.11.2015 darüber informiert und gefordert, dass  Jürgen Mannke seinen Artikel öffentlich zurücknehmen  müsste. Heinz-Peter Meidinger hat in der Presseerklärung vom 7.11. 2015 des Deutschen Philologenverbandes sich sehr entschieden von dem Artikel distanziert. Die Reaktion des DPHV ist auch in den bundesweiten Medien aufgenommen worden.

Jürgen Mannke hat sich heute, am 9.11.2015,  öffentlich für seinen Artikel entschuldigt und  seine Äußerungen zurückgenommen. 

Ich habe gefordert, dass das Thema in der Bundesvorstandssitzung des Deutschen Philologenverbandes am 13. und 14. 11. 2015 in Kassel auf die Tagesordnung gesetzt wird und dass der Deutsche Philologenverband sich mit seinen dort vertretenen Landesverbänden deutlich positionieren sollte. 

Der Philologenverband Rheinland-Pfalz unterstützt die Aussagen seines Bundesvorsitzenden in allen Punkten und wird sich weiterhin konstruktiv und differenziert mit den Flüchtlingsfragen auseinandersetzen. 


Erklärung des DPhV-Bundesvorsitzenden
zu den Äußerungen in der Zeitschrift des PhV Sachsen-Anhalt:
DPhV bekennt sich uneingeschränkt zur Willkommenskultur

Bei aller berechtigten Sorge darüber, wie unsere Gesellschaft, wie unsere Schulen die Integration der vielen Hunderttausend Flüchtlinge und Flüchtlingskinder bewältigen können, hat der Bundesvorsitzende des Deutschen Philologenverbandes, Heinz-Peter Meidinger, nachdrücklich dafür plädiert, sich diesen Herausforderungen aktiv zu stellen und sich an dieser Debatte engagiert zu beteiligen.  Wörtlich sagte er: "Wir müssen die in weiten Teilen der Gesellschaft vorbildlich praktizierte Willkommenskultur verbinden mit einer zukunftsorientierten Debatte über Chancen und Möglichkeiten, aber auch Grenzen und Probleme von Integration. Nur dann werden wir der uns gestellten Mammutaufgabe gerecht."

Umso wichtiger sei es, an diese Aufgabe sachorientiert heranzugehen und sich nicht von diffusen Befürchtungen und Emotionen leiten zu lassen.

Der DPhV-Vorsitzende erklärte: "Das Aufgreifen von unbestätigten Gerüchten in einer schon jetzt gesellschaftlich aufgeheizten Situation ist mit Sicherheit nicht der richtige Weg, die vor unserer Gesellschaft und unseren Schulen liegenden Herausforderungen zu meistern. Ich halte deshalb all jene Passagen in dem von zahlreichen Medien, Politikern und Bürgern kritisierten Editorial der aktuellen Verbandszeitschrift des Philologenverbands Sachsen-Anhalt für weder berechtigt noch akzeptabel, in denen mit Hinweis auf Gespräche mit Bekannten unbestimmte Ängste vor sexuellen Belästigungen junger deutscher Mädchen durch muslimische Einwanderergruppen thematisiert werden."


Auflösung der Agentur für Qualitätssicherung (AQS) längst überfällig! - Wir brauchen auch kein Projekt „Mehr Selbstständigkeit für Schule“.

Mainz, den 16.9.2015

„Wir begrüßen ausdrücklich die Entscheidung der Landesregierung, die AQS ersatzlos abzuschaffen“, erklärte der Landesvorsitzende des Philologenverbandes Malte Blümke zu den jetzt bekannt gewordenen Plänen, und ergänzte: „Damit wird unsere langjährige Forderung endlich erfüllt, denn wir haben immer kritisiert, dass die bürokratische Agentur bei den Schulbesuchen zwar immer für alle Beteiligten sehr viel Arbeit verursachte, die Untersuchung des Unterrichts aber kaum Berücksichtigung fand.“

„Wir freuen uns, dass dies nun bald vorbei ist und fordern die Landesregierung auf, nicht erst bis zum Schuljahresende mit der Auflösung zu warten. Denn es sind bereits alle 1600 Schulen in Rheinland-Pfalz durch die AQS schon einmal evaluiert worden. In einem zweiten Durchlauf sind noch mehrere Schulbesuche in diesem Schuljahr durch die AQS bereits angekündigt, und die betroffenen Schulen stehen vor einem Riesenaufwand, der erfahrungsgemäß mit diesen Besuchen einhergeht. Dies sollte man den betroffenen Schulen angesichts der bevorstehenden Auflösung der Agentur nun ersparen. Viel sinnvoller wäre es, die freiwerdende Arbeitszeit zum Beispiel in die Organisation der Aufnahme der zu erwartenden Flüchtlingskinder an den Schulen zu investieren.

„Da die Landesregierung, um Geld zu sparen, offensichtlich bereit ist, Fehlentwicklungen aus der Vergangenheit zu korrigieren, empfehlen wir als weiteres Einsparungspotential die sofortige Einstellung des  Schulversuches „Mehr Selbstständigkeit für Schulen“. Nachdem schon zwei Anläufe gescheitert sind, soll auf diese Weise  erneut versucht werden, die autonome Schule durch Abschaffung der Noten, des Sitzenbleibens und der Lehrpläne durchzusetzen“,  erklärte der Vorsitzende.

Josef Zeimentz
Pressereferent


Zur Aufnahme der Flüchtlingskinder - Jetzt handeln, bevor es zu spät ist

Mainz, den 16.9.15

Der Hauptvorstand ist das höchste Gremium des Philologenverbandes zwischen den Vertreterversammlungen. In ihm sind die Gymnasien, Kollegs und Gesamtschulen aus allen Regionen von Rheinland-Pfalz vertreten. Auf seiner jüngsten Sitzung in Mainz verabschiedete der Hauptvorstand folgende Resolution zur Aufnahme der Flüchtlingskinder in Rheinland-Pfalz.

R e s o l u t i o n

Der Flüchtlingsstrom nach Deutschland hält stetig an, und Rheinland-Pfalz steht vor einer der größten Herausforderungen der letzten Jahre, denn mit den Flüchtlingen kommen auch schulpflichtige Flüchtlingskinder hier an, die mittelfristig an unseren Schulen aufgenommen werden.  

Die Schulen in Rheinland-Pfalz sind in den letzten Jahren durch immer neue Zusatzaufgaben, die sie erfüllen müssen, ohne dass dafür ein adäquater Ausgleich gewährt wurde, bereits jetzt an der Grenze ihrer Belastung angelangt. Und das, obwohl die Kolleginnen und Kollegen sich seit vielen Jahren in ihren Schulen weit über das normale Maß engagieren.

Wenn jetzt eine sprachliche Integration der Flüchtlingskinder in den Schulen möglichst schnell gelingen soll, werden kurz- bis mittelfristig intensive Sprachkurse mit anfangs vier- bis sechsstündigem Unterricht pro Tag in möglichst überschaubaren Gruppengrößen benötigt. Wir fordern die Landesregierung auf, in einem Stufenplan zunächst umgehend über das landeseigene Fortbildungsinstitut zusätzliche Sonderkurse für die Zusatz-Qualifizierung von Lehrkräften mit Schwerpunkt „Deutsch als Zweitsprache“ für alle Schularten einzurichten.

Aber wir brauchen auch umgehend zusätzliche Lehrereinstellungen in allen anderen Unterrichtsfächern. Denn nach dem erfolgreichen Erwerb der deutschen Sprache werden die Flüchtlingskinder wegen ihrer großen Zahl schnell dafür sorgen, dass die jeweiligen Klassenmesszahlen an den Schulen überschritten werden und neue Klassen gebildet werden müssen. Dann werden auch zusätzliche Lehrkräfte in den anderen schulischen Fächern benötigt, denn jede neu gebildete Klasse braucht einen zusätzlichen Stamm von Lehrkräften, die den täglichen Unterricht durchführen. 

Jetzt rächt es sich, dass in den vergangenen Jahren eine restriktive Personalpolitik betrieben wurde und pädagogische Verbesserungen, wie beispielsweise die fest zugesagte Senkung der Klassengröße an den Gymnasien und integrierten Gesamtschulen, nicht umgesetzt wurden, sodass jetzt keine Ressourcen für zusätzliche Aufgaben zur Verfügung stehen. Wir fordern die Landesregierung auf, umgehend einen Nachtragshaushaltsplan vorzulegen, um für entsprechende zusätzliche Einstellungen von Lehrkräften auch an den Gymnasien und integrierten Gesamtschulen zu sorgen. Sie werden mittel- und langfristig dringend und auf Dauer benötigt.

Es sind inzwischen genügend gut ausgebildete Lehrkräfte mit Mangelfächern und sogar mit der Zusatzqualifikation „Deutsch als Zweitsprache“ auf dem Lehrerarbeitsmarkt vorhanden. Sie haben bislang trotz des weiter bestehenden Unterrichtsausfalls in Rheinland-Pfalz keine Anstellung gefunden. Bevor diese in andere Bundesländer abwandern oder sich beruflich anders orientieren, sollten sie jetzt, bevor es zu spät ist, für die Schulen gewonnen werden.

Malte Blümke
Landesvorsitzender

Josef Zeimentz
Pressereferent


Ende der Sparpolitik – Wir brauchen mehr Lehrkräfte zur Versorgung der Flüchtlingskinder.

Der Philologenverband begrüßt die in der Erklärung der Ministerin Vera Reiß zum Schuljahresbeginn erfolgte und längst überfällige Abkehr der Landesregierung von dem unseligen Klemm-Gutachten, das vor Jahren eine völlig falsche Einschätzung des Lehrerbedarfs in Rheinland-Pfalz vorhersagte und schon im ersten Jahr seiner Gültigkeit gegenüber der Realität völlig versagte.  Jetzt stehen wir allerdings vor einer neuen Herausforderung, die ein schnelles Handeln der Landesregierung erforderlich macht, denn nach jüngsten Berechnungen des Deutschen Lehrerverbandes werden in diesem Jahr mehr als 150.000 Flüchtlingskinder im schulpflichtigen Alter nach Deutschland kommen und unsere Schulen besuchen wollen. Dazu seien rund 20.000 neue Lehrereinstellungen bundesweit erforderlich.

„Ein Teil dieser zirka 150.000 Flüchtlingskinder wird auch in Rheinland-Pfalz ankommen und bald vor den Toren unserer Schulen, auch der Gymnasien, stehen“, stellt der Vorsitzende des Philologenverbandes Rheinland-Pfalz Malte Blümke fest und fordert. „Um diese fachgerecht versorgen zu können, werden umgehend in allen Schularten zusätzliche Lehrkräfte benötigt, die den Flüchtlingskindern möglichst schnell die notwendigen deutschen Sprachkenntnisse vermitteln, damit sie dem normalen Unterricht folgen und möglichst bald aktiv an dem Unterrichtsgeschehen in ihren Schulen teilnehmen können. Dazu werden Lehrkräfte benötigt, die aus der inzwischen großen Zahl der arbeitslosen Deutschlehrer gewonnen werden können.“

Aber auch nach dem erfolgreichen Erwerb der deutschen Sprache werden die Flüchtlingskinder wegen ihrer großen Zahl in den Klassen und Kursen ihrer Schulen schnell dafür sorgen, dass die jeweiligen Klassenmesszahlen überschritten werden und neue Klassen gebildet werden müssen. Blümke hält fest: „Dann werden auch zusätzliche Lehrkräfte in den anderen Fächern benötigt, denn jede neu gebildete Klasse braucht einen zusätzlichen Stamm von Lehrkräften, die den täglichen Unterricht durchführen.“

Blümke weiter: „Wir fordern die Landesregierung auf, die am Wochenende bei der ersten Ankunft der Flüchtlinge gemachte Zusage der Ministerpräsidentin umzusetzen und für entsprechende zusätzliche Einstellungen auch in den Gymnasien zu sorgen. Die Lehrkräfte werden mittel- und langfristig dringend auf Dauer benötigt.“

Mit Blick auf den Lehrerarbeitsmarkt halten die Philologen fest: „Die Auswahl der Kandidatinnen und Kandidaten für diese neuen Stellen dürfte der Bildungsverwaltung in Rheinland-Pfalz nicht schwerfallen, denn es sind inzwischen genügend gut ausgebildete Lehrkräfte auch mit Mangelfächern auf dem Lehrerarbeitsmarkt vorhanden, die bislang wegen der Stellenknappheit in Rheinland-Pfalz keine Anstellung finden konnten. Bevor diese mit viel rheinland-pfälzischem Steuergeld ausgebildeten jungen Lehrkräfte in andere Bundesländer abwandern, sollten sie jetzt für die auf die Schulen in Rheinland-Pfalz zukommenden neuen Aufgaben im Rahmen der Bewältigung der Flüchtlingsströme gewonnen werden.“

Josef Zeimentz
Pressereferent


Verlängerung der Lebensarbeitszeit der Beamten und Lehrkräfte - Zynismus des obersten Dienstherrn

Der Landtag von Rheinland-Pfalz hat mit seiner rot-grünen Stimmenmehrheit die Verlängerung der Lebensarbeitszeit für die Beamten des Landes, darunter rund 44.000 Lehrkräfte, beschlossen. Das Gesetz wurde am 24. Juni 2015 im Gesetz- und Verordnungsblatt für das Land Rheinland-Pfalz veröffentlicht und ist somit rechtskräftig.

Malte Blümke, Vorsitzender des Philologenverbandes, kritisiert entschieden: „Die umfangreichen Änderungsvorschläge des Deutschen Beamtenbundes und des Philologenverbandes fanden in der Anhörung zum Gesetz im Landtag keine Berücksichtigung. Wir haben den Eindruck, dass diese Anhörung als eine Art Placebo-Veranstaltung durchgeführt wurde, um einen parlamentarisch-demokratischen Anschein zu erwecken.“ Als eine der Gründe, warum die Änderungsvorschläge nicht berücksichtigt wurden, wurde angegeben, die finanziellen Auswirkungen seien im Haushalt des Landes nicht darstellbar.

Es bleibt also dabei: Die Lehrkräfte werden mit einer kurzen Übergangsphase in Zukunft ein Jahr länger arbeiten müssen.  Dabei werden sie gegenüber gleichaltrigen Beamten des allgemeinen Verwaltungsdienstes ungerechtfertigt in besonderer Weise benachteiligt. Blümke erklärt: „Während bei den Verwaltungsbeamten die Anhebung schrittweise geschieht und damit erst der Geburtsjahrgang 1958 ein ganzes Jahr länger arbeiten muss, geschieht dies bei Lehrkräften auf einen Schlag, beginnend mit dem Geburtsjahrgang 1952. Unsere Forderung, Härten dadurch zu mindern, dass Lehrkräfte nicht nur zum Schuljahresende, sondern auch zum Halbjahr in Pension gehen dürfen, wurde mit dem Hinweis auf organisatorische Gründe abgelehnt.“

Die Philologen kritisieren weiter: „Die verschlechterten Rahmenbedingungen treffen besonders die schwerbehinderten Lehrkräfte, denn die Anhebung der abschlagsfreien Regelaltersgrenze auf 65 Jahre führt zu einer extremen und unsozialen Ungleichbehandlung der Lehrkräfte gegenüber den anderen Beamten. Schwerbehinderte Lehrkräfte werden künftig im Gegensatz zu den anderen Beamten nicht mehr besser gestellt als nicht schwerbehinderte Lehrkräfte.

Dazu passt, dass mit der Beratung des Gesetzesentwurfes im Landtag die Regierungsfraktionen einen Entschließungsantrag unter dem Titel „Gesundheitsmanagement in der öffentlichen Verwaltung stärken – Grundlage für längere Lebensarbeitszeit schaffen“ vorgelegt haben, nachzulesen in der Landtags-Drucksache 16/5069. „Gleichsam als Ausgleich für die Heraufsetzung der Pensionsaltersgrenzen und die erwarteten gesundheitlichen Probleme der Beschäftigten wird damit von rot-grüner Regierungsseite gleichzeitig die Notwendigkeit eines zukünftigen strategischen Gesundheitsmanagements in der Landesverwaltung betont. Dies können wir nur als Zynismus des obersten Dienstherrn interpretieren“, so Blümke abschließend.

Josef Zeimentz
Pressereferent


Gesetzesentwurf zur Stärkung der inklusiven Kompetenz und der Fort- und Weiterbildung von Lehrkräften Eklatanter Missbrauch der Inklusion für Verschärfungen in der Lehrerfortbildung

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

die Landesregierung hat den Verbänden und Gewerkschaften einen Gesetzesentwurf zur Stellungnahme vorgelegt, der angeblich notwendige Regelungen zur Umsetzung der Inklusion im Schulwesen von Rheinland-Pfalz zum Anlass nimmt, um rigorose Veränderungen und geradezu einen Paradigmenwechsel bei der Lehrerbildung und bei der Lehrerfortbildung durchzusetzen. Somit sind alle 44.000 Lehrkräfte in Rheinland-Pfalz betroffen, die sich auf eine völlig veränderte Situation in ihren Schulen einstellen müssen, wenn diese Vorlage jemals Gesetz werden sollte. Wir geben Ihnen im Folgenden unsere wesentlichen Punkte, die wir innerhalb der Rückmeldefrist als Stellungnahme an das Ministerium übersandt haben, bekannt:

Frankreich will bilinguale Deutschklassen abschaffen – Unsere Landesregierung schweigt - Gleichmacherei und Bildungsabbau aus ideologischen Gründen

Die sozialistische Bildungsministerin Frankreichs Najat Vallaud-Belkacem will die bilingualen Deutsch-Klassen im Zuge der Reform des College 2016 abschaffen, weil Deutsch zu elitär sei, die soziale Selektion im College fördere und angeblich nur von Schülern reicher Eltern gewählt werde. „Die Pläne der sozialistischen Bildungsministerin schaden den deutsch-französischen Beziehungen“, kommentierte der Vorsitzende des Philologenverbandes Rheinland-Pfalz Malte Blümke die jetzt bekannt gewordenen Pläne des Nachbarlandes und ergänzt: „Wir fordern die Landesregierung in Mainz auf, in Gesprächen mit den Regierungsvertretern des Nachbarlandes darauf hinzuwirken, dass die Pläne nicht durchgeführt werden.“

Blümke erklärt: „Frankreich und Deutschland haben sich im Elysee-Vertrag 1963 verpflichtet, die gegenseitige Sprache privilegiert zu fördern. 2003 wurden in Frankreich die „classes bilangues“ eingeführt, in denen die Schülerinnen und Schüler ab der 6. Klasse zwei Fremdsprachen gleichzeitig bis zu 12 Stunden - auch in Fächern wie Geschichte und Gemeinschaftskunde - lernen können. Weil dies besonders dem Deutschunterricht zugutekommt, hat sich seitdem der Anteil der Deutsch lernenden Schülerinnen und Schüler bei rund 15 % stabilisiert.“

Blümke weiter: „Wie wollen wir die Identität, Kultur und die Empfindungen des jeweiligen Nachbarn erfahren und erleben, wenn wir nicht einmal mehr die Sprache des anderen verstehen? Wie sollen die engen wirtschaftlichen Beziehungen ohne Sprachkenntnisse weiter geführt werden?“

Der Gymnasiallehrerverband hält fest: „Leider ist uns das ideologische Vokabular der Gleichmacherei nur allzu gut bekannt. Chancengleichheit soll durch Reduzierung der Anforderungen, Einschränkung der Wahlfreiheit, Abschaffung der Noten und des Sitzenbleibens hergestellt werden. Was nicht in die Ideologie passt, wird passend gemacht. Auch im Gymnasialplan 2020 der rot-grünen Landesregierung in Stuttgart sollen die Fremdsprachen gekürzt werden, weil die Fremdsprachen als Barriere für höhere Abiturientenquoten gesehen werden.“

Zur weiteren Erklärung:

Die bilingualen Klassen in Frankreich korrespondieren bisher mit unseren bilingualen Gymnasien, in Rheinland-Pfalz und in Frankreich kann das AbiBac, das deutsch-französische Abitur, abgelegt werden, Rheinland-Pfalz und das Saarland vermitteln sogar schon in den Kindergärten und Grundschulen auf spielerische Weise erste Französisch-Kenntnisse. 

Rund 24 % der Schülerinnen und Schüler in Rheinland-Pfalz lernen Französisch. Zukünftig soll in Frankreich Deutsch nur noch als zweite Fremdsprache gewählt werden können und droht damit zu einem Orchideenfach herabzusinken. Im Gegenzug zur Abschaffung der bilingualen Klassen, von denen es im Fach Deutsch 3580 Klassen mit 87000 Schülern gibt, soll die zweite Fremdsprache von der achten Klasse auf die siebte Klasse vorgezogen werden und mit zweieinhalb Wochenstunden unterrichtet werden. 

„Mit zweieinhalb Wochenstunden kann man keine Fremdsprache vernünftig lernen. Anstatt das Bildungsniveau in Frankreich durch Egalisierung weiter abzusenken, sollten die Vorbereitungen auf die Aufnahmeprüfungen für die „classes bilangues“ verbessert und sinnvolle methodische und didaktische Maßnahmen zur Verbesserung des Fremdsprachenniveaus ergriffen werden“, so der Vorsitzende des Philologenverbandes.

Josef Zeimentz
Pressereferent

Zur Petition gegen die desaströsen Veränderungen in Frankreich
von Thérèse Clerc, Présidente de l’ADEAF, Association pour le Développement de l’Enseignement de l’Allemand en France:

http://www.petitionpublique.fr/PeticaoVer.aspx?pi=rcADEAF 


Zur Ankündigung von Ministerpräsidentin Malu Dreyer, das Tarifergebnis auf die Beamten in Rheinland-Pfalz zu übertragen - Lohndiktat endlich weg, aber nur ein erster Schritt!

Der Philologenverband sieht in der Ankündigung von Ministerpräsidentin Malu Dreyer, das kürzlich in den Tarifverhandlungen für die Angestellten im Öffentlichen Dienst erzielte Ergebnis mit einem Einkommenszuwachs von 2,1 Prozent zum 1. März 2015 und weiteren 2,3 Prozent zum 1. März 2016  auch auf die Beamten des Landes zu übertragen, einen wichtigen ersten Schritt, um die jahrelange Benachteiligung der Beamtinnen und Beamten zu beenden. „Wir begrüßen, dass die Landesregierung endlich auf die  Proteste der Lehrergewerkschaften und Lehrerverbände im Deutschen Beamtenbund reagiert hat und sich offensichtlich dazu entschlossen hat, das seit dem Jahre 2012 verordnete Zwangs-Spardiktat für seine Beamtinnen und Beamten vorzeitig zu beenden“, erklärte der Vorsitzende des Philologenverbandes Malte Blümke.

Blümke weiter: „Dieser Schritt ist längst überfällig, kann aber nur ein erster Schritt sein, um die ungleiche Besoldung der Beamtinnen und Beamten in Rheinland-Pfalz zu beenden. Denn mit dem seit dem Jahr 2012 geltenden Lohndiktat der Landesregierung, das den Einkommenszuwachs für die Landesbeamtinnen und Landesbeamten auf ein Prozent jährlich bis zum Jahr 2016 festgeschrieben hatte, sind die Gehälter der Beamtenschaft in Rheinland-Pfalz kontinuierlich hinter der allgemeinen Lohnentwicklung zurückgeblieben. Wie unabhängige Untersuchungen zeigen, sind die Bezüge der Beamtinnen und Beamten in Rheinland-Pfalz gegenüber der Entwicklung der Bruttolöhne in Deutschland inflationsbereinigt seit dem Jahr 2000 um 21,3 % zurückgeblieben. Betrachtet man zudem die Entwicklung der Kaufkraft der Gehälter, so mussten die Beamtinnen und Beamten des Landes unter Einbeziehung der Inflationsrate und der Kaufkraft sogar einen effektiven Reallohnverlust von rund 10 % seit 2000 verkraften.“ 

Gegen das ungerechte Spardiktat aus dem Jahr 2012 wurden mehrere Gerichtsverfahren unter anderem mit Unterstützung des Deutschen Beamtenbundes, des Dachverbandes des Philologenverbandes, auf den Weg gebracht, die vom Bundesverfassungsgericht am 5. Mai 2015 entschieden werden sollen. „Wir fordern die Ministerpräsidentin und die Landesregierung auf, die Ankündigung der Übernahme der Tarifergebnisse für die Beamtinnen und Beamten nicht als taktisches Manöver zu fahren, um unliebsamen Gerichtsurteilen aus dem Weg zu gehen, sondern konkrete Überlegungen anzustellen, wie die inzwischen gerissenen Besoldungslücken geschlossen werden sollen“, so Blümke abschließend.

Josef Zeimentz
Pressereferent


Dilemma Lehrerbildung - „ …weil nicht sein kann, was nicht sein darf“

Josef Zeimentz, Öffentlichkeitsarbeit

von Josef Zeimentz,

Referent für Öffentlichkeitsarbeit

Die Reform der Lehrerbildung für die Gymnasiallehrkräfte, besonders in der zweiten Phase des Referendariats, bleibt trotz zwischenzeitlich erfolgter marginaler Nachbesserungen weiterhin mit sehr vielen Mängeln behaftet. Philologenverband, Hauptpersonalrat, Fachleiter, Referendare und Schulen werden nicht müde, immer wieder und auf allen Ebenen auf die verschiedenen Schwachstellen des Systems hinzuweisen und Vorschläge für die Behebung wenigstens der ärgsten Mängel zu unterbreiten. Hauptsächlich haben sie dabei die Folgen der um 25 Prozent reduzierten Dauer des Referendariats nur für die Gymnasiallehrkräfte von 24 auf 18 Monate in Kombination mit dem eigenverantwortlichen Unterricht der Referendare von Anfang an im Auge, der den Betroffenen kaum noch Zeit lässt für eine Orientierung über den Tellerrand der eigenen Pflichtveranstaltungen hinaus. 

Alle Appelle, Forderungen und Resolutionen prallen im Kern immer wieder ab an einer Mauer von „politischen Setzungen“ der politisch Verantwortlichen, die eine Verbesserung der entscheidenden Schwachpunkte kategorisch ablehnen. „Warum soll für Gymnasiallehrkräfte nicht möglich sein, was in anderen Schularten bereits geht?“, so die immer gleichbleibende sinngemäße, geradezu „basta-artige“ Reaktion von höchster politischer Ebene. 

Dabei will man erst gar nicht zur Kenntnis nehmen, dass gerade die Lehrkräfte  an den Gymnasien und Integrierten Gesamtschulen mit gymnasialer Oberstufe eine besonders große Vielfalt in ihrem Berufsfeld haben: Nur sie unterrichten ihre Schülerinnen und Schüler in 9 Jahrgängen und in 3 Schulstufen. Und dies mit allen pädagogischen Erscheinungsformen im Übergang von der Grundschule in Klasse 5 bis zur Erwachsenenbildung in den Klassenstufen 12/13. Auch die Tatsache, dass die Gymnasiallehrkräfte zwei akademische Fächer vertreten, in denen sie in allen Klassenstufen Erfahrungen sammeln und möglichst optimal ausgebildet werden sollten, spielt offenbar keine Rolle. Einfach ignoriert wird zudem die Tatsache, dass dies in keinem anderen Lehramt so der Fall ist, mit der unausweichlichen Folge, dass es bei Beibehaltung der gegenwärtigen Struktur  des gymnasialen Referendariats unweigerlich zu gravierenden Qualitätseinbußen in der Ausbildung kommen wird, falls sich nicht doch noch etwas ändert.  

„Lehrer ist gleich Lehrer“, es gibt keine Unterschiede, die eine unterschiedliche Behandlung erforderlich machen würden.  „… weil[…] nicht sein kann, was nicht sein darf“, lautet also die Maxime, der als politischer Setzung alles andere untergeordnet wird. Dabei sind Setzungen, besonders wenn sie politischer Natur sind, schon immer äußerst fragwürdige Mittel der Politik gewesen. Schon Galileo Galilei war vor 400 Jahren davon betroffen. Seine Entdeckung im Jahre 1610 kam bei den politisch Verantwortlichen seiner Zeit zunächst überhaupt nicht gut an, und sie versuchten, diese Erkenntnis mit einer Art politischer Setzung zu unterdrücken, weil gerade ihr ganzes Weltbild auf den Kopf gestellt wurde. Er hat, wie wir alle wissen, aber trotzdem Recht behalten. 

Hoffen wir, dass es nicht ganz so lange dauert, bis auch unsere Politiker begriffen haben, worauf es bei einer guten und differenzierten Bildungspolitik wirklich ankommt. Und dies vor allem im Interesse der gymnasialen Schülerinnen und Schüler, die auch in der nächsten Generation noch eine hoch qualifizierte Lehrerschaft erwarten sollen, die sie an ihren Schulen möglichst optimal auf ihr späteres Leben vorbereiten kann.


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Zur Verlängerung der Lebensarbeitszeit - Das Maß ist voll - völlig überzogene Sparmaßnahmen der Landesregierung

„Mit der Verlängerung der Lebensarbeitszeit der verbeamteten Lehrkräfte setzt die Landesregierung die einseitigen Sparmaßnahmen auf Kosten der ohnehin stark belasteten Berufsgruppe der Lehrkräfte fort und verliert endgültig jede Glaubwürdigkeit“, kritisierte Malte Blümke, Landesvorsitzender des Philologenverbandes Rheinland-Pfalz, scharf die neuerlichen Sparmaßnahmen der Landesregierung. 

Zu dem Reallohnverlust von rund 15% in den letzten zehn Jahren, dem Wortbruch bei der Reduzierung der Klassenmesszahl, der Verkürzung des Referendariats um 25% bei gleichzeitiger Anhebung des eigenverantworteten Unterrichts und der mangelhaften Unterrichtsversorgung kommt jetzt noch die ungerechte Anhebung des Pensionsalters, die letztlich eine faktische Pensionskürzung bedeutet. 

Der Philologenverbandschef betont: „Besonders ärgerlich ist die ungerechte Vorgehensweise der Landesregierung. Warum werden den Gymnasien und Integrierten Gesamtschulen kleinere Klassen vorenthalten, die es an Grundschulen und Realschulen plus gibt? Warum werden den Landesbeamten seit Jahren Reallohnverluste abverlangt, während die Tarifbeschäftigten im öffentlichen Dienst entsprechende Lohnerhöhungen erhalten? Warum wird die Lebensarbeitszeit im Polizei-, Feuerwehr- und Vollzugsdienst nicht verlängert, während der nachgewiesenermaßen hoch belastete Lehrkräftebereich durch die zügige Anhebung des Pensionsalters bis 2017 noch zusätzlich belastet wird?“

Der Philologenverband protestiert entschieden gegen die ungerechten und ungerechtfertigten Sparmaßnahmen der Landesregierung. Zusammen mit den Lehrerverbänden im dbb lassen wir uns das nicht gefallen und werden dagegen den Widerstand in der Öffentlichkeit und an den Schulen, vor den Gerichten, vor dem Landtag und auf der Straße organisieren. 

Josef Zeimentz
Pressereferent


Zur Aussetzung der Herabsetzung der Klassenmesszahlen - Gymnasium braucht Regulierung des Zugangs.

Wie Bildungsministerin Reiß heute erklärte, wird der von der Landesregierung im Zuge der Gesamtplanung aus dem Jahr 2012 versprochene Stufenplan zur Verringerung der Klassenmesszahlen in der Orientierungsstufe (Klassen 5 und 6) von maximal 28 auf 25 Schüler pro Klasse ausgesetzt. Als Begründung wird vor allem der fehlende Schulraum angegeben, weil die Zahl der Schülerinnen und Schüler im Lande nicht in dem Maße zurückgegangen ist, wie sie von Professor Klemm im Jahre 2011 in seinem Gutachten vorausgeplant worden war. Betroffen sind allerdings nur die Gymnasien und Integrierten Gesamtschulen, denn in den anderen Schularten wurde die verringerte Klassenmesszahl von 25 bereits erreicht und soll auch beibehalten bleiben. 

„Die Aussetzung des Stufenplans ist besonders für die Gymnasien allein schon aus pädagogischen Gründen äußerst bedauerlich“, erklärte der Vorsitzende des Philologenverbandes Malte Blümke, „denn gerade die Gymnasien haben mit einer immer größeren Heterogenität der Schülerschaft zu kämpfen. Mit dem Wegfall der verbindlichen Schullaufbahnempfehlung wurde vor Jahren der Zugang zu den Gymnasien ohne Überprüfung der Eignung weit geöffnet. Eine Verringerung der Klassenmesszahl, um allen Schülerinnen und Schülern einer Klasse mit ihren unterschiedlichen Voraussetzungen gerecht werden zu können, ist deshalb schon seit Jahren mehr als überfällig.“

Der Philologenverband fordert: Wenn nun die unbedingt notwendige pädagogische Maßnahme aus fiskalischen Gründen ausgesetzt werden soll, dann müssen im Gegenzug Maßnahmen getroffen werden, die den ungebremsten Zugang zu den Gymnasien endlich beenden, sodass zukünftig nur noch Schülerinnen und Schüler, die für eine gymnasiale Laufbahn geeignet sind, aufgenommen werden müssen. „Wenn schon jetzt andere Schularten sich ihre Schülerinnen und Schüler aussuchen dürfen, obwohl sie von ihrer Struktur her den Anspruch erheben, eine Schule für alle zu sein, dann muss dies auch den Gymnasien erlaubt sein“, so die Gymnasiallehrer.

Dass die ursprünglich im Klemm-Gutachten empfohlene Streichung von 200 Planstellen in den nächsten beiden Jahren nicht durchgeführt wird und diese Stellen zur Verbesserung der Unterrichtsversorgung herangezogen werden sollen, hält der Philologenverband für eine begrüßenswerte Entscheidung der Landesregierung. „Diese Stellen werden allerdings bei weitem nicht ausreichen, um endlich eine volle Unterrichtsversorgung in unseren Schulen zu gewährleisten, wie sie eigentlich selbstverständlich sein sollte und vom Philologenverband seit langem gefordert wird“, so Malte Blümke.

Josef Zeimentz

Pressereferent


Zum sogenannten Chancenspiegel der Bertelsmann Stiftung - Ziel ist die Etablierung der Einheitsschule

„Mit ihrem sogenannten Chancenspiegel hat die Bertelsmann Stiftung leider wieder einmal eine Chance vertan, das deutsche Schulsystem adäquat und sachgerecht zu beurteilen“, kritisierte der Vorsitzende des Philologenverbandes Malte Blümke bei der Vorlage des jüngsten Untersuchungsberichtes und ergänzte: „Anstatt das deutsche Bildungssystem mit seinem differenzierten Schulangebot und seiner außerordentlich hohen vertikalen Durchlässigkeit besonders auch im dualen Bereich der Berufsausbildung im Gesamtzusammenhang darzustellen und zu würdigen, werden die altbekannten Vorurteile wiederholt und rein quantitativ statistisch zu untermauern versucht. Das hat nichts mit Qualität zu tun.“

Blümke weiter: „Die Studie unterschlägt zum Beispiel, dass bei der Analyse der sozialen Hintergründe von Schülern die vertikale Durchlässigkeit des deutschen Bildungssystems eine entscheidende Rolle übernimmt. Die Auswirkungen des zweiten Bildungsweges und die Tatsache, dass inzwischen fast 50 Prozent der Studienberechtigungen in Deutschland außerhalb der Gymnasien erworben werden, werden in der Studie vollkommen beiseitegelassen. Die Bildungswege außerhalb des Gymnasiums und der ganze Bereich der anspruchsvollen beruflichen Bildung werden geradezu als minderwertig diskreditiert. Stattdessen werden z.B. mit Bezug auf Rheinland-Pfalz unter dem Stichwort „Gerechtigkeitsdimension“ die Übergänge von der Grundschule zu den weiterführenden Schulen mit ihrer regionalen Verteilung ausführlich betrachtet. Das ist extrem unseriös und ungerecht.“

„Es bleibt der Eindruck, dass mit dieser Studie wieder einmal mit einem Daten-Recycling von der Bertelsmann Stiftung der Versuch unternommen  wird, das deutsche Bildungssystem grundlegend zu diskreditieren, um aus ideologischen Gründen eine Einheitsschule in ganz Deutschland zu etablieren. Dass Deutschland auch und vielleicht gerade wegen seines differenzierten Schulangebotes die führende wirtschaftliche Stellung in der Welt erreicht hat, die es heute immer noch innehat, wird dabei gänzlich unter den Tisch fallen gelassen“, kritisierte Blümke die Kurzsichtigkeit der Studie abschließend.

Josef Zeimentz
Pressereferent
Presseerklärung vom 11.12.2014


Philologenverband zur Schulstatistik Unterrichtsversorgung - Es werden noch weitere Einstellungen für eine volle Unterrichtsversorgung benötigt.

Quelle: pixelio.de.jpg

Die Unterrichtsversorgung hat sich laut der heutigen Statistik des Bildungsministeriums im laufenden Schuljahr für die Gymnasien leicht verbessert und liegt jetzt bei 98,5 %. „Das ist zwar auf den ersten Blick eine erfreuliche Nachricht“, erklärte der Vorsitzende des Philologenverbandes Malte Blümke, „aber das bedeutet auch, dass weiterhin 1,5% des planmäßig vorgesehenen Unterrichts an den Gymnasien nicht gehalten werden, weil die Lehrkräfte in den Schulen nicht vorhanden sind.“ Blümke weiter: „Wir erkennen an, dass die Landesregierung zum Schuljahresbeginn Abstand davon genommen hat, wie ursprünglich geplant, weitere Planstellen einzusparen und statt dessen zusätzliche Einstellungen vorgenommen hat. Aber dies reicht immer noch nicht zu einer vollen Unterrichtsabdeckung, wie die neuesten Zahlen zeigen, obwohl genügend gut ausgebildete junge Lehrkräfte auch in den sogenannten Mangelfächern zur Verfügung stehen.“

Blümke weiter: „Es darf jetzt auch keine weiteren Stellenstreichungen mehr geben. Wie die neueste Statistik zeigt, sind die Schülerzahlen in den allgemeinbildenden Schulen weniger stark gesunken, als noch vor einigen Jahren prognostiziert wurde. Dies wird allgemein auf den verstärkten Zuzug nach Rheinland-Pfalz zurückgeführt, kann aber den vollen Umfang der angestiegenen Zahlen nicht vollends erklären. „Tatsache ist“, so der Vorsitzende des Gymnasiallehrerverbandes, „dass die nachweislich falschen Planungsdaten der Landesregierung auf dem Hintergrund des sogenannten Klemm-Gutachtens aus dem Jahre 2010 mit zu dieser Fehleinschätzung geführt haben.“  Bekanntlich sollten wegen des angeblichen Schülerrückgangs Einsparungen von insgesamt 2000 Lehrerstellen von 2011 bis 2016 vorgenommen werden.

Blümke hält fest: „Für die Gymnasien ist zu erwarten, dass die Schülerzahlen entgegen dem momentanen Trend mittelfristig sogar wieder steigen werden. Denn wie die neueste Statistik aus dem Bildungsministerium ebenfalls belegt, sind in den Grundschulen  die Schülerzahlen zum neuen Schuljahr wieder um 0,5 % gestiegen. Diese Schüler kommen in vier Jahren in den Gymnasien an und sollten dort eine optimale Unterrichtsversorgung vorfinden.“

Der Philologenverband ergänzt: „Nach der geltenden Schulstatistik  kommen allein an den Gymnasien zu dem jetzt statistisch erfassten strukturellen Unterrichtsausfall weitere drei Prozent temporärer Unterrichtsausfall hinzu. Nimmt man den Unterricht von Vertretungslehrkräften und nicht voll ausgebildeten Lehrkräften hinzu, so bedeutet dies,  dass auch weiterhin mehr als acht Prozent des Unterrichts an den Gymnasien entweder ausfallen oder nicht regulär erteilt werden. Deshalb werden auch in Zukunft noch weitere Einstellungen von neuen Lehrkräften an den Gymnasien dringend benötigt, damit der Unterrichtsausfall nicht wieder ansteigt.“

Der Philologenverband fordert:

1. Keine Stellenstreichungen, solange es noch Unterrichtsausfall gibt,

2. die Umwandlung von Vertretungsstellen in volle Planstellen,

3. den Aufbau einer integrierten Lehrerreserve und

4. einen Einstellungskorridor in allen Schularten.

Josef Zeimentz
Pressereferent
Presseerklärung vom 3.12.2014


Stabwechsel im Bildungsministerium

„Mit Doris Ahnen verlässt eine Ministerin das Bildungsministerium, die über mehr als ein Jahrzehnt mit großer Sachkenntnis und großem Fleiß, aber auch mit viel Engagement die Bereiche Schule und Universität in unserem Bundesland entscheidend geprägt hat und bundesweit zu den erfahrensten und profiliertesten Bildungspolitikerinnen und Bildungspolitikern gehört“, erklärte der Vorsitzende des Philologenverbandes Malte Blümke zum Stabwechsel an der Spitze des Ministeriums und ergänzte: „Auch mit ihrer Nachfolgerin Vera Reiß verbindet uns seit vielen Jahren eine ebenso kritische, aber stets konstruktive Zusammenarbeit in ihrer Funktion als bisheriger Staatssekretärin im Bildungsministerium.“ 

Blümke weiter: „Dank der pragmatischen, behutsamen und umsichtigen Art des Vorgehens der scheidenden Ministerin Doris Ahnen sind manche bundesweit propagierten Neuerungen in Rheinland-Pfalz nicht oder nur in stark reduzierter Form umgesetzt worden. So hat Rheinland-Pfalz unter der Führung von Doris Ahnen das Zentralabitur nicht eingeführt und als einziges Bundesland die flächendeckende Einführung des achtjährigen Gymnasiums nicht umgesetzt und dem Land dadurch viele Probleme erspart. Aber nicht alle Veränderungen, die in den letzten Jahren im Schulbereich vorgenommen wurden, sind auf die ungeteilte Zustimmung der gymnasialen Lehrkräfte gestoßen, und nicht alle Bedenken, auf die der Philologenverband immer wieder hingewiesen hat, konnten im Laufe der Entwicklung ausgeräumt werden, so bei der Schulstrukturreform  oder der radikalen Reform der Lehrerbildung, die sich leider als Dauerbaustelle erweist.“ 

„Wir wünschen unserer bisherigen Ministerin Doris Ahnen in ihrem neuen Amt als Finanzministerin des Landes Rheinland-Pfalz alles Gute und allzeit eine glückliche Hand und verbinden mit diesen Glückwünschen auch den Wunsch, dass unter ihrer Führung endlich das 1-prozentige Besoldungsdiktat für die Beamten aufgehoben wird und dass bei der anstehenden Verlängerung der Lebensarbeitszeit für die Beamten und speziell für die Lehrkräfte die vielen Ungerechtigkeiten und Ungereimtheiten beseitigt werden. Auch brauchen wir im Schulbereich einen dauerhaften Einstellungskorridor, um den jungen Lehrkräften eine Zukunftsperspektive zu geben und dringend notwendige Verbesserungen in den Schulen durchzuführen.

Der Philologenverband wünscht der neuen Bildungsministerin Vera Reiß ebenfalls einen guten Start in ihrem neuen Amt und allzeit eine glückliche Hand. Wir versichern, dass wir die Arbeit im Bildungsministerium, wie schon in der Vergangenheit, auch weiterhin stets kritisch, aber konstruktiv begleiten werden. Denn Bildung bedeutet Zukunft, und dafür brauchen wir auf allen Ebenen die klügsten Köpfe“, so Blümke abschließend. 

Josef Zeimentz

Pressereferent  


              

Zur Reform der Reform der Lehrerbildung - Rückrufaktion ohne echte Reparatur

Wenn eine Autofirma Serienmängel an einem Fahrzeug feststellt, ruft sie die Fahrzeuge zurück und behebt die Mängel. Dagegen hat die Landesregierung erst nach einer massivem Protestwelle aus den Schulen und Seminaren, die sich gegen die offenkundigen Mängel des überstürzt eingeführten neuen Referendariates aufgetürmt hatte, jetzt einen Reparaturversuch auf den Weg gebracht und auch den Verbänden zur Stellungnahme übersandt „Leider werden mit den jetzt geplanten  wenigen Anpassungen die eigentlichen Probleme des Referendariats für Gymnasiallehrkräfte überhaupt nicht gelöst, sondern zum Teil noch verschärft“, kommentierte der Vorsitzende des Philologenverbandes  diese Änderungsvorschläge, die schon Anfang des nächsten Jahres in Kraft treten sollen.

Grundproblem der zweiten Phase der Lehrerbildung für Gymnasiallehrkräfte ist nach Überzeugung des Philologenverbandes die mangelnde Zeit, die es den angehenden Lehrerinnen und Lehrern fast unmöglich macht, in allen Bereichen ihrer zukünftigen Tätigkeitsfelder Unterrichtserfahrung durch Hospitationen und angeleitete Unterrichtsversuche zu sammeln, zumal sie vom ersten Tag an eigenverantwortlichen Unterricht in nicht unerheblichem Maße ableisten müssen. 

„Hier werden die Lehrkräfte aller Schularten zu Unrecht in einen Topf geworfen mit dem Argument, was bei den einen ginge, könne bei den anderen nicht falsch sein“, kritisierte der Vorsitzende des Gymnasiallehrerverbandes Malte Blümke scharf. Blümke erklärte dazu: „Die Gymnasien und Integrierten Gesamtschulen mit gymnasialer Oberstufe sind die einzigen Schularten, die Schülerinnen und Schüler in 9 Jahrgängen und in 3 Schulstufen unterrichten. Sie knüpfen in der Pädagogik der Eingangsklassen an die Grundschulpädagogik und in der Oberstufe an die Erwachsenenbildung an. Sie haben zwei Fächer, in denen sie in allen Klassenstufen ausgebildet werden sollen. Das sind allein schon 6 „Erfahrungsräume“, in denen die jungen Lehrkräfte sinnvollerweise Unterrichtserfahrung sammeln sollen. Dies ist in keiner anderen Schulart der Fall und bei der gegenwärtigen zeitlichen Struktur der Ausbildung an den Schulen unmöglich, wenn es nicht zu gravierenden Qualitätseinbußen kommen soll.“

Der Philologenverband fordert die Landesregierung auf, anstatt mit dieser Reform der Reform wieder einmal nur an den Symptomen zu kurieren, die Gelegenheit zu nutzen und eine Verlängerung der Referendarzeit für Gymnasiallehrkräfte auf mindestens 21 Monate festzulegen. Gleichzeitig müssen die ersten Monate frei von eigenverantwortlichem Unterricht bleiben. „Referendare brauchen eine Zeit am Anfang des Referendariats, in der sie Unterrichtserfahrungen sammeln können, bevor sie selbst alleine vor der Klasse stehen, denn dann haben sie kaum noch die Zeit dazu. Die Praktika aus dem Studium können diese Erfahrungen nur sehr eingeschränkt ersetzen und rechtfertigen in keiner Weise die Kürzung des Referendariats nur für Gymnasiallehrkräfte um 25 Prozent gegenüber der ursprünglichen Dauer von 24 Monaten“, so Blümke.

Blümke ergänzte: „Mit dem Freihalten von eigenverantwortlichem Unterricht am Anfang des Referendariats kann auch der sich abzeichnende hohe temporäre Unterrichtsausfall in den Schulen drastisch verringert werden. Er entsteht systembedingt zwangsläufig, wenn Referendare und ausbildende Fachleiter gerade am Anfang der Ausbildung ständig unterwegs sind und den Schulen nicht für den eingeplanten Unterricht zur Verfügung stehen.“ 

Josef Zeimentz

Pressereferent           


Philologenverband zur Unterrichtsversorgung zum neuen Schuljahr - Mehr Schüler erfordern auch mehr Lehrkräfte

„Für das kommende Schuljahr werden 4000 Schüler mehr als ursprünglich geplant erwartet. An den Grundschulen und in der Sekundarstufe II (Jahrgangsstufe 10 bis 13)  haben wir sogar  insgesamt steigende Schülerzahlen.  Deshalb ist es notwendig und richtig, dass die Landesregierung mehr als 1000 Neueinstellungen in allen Schularten vorsieht“, betonte Malte Blümke, Landesvorsitzender des Philologenverbandes.

„Wir begrüßen, dass sich die Landesregierung nicht länger von den nachweislich falschen Rahmendaten des  sogenannten Klemm-Gutachtens, auf das sich die Einsparungen von geplanten 2000 Lehrerstellen bis 2016 beziehen, leiten lässt, sondern die realen Schülerzahlen für die Personalplanungen für das kommende Schuljahr zugrunde legt“, führte der Chef des Gymnasiallehrerverbandes weiter aus. 

„Nach der geltenden Schulstatistik  kommen allein an den Gymnasien zu den 2 % strukturellem Unterrichtsausfall weitere 3,1 % temporärer Unterrichtsausfall. Wenn man dazu bedenkt, dass zusätzlich Unterricht von Vertretungslehrkräften und nicht voll ausgebildeten Lehrkräften abgedeckt wird,  dann bedeutet dies, dass mehr als zehn Prozent des Unterrichts entweder ausfallen oder nicht regulär gegeben werden. Deshalb werden die vorgesehen Einstellungen, die allein für die Gymnasien sich auf rund 250 Neueinstellungen belaufen werden, dringend benötigt, damit der Unterrichtsausfall nicht noch weiter ansteigt, bestenfalls sogar reduziert wird.  Lehrerarbeitslosigkeit und Unterrichtsausfall passen einfach nicht zusammen.  Inzwischen sind genügend Bewerberinnen und Bewerber auch mit Mangelfächern auf dem Lehrerarbeitsmarkt zu finden. Es wäre ein Skandal bei der jetzigen mangelhaften Unterrichtsversorgung, gut ausgebildete und hochmotivierte junge Lehrkräfte in die Lehrerarbeitslosigkeit zu schicken“, stellte  Malte Blümke fest. 

Zusammenfassend fordert der Philologenverband:

1. Keine Stellenstreichungen, solange es noch Unterrichtsausfall gibt,

2. die Umwandlung von Vertretungsstellen in volle Planstellen,

3. den Aufbau einer integrierten Lehrerreserve und

4. einen Einstellungskorridor in allen Schularten.

Josef Zeimentz

Pressereferent                     

Quellen zur Unterrichtstatistik:

Pressemitteilung des Bildungsministeriums vom 10.6.2014; Pressemitteilung des VRB vom 10.6.2014; Statisches Landesamt Rheinland-Pfalz Bildung 1/02.01.2014; MBWWK, Unterrichtsversorgung an den allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen im Schuljahr 2013/2014, Bericht an den Landtag vom 18.12.2014; Rheinland-Pfalz, Haushaltsplan für die Jahre 2014/2015, Einzelplan 09, MBWWK, S. 5 – 9; Prof. Dr. Klaus Klemm, Zur Entwicklung des Lehrkräftebedarfs in Rheinland-Pfalz, Mai 2012

P R E S S E M I T T E I L U N G vom 10.6.14


Unterschriftenliste an Staatssekretär Hans Beckmann übergeben - Rund 4200 Gymnasiallehrerinnen und Gymnasiallehrer fordern Revision der neuen Lehrerbildung

Mitglieder des Geschäftsführenden Vorstandes des Philologenverbandes übergaben am Donnerstag, 6.3.2014, im Bildungsministerium in Mainz die 4199 Unterschriften in einem Sammelordner an Staatssekretär Hans Beckmann. v.l.n.r. Josef Zeimentz, Robert Tophofen, Staatssekretär Hans Beckmann, Malte Blümke, Markus Perabo, Cornelia Schwartz, Jochen Ring.

Rund 4200 Gymnasial-lehrerinnen und Gymnasiallehrer an den Gymnasien, Gesamtschulen, Kollegs und Studienseminaren für das Lehramt an Gymnasien in Rheinland-Pfalz fordern mit ihrer Unterschrift Korrekturen an der neuen Lehrerbildung in Rheinland-Pfalz. Die Unterschriften wurden am Donnerstag im Bildungsministerium an Staatssekretär Hans Beckmann übergeben.

Die Kolleginnen und Kollegen aus allen Regionen des Landes warnen mit ihrer Unterschrift vor den negativen Folgen der neuen Lehrerausbildung, die sich zunehmend jetzt auch in den Schulen auswirken.

Die Gymnasiallehrkräfte und der Philologenverband fordern:

1. Keine Verkürzung der Referendarzeit für Gymnasiallehrkräfte um 25 Prozent!

2. Mindestens drei Monate Zeit nur zum Hospitieren und Hineinwachsen in die neue Lehrerrolle für die Referendarinnen und Referendare vor ihrem eigenverantwortlichen Unterrichten!

3. Mehr Kontinuität und Planungssicherheit für die Schulen durch eine stets gleichmäßige Anzahl von Stunden an eigenverantwortlichem Unterricht nach der Einführungsphase!

Die Referendarzeit für Gymnasiallehrkräfte, in der die jungen Lehrerinnen und Lehrer ihre praktische Ausbildung für ihre tägliche Arbeit in den Schulen erhalten sollen, wurde im Zuge der Neustrukturierung der Lehrerbildung um 25 Prozent von 24 auf 18 Monate gekürzt. Begründet wird diese Kürzung unter anderem damit, dass die neuen Lehrkräfte im Verlaufe ihrer Ausbildung an der Universität schon mehrere Praktika in den Schulen absolviert und damit einen Teil der Praxis erlernt hätten. „In Wirklichkeit haben aber diese Lehramtsstudierenden aufgrund der realen Struktur der Praktika maximal acht Unterrichtsstunden unter Anleitung vor einer Klasse gestanden. Dies kann niemals ein Ersatz für ein halbes Jahr intensive Ausbildung im Studienseminar unter Anleitung von  erfahrenen Fachleiterinnen und Fachleitern sein“, so Malte Blümke, Vorsitzender des Philologenverbandes.

Zudem sind die neuen Referendarinnen und Referendare  jetzt verpflichtet, von Anfang an 4 Stunden in der Woche eigenverantwortlichen Unterricht zu erteilen, nach einem halben Jahr dann sogar 10 Stunden. Sie tragen so zu Stelleneinsparungen an den Schulen im Umfang von insgesamt 238 Planstellen bei. „Fatal dabei ist“, so Blümke, „dass die jungen Lehrkräfte auf diese Weise nicht nur ihren fertig ausgebildeten Kolleginnen und Kollegen einen Teil der Stellen wegnehmen, sondern selbst auch immer weniger Zeit haben, um durch erfahrene Kolleginnen und Kollegen in deren Unterricht in den immerhin neun Klassenstufen am Gymnasium Anleitung und Ratschläge zu bekommen.“

Auch die Schulen sind mit neuen Problemen konfrontiert. „Das neue System führt zwangsweise zu einem wesentlich häufigeren Lehrerwechsel in den Klassen und Kursen“, so Blümke und erklärt. „Dies bringt nicht nur größere Unruhe in die Schulen, sondern kann gerade für Unter- und Mittelstufenklassen geradezu destabilisierend wirken, wenn feste Bezugspersonen,  die ein wesentlicher Faktor für erfolgreiches Lernen gerade der schwächeren Schülerinnen und Schüler sind, wegen der neuen Form der Lehrerbildung häufig wechseln“ . 

„Auch das Vorziehen des Einstellungstermins im Winter um zwei Wochen, in denen die neuen Referendare in Schnellkursen auf ihre bevorstehende Unterrichtstätigkeit vorbereitet werden sollen, bringt wenig, denn die zwei Wochen werden am Ende der Ausbildungszeit wieder abgezogen. Außerdem ist die Zeit viel zu kurz, um die jungen Lehrkräfte auf ihre komplexe eigenverantwortliche Lehrertätigkeit in den verschiedenen Klassenstufen des Gymnasiums vorzubereiten“, so Blümke.

Josef Zeimentz

Pressereferent


Kampf gegen das „5x1%-Besoldungsdiktat“ Zwischenerfolg - Besoldung genügt nicht den Anforderungen des Grundgesetzes !!

13.1.2014

Das Bundesverfassungsgericht soll entscheiden, ob das rheinland-pfälzische Besoldungsgesetz mit dem Grundgesetz vereinbar ist. Einen entsprechenden Beschluss hat das Verwaltungsgericht Koblenz am 09.01.2014 veröffentlicht. Damit ist ein Zwischenerfolg erreicht im Kampf des Deutschen Beamtenbundes gegen die gesetzliche Festlegung des Landes, dass sich die Besoldung der rheinland-pfälzischen Beamten und Richter von 2012 bis 2016 um jeweils nur ein Prozent pro Jahr erhöhen soll.  

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Die Folgen des neuen Referendariats (VD-Gym) für die Kolleginnen und Kollegen an den Schulen

6.1.2014

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

mit dem neuen Jahr und dem nächsten Referendareinstellungstermin zum 15. Januar 2014 werden die Folgen des neuen Referendariats auch für die Schulen immer deutlicher, und das, obwohl der Großteil der neu eingestellten Referendare noch nach dem alten System ausgebildet worden ist.

Personalratswahlen 2013 - Überragender Vertrauensbeweis für den Phiologenverband

Die Personalratswahlen 2013 sind vorüber, und der Philologenverband hat mit rund 75 % der Stimmen an den Gymnasien ein überragendes Spitzenergebnis erzielt. Auch bei den Integrierten Gesamtschulen konnten wir mit der gemeinsamen Liste mit dem Verband Deutscher Realschullehrer (VDR) unseren bisherigen Stimmenanteil ausbauen und sowohl im Bezirks- als auch im Hauptpersonalrat je einen Sitz hinzugewinnen. Wir verstehen dieses Ergebnis als überzeugende Bestätigung unserer bisherigen Arbeit und als nachhaltigen Auftrag für unseren zukünftigen Einsatz für die gymasiale Bildung und deren Rahmenbedingungen.

Die Ergebnisse der Wahlen in den einzelnen Schulen und für die jeweiligen Stufenvertretungen finden Sie hier und in unserem Heft "So haben Sie gewählt."

Personalratswahlen 2013

Die Personalratswahlen für die Gymnasien, Kollegs und Studienseminar finden vom 22. Mai 2013 bis 28. Mai 2013 statt.

zur Handreichung für Wahlvorstände (pdf)     zu den Musterformblättern (pdf) oder Initiates file downloadMuster.doc

 

Anmerkung: Die Termine für die Personalratswahlen an den Integrierten Gesamtschulen (13.5.-17.5.13) gelten entsprechend.

 



Liebe Kolleginnen und Kollegen,


bitte gehen Sie wählen und geben Sie unseren Kandidatinnen und Kandidaten des Philologenverbandes bei den Gymnasien und unserer gemeinsamen Liste mit dem Verband Deutscher Realschullehrer bei den IGSen Ihre Stimme.

Nur der Philologenverband vertritt die Interessen der Gymnasiallehrerinnen und Gymnasiallehrer zu einhundert Prozent !!

Ihre Kandidaten für den

HPR Gymnasien u. Kollegs
BPR Gymnasien u. Kollegs

HPR PhV/VDR IGS 
BPR PhV/VDR IGS


Jetzt anmelden: Bundesweiter Wettbewerb für Lehrkräfte - „Deutscher Lehrerpreis – Unterricht innovativ“

Der „Deutsche Lehrerpreis – Unterricht innovativ“ – eine Initiative des Deutschen Philologenverbands und der Vodafone Stiftung Deutschland – prämiert jedes Jahr 16 Lehrerpersönlichkeiten und sechs Unterrichtskonzepte.

Initiates file downloadmehr         siehe auch: www.lehrerpreis.de


Gymnasialtag des Deutschen Philologenverbandes (DPhV)

Der Deutsche Philologenverband (DPhV) veranstaltet am 8. März 2013 einen deutschlandweiten Gymnasialtag im Campus Westend der Goethe-Universität Frankfurt am Main. Der DPhV wird die Teilnahmegebühr für Mitglieder übernehmen. Anmeldungen bitte an die Landesgeschäftsstelle in Mainz oder direkt an den Deutschen Philologenverband in Berlin (siehe Infoblatt).

ANMELDUNG VELÄNGERT BIS 18.2.2013 !!!

Infoblatt (pdf)                  Plakat (pdf)


 

 

Musterverfahren gegen das Besoldungsdiktat - Kein (Muster-)Antrag mehr nötig

Die Kampagne des Philologenverbandes und der übrigen dbb-Gewerkschaften gegen das ungerechte Besoldungsdiktat der Landesregierung zeigt einen ersten Erfolg. Innerhalb kurzer Zeit nach unserem Aufruf überschwemmten 2.500 Widersprüche die OFD. Nun hat das Finanzministerium die Notbremse gezogen und verkündet: Sollten die dbb-Musterklagen erfolgreich sein, so würden alle Landesbeamte automatisch am Verfahrensausgang teilhaben.

D.h., Der von uns veröffentlichte Musterantrag braucht nicht gestellt zu werden!

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Gymnasialtag 2012

Der Philologenverband lädt auch in diesem Schuljahr wieder zu einem Gymnasialtag ein. Er steht unter dem Motto "Gymnasium gestalten" und findet statt am Montag, den 29. Oktober 2012, im Erbacher Hof in Mainz.

 

Programm          Beschreibung der Workshops

 


Schülergedichtwettbewerb 2012

Auch  2012 ist Trier wieder der Austragungsort des größten deutschen Schülergedichtwettbewerbs „lyrix“, der von Deutschlandfunk und dem Deutschen Philologenverband getragen wird. Mit dem rheinischen Landesmuseum und dem städtischen Museum Simeonstift sind im September 2012 sogar zwei Museen mit von der Partie.

Information über den Gedichtwettbewerb       Einladung        Anmeldeformular     

Einladung zur Eröffnunsveranstaltung am 4. September im Rheinischen Landesmuseum Trier 

 


 

Infoblatt erschienen

Faltblatt Seite 1

Infoblatt für angehende Gymnasiallehrkräfte erschienen

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"Schluss mit dem Bildungsgerede! Eine Anstiftung zu pädagogischem Eigensinn"

Autor Michael Felten präsentierte am 6. März sein neuestes Buch im Hauptvorstand des Philologenverbandes in Mainz

Zum Flugblatt über Michael Felten und sein neuestes Buch


Philologenverband im Gutenberg-TV

Diskussion über Bildungspolitik

mit dem Landeschef des Philologenverbandes Malte Blümke und der Staatssekretärin im Bildungsministerium Vera Reiß.  Auch dabei: Bernd Karst, VDR-Landesvorsitzender; Titel der Sendung: "gut gelebt - spezial" Sendung anschauen oder herunterladen:

http://gutenberg.tv/mediathek_single.php?id=13057

 


 

3.500 Demonstranten gegen die Sparpolitik

Das Fahnenmeer des Philologenverbandes bei der Großdemo am 3.11.2011 vor dem Landtag in Mainz

Anlässlich einer Anhörung vor dem Haushalts- und Finanzausschuss des Landtages zum strittigen Regierungsent wurf eines „Ersten Dienstrechtsänderungsgesetzes zur Verbesserung der Haushaltsfinanzierung" kamen unter anderem Lehrkräfte, Polizisten, Finanz- und Kommunalbeamte, Pensionäre, aber auch Angestellte sowie Rentner des öffentlichen Dienstes auf dem Mainzer Deutschhausplatz zusammen, um gegen die rot-grünen Sparpläne zu protestieren.

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