Koblenzer Initiative zur Leseförderung: Podiumsdiskussion am 15.11.2019 im Koblenzer Rathaus

Im Anschluss an ein Referat des Lesedidaktikers Edgar Hammes (Universität Koblenz, rechts im Bild) diskutierten Experten und Engagierte über Möglichkeiten zur Verbesserung der Lesekompetenz - mit dabei Jochen Ring (Referent für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit).

Vertreterversammlung 2019

Impressionen vom Tagungsort in Kaiserslautern

Landesvorsitzende Cornelia Schwartz am 13.11.2019 in der SWR-Landesschau

Am Vorabend der Vertreterversammlung des Philologenverbandes Rheinland-Pfalz in Kaiserslautern wurde Landesvorsitzende Cornelia Schwartz zu Fragen der Bildungspolitik, insbesondere zu Auswirkungen der Digitalisierung auf die Schulen, interviewt. (Foto: Jochen Ring)

SWR1 Leute spezial Bildung für die Zukunft – Die Baustelle des Jahrhunderts

Podiumsdiskussion am 12.11.2019 in der Aula des Frauenlob-Gymnasiums in Mainz

Es diskutierten unter der Moderation von Claudia Deeg (Mitte) auf dem Podium Hans Beckmann, Staatssekretär im rheinland-pfälzischen Bildungsministerium (2.v.l.), Cornelia Schwartz, Vorsitzende des rheinland-pfälzischen Philologenverbands (2.v.r.), Valentin Helling, Lernbegleiter und Experte für Digitale Bildung der Schule des Jahres 2019, Alemannenschule Wutöschingen (3.v.r.), Dr. Markus Reinbold, Vorsitzender des Arbeitskreises Christlich-Demokratischer Lehrerinnen und Lehrer (1.v.l.), Dejan Mihaijlovic, Bildungsreferent, Digitalisierungsexperte und Autor (1.v.r.) und Lilly Adam, Schülerin. Weitere Informationen auf der Homepage von SWR 1.

Mainzer Bildungsgespräche am 04.11.2019

Am Montag, dem 04.11.2019, trafen sich im Fraktionssaal der CDU-Landtagsfraktion zahlreiche Expertinnen und Experten zum Erfahrungsaustausch über das Thema "Die beste Grundschule für Rheinland-Pfalz". Für den Philologenverband nahmen Landesvorsitzende Cornelia Schwartz und Pressereferent Jochen Ring teil. Im Foto v.l.n.r.: Jochen Ring, Anke Beilstein (Bildungspolitsche Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion), Cornelia Schwartz, Christian Baldauf (Fraktionsvorsitzender der CDU-Landtagsfraktion).

50 Jahre Deutscher Lehrerverband

Jubiläumsveranstaltung am 11.11.2019 in der Akademie der Konrad-Adenauer-Stiftung in Berlin

Einen Spannungsbogen, der von den Ursprüngen des Deutschen Lehrerverbandes im Jahr 1969 bis zu den Herausforderungen des 21. Jahrhunderts, konkret bis 2069 reichte, bot die Festveranstaltung zum 50-jährigen Jubiläum des Deutschen Lehrerverbandes am 11.11.2019 in der Akademie der Konrad-Adenauer-Stiftung in Berlin. In seiner Begrüßungsrede charakterisierte der Hausherr der Akademie, Prof. Dr. Norbert Lammert, Bundestagspräsident a.D., 1969 einerseits als das Geburtsjahr des Deutschen Lehrerverbandes, andererseits als das Jahr, in dem die erste Große Koalition im Nachkriegsdeutschland zerbrach. Ähnlich wie Christoph Türcke, Autor des bekannten Buches „Digitale Gefolgschaft“ und Festredner bei der Vertreterversammlung des Philologenverbandes Rheinland-Pfalz am 14.11.19 in Kaiserslautern, wies Lammert auf die Veränderungen der politischen Kultur und der politischen Urteilsbildung bei Jugendlichen, die durch Google und Youtube sozialisiert werden, hin. Auch unter den veränderten Bedingungen, so Heinz-Peter Meidinger, Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, müsse schulisches Lernen als Gemeinschaftsprozess definiert und die Relevanz gut strukturierten Unterrichts betont werden. In der von Prof. Dr. Susanne Lin-Klitzing, Vorsitzende des Deutschen Philologenverbandes, moderierten Diskussion zwischen Josef Kraus, Ehrenpräsident des Deutschen Lehrerverbandes, und Dr. Tanjev Schultz, Professor für Journalismus an der Universität Mainz, lief der Träger des Bundesverdienstkreuzes und Publizist Kraus wieder einmal zu Hochform auf. Der Schöpfer des Begriffs der „Helikopter-Eltern“ sprach jetzt von „Kampfhubschrauber-Eltern“, beklagte eine politisch motivierte „Entprofessionalisierung“ des Lehrerberufs und schlussfolgerte, dass, wenn der Lehrerberuf „sozialpädagogisiert“ wird, der Bildungsanteil in der Lehrerrolle vermindert werde. Im Sinne der von Meidinger für notwendig erachteten fortlaufenden Erweiterung des Methodenrepertoirs von Lehrkräften exemplifizierte ein Video aus dem Online-Mathetutorial des anwesenden Inhabers des Youtube-Bildungskanals „Mathe by Daniel Jung“ die unterrichtlichen, insbesondere aber außerunterrichtlich nutzbaren Möglichkeiten digitaler Lernplattformen. Die Prof. Gert de Haan, Institut Futur – Erziehungswissenschaftliche Zukunftsforschung an der Freien Universität Berlin, sowie Jasson Jakovides, Fields Institute Berlin, vorgelegte Frage, ob 2069 noch Lehrkräfte gebraucht würden, wurde in ihren diversen Facetten beleuchtet. Zuversichtlich gestimmt wurden die zahlreich erschienenen Lehrkräfte durch die Prognose von Daniel Jung, der davon ausgeht, dass aufgrund der Nicht-Substituierbarkeit des Beziehungsgeschehens zwischen Lehrenden und Lernenden der Beruf des Lehrers im Jahr 2030 gerade in Zeiten des Aufschwungs Künstlicher Intelligenz zu einem der bestbezahlten überhaupt gehören werde.

100 Jahre Waldorfschule: Welche Bildung brauchen wir heute?

Ein Podiumsgespräch der Freien Waldorfschule Trier am 07.11.2019 in den Viehmarktthermen

Unter der klugen und kompetenten Moderation von Inge Michels fand am 07.11.2019 in den Trierer Viehmarktthermen eine Podiumsdiskussion zu dem Thema „Welche Bildung brauchen wir heute? … und was muss Schule als Lebensvorbereitung leisten?“ statt. Elternvertreter Armin Neises berichtete anschaulich von den Erfahrungen seiner vier Söhne an einer Waldorfschule. Prof. Dr. Michaela Brohm-Badry, vor ihrer Universitätstätigkeit selbst Lehrerin für Musik, lobte ihren eigenen Unterricht, warb für ihr Buch zu Fragen des Glücks, das in Österreich auf der Bestsellerliste stehe, insistierte auf dem wissenschaftlichen Anspruch ihrer Aussagen, schimpfte auf die gymnasialen Lehrkräfte, die in der Vergangenheit ihre Fortbildungen besucht hätten und plädierte, so wörtlich, für die „Einheitsschule“. Im Gegensatz zu seiner Kollegin von der staatlichen Universität stellte der Waldorf-Pädagoge Prof. Dr. Jost Schieren, Alanus-Hochschule Alfter, seine Fähigkeit zur Selbstkritik unter Beweis. Er leugnete nicht, dass die Schriften Rudolf Steiners problematische Textpassagen enthielten und beschrieb exklusive Tendenzen deutscher Waldorfschulen, die ihrem ehemaligen Anspruch, Schulen für Arbeiterkinder zu sein, entgegenliefen. Jochen Ring, Pressereferent des Philologenverbandes, stimmte mit Neises und Schieren darin überein, dass zu einer ganzheitlichen Bildung ein ungekürzter und qualitätsvoller Musik-, Kunst- sowie Sportunterricht gehöre, skizzierte den Begriff gymnasialer Bildung, kritisierte gleichzeitig jedoch auch einen sich beschleunigenden Akademisierungswahn und wies den in der lebhaften Debatte zur Diffamierung des erfolgreichen mehrgliedrigen Schulsystems verwendeten Kampfbegriff der Selektion aufs Schärfste zurück. (Foto: Elisabeth Kühn)

Medien- und Urherberrecht in Schule und Studienseminar

Der Beitrag, ein Interview mit unserer Justitiarin, RA Antonia Dufeu, ist im Rahmen des Leuchtturmprojekts "Digitale Bildung" der staatlichen Studienseminare entstanden. Er richtet sich zwar primär an
Lehramtsanwärter, ist aber sicherlich für jede Lehrkraft interessant.

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Jugendaktion „Mensch, Maschine!“ erklärt Künstliche Intelligenz

Bundesministerium für Bildung und Forschung initiiert Jugendaktion im Wissenschaftsjahr 2019

Rechtschreibung in der Grundschule - Interview mit Cornelia Schwartz

Am 01. Juli 2019 hat RPR 1 ein Interview, das die Moderatoren John Seegert und Olaf Holzbach mit der Landesvorsitzenden des Philologenverbandes, Cornelia Schwartz, zum Thema Rechtschreibung in der Grundschule geführt haben, gesendet. Sie finden den Beitrag hier.

Siegener Erklärung zur Schrift in der Schule

Der Philologenverband Rheinland-Pfalz unterstützt eine Petition zum Erlernen der Handschrift in der Schule. Wenn Sie sich ebenfalls für das Erlernen einer verbundenen Handschrift in der Grundschule stark machen wollen, tragen auch Sie sich in der Petitionsliste ein: http://chng.it/FYxVFCSp4s. Sie müssen dazu lediglich Ihren Vor- und Nachnamen sowie Ihre E-Mail-Adresse angeben. Eine Unterschrift ist nicht notwendig.

 

„Deutscher Lehrerpreis – Unterricht innovativ“ 2019

Seit 2009 werden im Rahmen des bundesweiten Wettbewerbs „Deutscher Lehrerpreis – Unterricht innovativ“ Lehrkräfte-Teams ausallen Schularten des Sekundarbereiches für ihr besonderes Engagement und ihre innovativen und fächerübergreifenden Unterrichtskonzepte ausgezeichnet. Ziel des Wettbewerbs, der von der Vodafone-Stiftung Deutschland und dem Deutschen Philologenverband getragen wird, ist es, die öffentliche Wertschätzung des Lehrerberufs zu steigern und den Ideenaustausch zwischen Lehrerinnen und Lehrern zu fördern. Uns liegt es am Herzen, Impulse für guten Unterricht in Deutschland flächendeckend zu verbreiten.
Der „Deutsche Lehrerpreis – Unterricht innovativ“ wird in zwei Kategorien vergeben:
In der ersten Kategorie „Schüler zeichnen Lehrer aus“ nominieren Schülerinnen und Schüler des Abschlussjahrgangs 2019 (bzw. 2018) besonders engagierte Lehrerinnen und Lehrer, die das verantwortungsvolle Miteinander von Schülern und Lehrern fördern und deren soziale Kompetenz sie persönlich erlebt haben. Die zweite Kategorie des Wettbewerbs „Unterricht innovativ“ wendet sich unmittelbar an Lehrerinnen und Lehrer aus dem Sekundarbereich an deutschen Schulen, die fächerübergreifend unterrichten und im Team zusammenarbeiten. Wir laden alle interessierten Pädagoginnen und Pädagogen ein, ihre kreativen und innovativen Unterrichtskonzepte einzureichen, die nachhaltig zu einer Verbesserung der Unterrichtsqualität beitragen. Durch die Veröffentlichung der besten Unterrichtsideen wird ein wichtiger Beitrag zur Breitenwirkung von gutem Unterricht geleistet.

Die Frist für die Einreichung der vollständigen Bewerbungsunterlagen ist für beide Kategorien der 24. Juni 2019, weitere Informationen zum Wettbewerb und den Teilnahmebedingungen finden Sie zudem im Internet unter www.lehrerpreis.de.

„Das Gymnasium in Zeiten der Digitalisierung“ – Eine Fachtagung des Deutschen Philologenverbandes

Im voll besetzten Hörsaal des Wissenschaftszentrums Bonn fand am 1. April 2019 der Vortrags- und Diskussionsteil der bundesweiten Fachtagung des DPhV zu den die gymnasiale Bildung tangierenden Aspekten der Digitalisierung statt. Bundesvorsitzende Prof. Dr. Susanne Lin-Klitzing betonte in ihrer Einführungsrede, dass auch in Zeiten der Digitalisierung Selbstreflexivität und Selbstdistanzierung die wichtigsten Bildungsziele des Gymnasiums darstellten. In seinem Vortrag zur grundsätzlichen Aufgabenbestimmung des Gymnasiums erläuterte Prof. Dr. Jürgen Oelkers, dass die Basis des allgemeinen Vertrauens in die Schule die Fachlichkeit sei, dass daher der Weg der Digtalisierung, den die Schulen nun nähmen, zur Stärkung der Fachlichkeit führen müsse. Dr. Frank Reinhold verwies auf die signifikanten positiven Effekte beim Einsatz digitaler Medien auf die Leistungen gerade schwächerer Schüler, relativierte jedoch zugleich, dass seine Untersuchungen nur auf den Mathematikunterricht in der 6. Klasse zum Thema Bruchrechnung an bayerischen Mittelschulen rekurrierten und kontextualisierte seine Forschungsergebnisse in der Hinsicht, dass der positive Einfluss digitaler Medien tendenziell höher ausfalle, wenn diese als Ergänzung zu traditionellen Medien eingesetzt würden und wenn der Lehrer sich nicht vollständig aus dem Unterrichtsgeschehen herausziehe. Prof. Dr. Jorge Groß beklagte den durch die zögerliche Politik entstandenen Innovationsstau an deutschen Schulen. Zahlreiche Workshops rundeten das Angebot eines durch und durch gelungenen Gymnasialtages ab.

Online-Befragung zur Stressbelastung von Lehrkräften - Die Universität Duisburg-Essen bittet um Unterstützung eines Forschungsprojektes

Liebe Lehrkräfte,

im Rahmen meiner Promotion an der Fakultät für Bildungswissenschaften der Universität Duisburg-Essen, untersuche ich die Bedingungen gesunden Lehrens im Hinblick auf die Stressbelastung von Lehrkräften durch die Trennung bzw. Vermischung von Privat- und Berufsleben. Mit Ihrer Teilnahme leisten Sie einen wichtigen Beitrag zur Erforschung der Rahmenbedingungen gesunden Lehrens und des nachhaltigen pädagogischen Arbeitens. Und schaffen so eine Grundlage für die zukünftige Verbesserung Ihres Arbeitsumfeldes. Folgend erhalten Sie einen Link über den Sie zu der Online-Befragung gelangen. Diese Befragung wird ca. 15-20 Minuten dauern. Ich würde Sie bitten, sich einen Moment zu nehmen, um den Fragebogen auszufüllen.

https://ww3.unipark.de/uc/bellingrath_Universit__t_Duisbur/4bf1/

Ich freue mich sehr, wenn Sie diesen Link auch an andere Lehrkräfte weiterleiten. Vielen Dank für Ihre Unterstützung meines Forschungsprojektes!

Herzliche Grüße

M.A. Margit Rüter-Hüsgen

Arbeitsgruppe Prof. Dr. Silja Bellingrath
Fakultät für Bildungswissenschaften
Universität Duisburg-Essen
Email: margit.rueter-huesgen(at)uni-due.de
Telefon: 0201 183-6349

Wie lernen Grundschüler am besten die Rechtschreibung?

Eine aktuelle Studie der Universität Bonn gibt Auskunft.

Näheres erfahren Sie hier.

„Essstörungen- Was kann ich tun? Eine Information für Lehrkräfte, pädagogische und psychosoziale Fachkräfte“

Weitere Informationen finden Sie hier.

 

Pressemitteilung: Philologenverband Rheinland-Pfalz bestätigt Cornelia Schwartz im Amt der Landesvorsitzenden

Unter dem Motto „Lernen ist Beziehung“ fand am 16. und 17. November 2017 im Konferenzzentrum Schloß Waldthausen in Mainz-Budenheim die Vertreterversammlung des Philologenverbandes Rheinland-Pfalz, der Berufsvertretung der Gymnasiallehrerinnen und -lehrer an rheinland-pfälzischen Gymnasien, Kollegs, Integrierten Gesamtschulen und Studienseminaren für das Lehramt an Gymnasien, statt. Die rund 160 Vertreterinnen und Vertreter wählten im ersten Teil der Veranstaltung den Geschäftsführenden Vorstand des Verbandes, legten im weiteren Verlauf die mittelfristige Verbandspolitik fest und beschäftigen sich in ihren Anträgen mit aktuellen Themen wie Unterrichtsversorgung, Einstellungssituation, Lehrkräftebildung, Inklusion, Unterricht für jugendliche Migranten und Herausforderungen durch die Digitalisierung.

Bei der öffentlichen Veranstaltung mit Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig forderte die wiedergewählte Landesvorsitzende, Cornelia Schwartz, die Anerkennung des mehrgliedrigen Schulsystems als Garant für soziale Leistungsgerechtigkeit, den Erhalt der Förderschulen und vermehrte Anstrengungen der Politik, damit das Gymnasium weiterhin eine Erfolgsschulart bleibt. Dazu sei seitens des Bildungsministeriums „ein Weniger an Gängelei und ein Mehr an Zutrauen“ in das pädagogische Ethos der Lehrenden hilfreich. Die Politik müsse immer wieder daran erinnert werden, dass das Kerngeschäft der Lehrkräfte der Unterricht sei, diese jedoch „mit ganz anderen Aufgaben zugeschüttet werden“. Konkret forderte die Landesvorsitzende außerdem die Abschaffung der sogenannten Abiturvorgriffstunde in der MSS 13, die finanzielle Anerkennung der Arbeit der Lehrkräfte durch die Regelbeförderung nach A 14 und die Rückkehr zu einem zweijährigen Referendariat, da nur die volle Länge der berufspraktischen Ausbildung gewährleiste, dass gymnasiale Lehrkräfte der immer anspruchsvoller werdenden Tätigkeit gerecht werden können.

Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig unterstrich in ihrer Rede die Dialogbereitschaft des Ministeriums und das Bemühen der Landesregierung, Schülerinnen und Schülern den höchsten Bildungsabschluss zu ermöglichen, der ihren Begabungen und Fähigkeiten entspricht. Dazu gehöre der Fortbestand der Förderschulen und die Beibehaltung des Abschlusses der Berufsreife.

Der Vorsitzende des Deutschen Philologenverbandes und Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, wandte sich gegen einen an Zahlen fixierten bildungspolitischen Aktionismus, wie er in den aktuellen Vereinbarungen der künftigen Jamaika-Koalition zum Ausdruck komme, und plädierte für eine Rückbesinnung auf das Humboldt'sche Bildungsverständnis, das auf die „innere Freiheit des Individuums ziele“. Jürgen Kettner, stellvertretender Vorsitzender des dbb Rheinland-Pfalz, dankte Cornelia Schwartz für die exzellente Kooperation im Deutschen Beamtenbund und erntete Beifall für die Aussage, dass Lehrer keine Leiharbeiter seien. Er warnte vor einem Einheitsschulsystem zu Lasten des Gymnasiums als eigenständiger Schulart.

Den Festvortrag für diese Veranstaltung, die im Zweijahresrhythmus durchgeführt wird, hielt Dr. Matthias Burchardt, Universität Köln. Seine Ausführungen zum Thema „Zwischen Arbeitsblatt und Bildschirm – Neue Lernkultur oder Kaspar-Hauser-Pädagogik?“ wendeten sich gegen eine Bildungsideologie, die ökonomische Prinzipien pädagogischen Grundsätzen überordne und auf Vereinzelung statt auf Klassengemeinschaft beziehungsweise gesellschaftlichen Zusammenhalt setze. Vereinzelung ereigne sich dort, wo unter dem Motto des selbsttätigen Lernens der Lehrer zum Lernbegleiter degradiert werde, wo Schülerinnen und Schüler nicht als Menschen, sondern auf der Grundlage einer seelenlosen Kybernetik als „sich selbst regulierende Lernroboter“ angesehen werden und wo die „Imperative des Schüler-Arbeitsblattes“ die Zuwendung der Lehrkraft überflüssig machen sollen. Gymnasiale Bildung stelle im Gegensatz dazu, so Dr. Burchardt, eine Anleitung zur Autonomie dar, mit dem Resultat, dass folgende Missverständnisse, die derzeit durch die Politik geschürt werden, ausgeschlossen werden müssen:

„Gymnasium bedeutet nicht vorrangig Betreuung.“

„Das Gymnasium ist kein Gastronomiebetrieb mit pädagogischem Rahmenprogramm.“

„Das Gymnasium ist kein Kompensatorium für gescheiterte Sozialpolitik.“

„Das Gymnasium ist kein Zertifikatsdiscounter.“

Bei den Vorstandswahlen der Delegiertenversammlung wurde Cornelia Schwartz (Speyer) in geheimer Wahl im ersten Wahlgang mit überwältigender Mehrheit (97,8 % der abgegebenen gültigen Stimmen) im Amt der Landesvorsitzenden bestätigt. Ebenfalls gewählt bzw. wiedergewählt wurden von den Delegierten: Sigrid Janotta-Fischer (Cochem) und Robert Tophofen (Kaiserslautern) als stellvertretende Vorsitzende, Wolfgang Arneth (Lahnstein) und Dr. Thomas Knoblauch (Mainz) als Rechtsreferenten, Jochen Ring (Linz) als Referent für Öffentlichkeitsarbeit, Ralf Hoffmann (Bendorf) als Bildungsreferent, Heike Mohr-Mumbauer (Traben-Trarbach) als Referentin für Frauenfragen und Gleichstellung, Kristina Friebis-Kau (Bad Sobernheim) als Referentin für die Interessen der Jungen Philologen und Markus Perabo (Mainz) als Schatzmeister.

Jochen Ring, Pressereferent und Cornelia Schwartz, Landesvorsitzende