Siegener Erklärung zur Schrift in der Schule

Der Philologenverband Rheinland-Pfalz unterstützt eine Petition zum Erlernen der Handschrift in der Schule. Wenn Sie sich ebenfalls für das Erlernen einer verbundenen Handschrift in der Grundschule stark machen wollen, tragen auch Sie sich in der Petitionsliste ein: http://chng.it/FYxVFCSp4s. Sie müssen dazu lediglich Ihren Vor- und Nachnamen sowie Ihre E-Mail-Adresse angeben. Eine Unterschrift ist nicht notwendig.

 

Digitalisierung mit Sinn und Verstand

BLICK 320

Den Leitartikel unserer Landesvorsitzenden, der auch in anderen Bundesländern auf großes Interesse stößt, finden Sie hier.

„Macht kaputt, was euch kaputt macht“? - Ein Plädoyer für das (gewaltlose) Durchbrechen von vermeintlichen Alternativlosigkeiten auf der Tagung der Gesellschaft für Bildung und Wissen e.V. in Wuppertal

Obwohl der durch Rio Reiser bekannt gewordene Satz „Macht kaputt, was euch kaputt macht“ mehrfach auf der von der Gesellschaft für Bildung und Wissen am 04.05.2019 in Wuppertal durchgeführten Tagung „Time for Change? – Teil II: Im Hamsterrad. Schule zwischen Überlastung und Anpassungsdruck“ zu hören war, dürfte der von dieser wichtigen Veranstaltung ausgehende Ruf nach Veränderung des sich immer totalitärer gerierenden Systems universitärer und schulischer Bildungssteuerung bei den Teilnehmern, mehrheitlich Lehrerinnen und Lehrer, auf einen friedlich gestimmten Resonanzboden gefallen sein. Einen sinnvollen Beitrag zu dem Bemühen, Freiheit als Kern pädagogischen Wirkens zu rehabilitieren, lieferte der besonnene ehemalige schweizerische Schulleiter Prof. Dr. Carl Bossard, der das von ihm über viele Jahre hinweg praktizierte Prinzip der „subversiven Unterlassung“ zur Nachahmung empfahl. In dieselbe Richtung ging Michael Rudolph, der mittlerweile prominente Leiter der Berliner Bergius-Schule, die sich durch seine Tätigkeit vom im sozialen Brennpunkt angesiedelten Sorgenkind zur Vorzeigeanstalt gemausert hat. Rudolph betonte die Rolle des Schulleiters als „Dienstleister meiner Lehrer“, der auch im Konfliktfall den Kolleginnen und Kollegen Rückhalt verschaffen müsse, realistische Ziele setze und den Bedürfnissen der Schülerinnen und Schüler sowie der Lehrerinnen und Lehrer absoluten Vorrang einräume vor den behördlichen Zumutungen von Schulaufsicht und Schulinspektion. Den theoretischen Unterbau für die gelungene Tagung lieferten insbesondere Prof. Dr. Jochen Krautz, der sie auch moderierte, sowie Dr. Matthias Burchardt, der bedenkliche Verschiebungen vom traditionellen, auf Humanismus, Personalität und Autonomie zielenden Bildungssystem hin zu einer von Ökonomismus und Sozialtechnologie bestimmten Schulentwicklung analysierte und kritisierte. Jochen Ring

Gymnasialtag des DPhV in Bonn am 28.09.2019

Die Veranstaltung wurde vom ILF als Lehrerfortbildung anerkannt. Es wurde die ILF-Nummer 19i101003 dafür vergeben.

Ausschreibung und Programm

„Deutscher Lehrerpreis – Unterricht innovativ“ 2019

Seit 2009 werden im Rahmen des bundesweiten Wettbewerbs „Deutscher Lehrerpreis – Unterricht innovativ“ Lehrkräfte-Teams ausallen Schularten des Sekundarbereiches für ihr besonderes Engagement und ihre innovativen und fächerübergreifenden Unterrichtskonzepte ausgezeichnet. Ziel des Wettbewerbs, der von der Vodafone-Stiftung Deutschland und dem Deutschen Philologenverband getragen wird, ist es, die öffentliche Wertschätzung des Lehrerberufs zu steigern und den Ideenaustausch zwischen Lehrerinnen und Lehrern zu fördern. Uns liegt es am Herzen, Impulse für guten Unterricht in Deutschland flächendeckend zu verbreiten.
Der „Deutsche Lehrerpreis – Unterricht innovativ“ wird in zwei Kategorien vergeben:
In der ersten Kategorie „Schüler zeichnen Lehrer aus“ nominieren Schülerinnen und Schüler des Abschlussjahrgangs 2019 (bzw. 2018) besonders engagierte Lehrerinnen und Lehrer, die das verantwortungsvolle Miteinander von Schülern und Lehrern fördern und deren soziale Kompetenz sie persönlich erlebt haben. Die zweite Kategorie des Wettbewerbs „Unterricht innovativ“ wendet sich unmittelbar an Lehrerinnen und Lehrer aus dem Sekundarbereich an deutschen Schulen, die fächerübergreifend unterrichten und im Team zusammenarbeiten. Wir laden alle interessierten Pädagoginnen und Pädagogen ein, ihre kreativen und innovativen Unterrichtskonzepte einzureichen, die nachhaltig zu einer Verbesserung der Unterrichtsqualität beitragen. Durch die Veröffentlichung der besten Unterrichtsideen wird ein wichtiger Beitrag zur Breitenwirkung von gutem Unterricht geleistet.

Die Frist für die Einreichung der vollständigen Bewerbungsunterlagen ist für beide Kategorien der 24. Juni 2019, weitere Informationen zum Wettbewerb und den Teilnahmebedingungen finden Sie zudem im Internet unter www.lehrerpreis.de.

RPR 1: John Seegert und Olaf Holzbach im Gespräch mit der Landesvorsitzenden des Philologenverbandes, Cornelia Schwartz, zum Thema „Soziale Medien, Rechtschreibung und Textverständnis“

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Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer und Prof. Dr. Gertraud Teuchert-Noodt auf dem „Tag des Gymnasiums 2019“ des Philologenverbandes Baden-Württemberg in Stuttgart

Dass es gute Gründe zur Skepsis hinsichtlich einer schnellen Digitalisierung der Schulen der Primar- und Sekundarstufe gibt und entsprechende Warnungen nicht mehr nur vereinzelt zu vernehmen sind, belegten eindrucksvoll auf dem vom Philologenverband Baden-Württemberg ausgerichteten „Tag des Gymnasiums“ am 06.04.2019 die eingeladenen Referenten, Prof. Dr. Dr. Manfred Spitzer und Prof. Dr. Gertraud Teuchert-Noodt. Seinen Ausgangspunkt nahm die Argumentation Spitzers bei zahlreichen in führenden Fachmagazinen veröffentlichten Studien, die zu dem Ergebnis gelangen, dass Länder, deren Schulen bei ihren Bildungsbemühungen nicht auf die Digitalisierung der Klassenzimmer setzten, in internationalen Leistungsvergleichen besser abschnitten. Sinnvoll ergänzt wurden Spitzers Überlegungen im Anschlussreferat, das von der Neurobiologin Prof. Dr. Gertraud Teuchert-Noodt gehalten wurde. Sie bezog sich auf ein Zitat des verstorbenen FAZ-Mitherausgebers Frank Schirrmacher, der in seinem letzten Buch Multitasking als eine „ernste Deformation von Nervennetzen“, als „die Staublunge des digitalen Zeitalters“ bezeichnet hatte. Mit Rekurs auf die durch die Benutzung digitaler Geräte verursachten Verzögerungen der Reifung des Stirnhirns, dessen Funktionen in der Ausbildung von Willen, Sozialverhalten, historischem Bewusstsein und Antizipation liegt, konnte sie ihre ganz konkreten pädagogischen Forderungen untermauern.

„Das Gymnasium in Zeiten der Digitalisierung“ – Eine Fachtagung des Deutschen Philologenverbandes

Im voll besetzten Hörsaal des Wissenschaftszentrums Bonn fand am 1. April 2019 der Vortrags- und Diskussionsteil der bundesweiten Fachtagung des DPhV zu den die gymnasiale Bildung tangierenden Aspekten der Digitalisierung statt. Bundesvorsitzende Prof. Dr. Susanne Lin-Klitzing betonte in ihrer Einführungsrede, dass auch in Zeiten der Digitalisierung Selbstreflexivität und Selbstdistanzierung die wichtigsten Bildungsziele des Gymnasiums darstellten. In seinem Vortrag zur grundsätzlichen Aufgabenbestimmung des Gymnasiums erläuterte Prof. Dr. Jürgen Oelkers, dass die Basis des allgemeinen Vertrauens in die Schule die Fachlichkeit sei, dass daher der Weg der Digtalisierung, den die Schulen nun nähmen, zur Stärkung der Fachlichkeit führen müsse. Dr. Frank Reinhold verwies auf die signifikanten positiven Effekte beim Einsatz digitaler Medien auf die Leistungen gerade schwächerer Schüler, relativierte jedoch zugleich, dass seine Untersuchungen nur auf den Mathematikunterricht in der 6. Klasse zum Thema Bruchrechnung an bayerischen Mittelschulen rekurrierten und kontextualisierte seine Forschungsergebnisse in der Hinsicht, dass der positive Einfluss digitaler Medien tendenziell höher ausfalle, wenn diese als Ergänzung zu traditionellen Medien eingesetzt würden und wenn der Lehrer sich nicht vollständig aus dem Unterrichtsgeschehen herausziehe. Prof. Dr. Jorge Groß beklagte den durch die zögerliche Politik entstandenen Innovationsstau an deutschen Schulen. Zahlreiche Workshops rundeten das Angebot eines durch und durch gelungenen Gymnasialtages ab.

Certamen Rheno-Palatinum 2019 an der IGS Enkenbach-Alsenborn

Im Rahmen des Landeswettbewerbs Alte Sprachen - Certamen Rheno-Palatinum für Latein IV hat der Pressereferent des Philologenverbandes am 27.03.19 die Siegerin in der Rubrik "Beste Übersetzung" ausgezeichnet. (Foto: Dr. Hartmut Wilms)

Online-Befragung zur Stressbelastung von Lehrkräften - Die Universität Duisburg-Essen bittet um Unterstützung eines Forschungsprojektes

Liebe Lehrkräfte,

im Rahmen meiner Promotion an der Fakultät für Bildungswissenschaften der Universität Duisburg-Essen, untersuche ich die Bedingungen gesunden Lehrens im Hinblick auf die Stressbelastung von Lehrkräften durch die Trennung bzw. Vermischung von Privat- und Berufsleben. Mit Ihrer Teilnahme leisten Sie einen wichtigen Beitrag zur Erforschung der Rahmenbedingungen gesunden Lehrens und des nachhaltigen pädagogischen Arbeitens. Und schaffen so eine Grundlage für die zukünftige Verbesserung Ihres Arbeitsumfeldes. Folgend erhalten Sie einen Link über den Sie zu der Online-Befragung gelangen. Diese Befragung wird ca. 15-20 Minuten dauern. Ich würde Sie bitten, sich einen Moment zu nehmen, um den Fragebogen auszufüllen.

https://ww3.unipark.de/uc/bellingrath_Universit__t_Duisbur/4bf1/

Ich freue mich sehr, wenn Sie diesen Link auch an andere Lehrkräfte weiterleiten. Vielen Dank für Ihre Unterstützung meines Forschungsprojektes!

Herzliche Grüße

M.A. Margit Rüter-Hüsgen

Arbeitsgruppe Prof. Dr. Silja Bellingrath
Fakultät für Bildungswissenschaften
Universität Duisburg-Essen
Email: margit.rueter-huesgen(at)uni-due.de
Telefon: 0201 183-6349

Wir empfehlen die Fortbildung "Kinder über den Holocaust" am 10. April 2019 in der Gedenkstätte Osthofen

SWR „Landesschau aktuell“ am 8. Februar 2019: Kurze Stellungnahme des PhV zur Digitalisierung

In der SWR-Sendung „Landesschau aktuell“ nimmt Landesvorsitzende Cornelia Schwartz für den Philologenverband Rheinland-Pfalz Stellung zu Fragen der Digitalisierung. (Sendetermin 08.02.2019, 19:30 Uhr, SWR Fernsehen).

https://www.swr.de/swraktuell/rheinland-pfalz/SWR-Aktuell-RP-Sendung-19-30-Uhr-vom-8,av-o1093956-100.html

Beitrag ab ca. 14 min 30 s.

Private Krankenversicherung für Beamte auf Widerruf (Referendare)

Für Referendarinnen und Referendare gibt es eine erfreuliche Entwicklung hinsichtlich der Bedingungen in der privaten Krankenversicherung. Der Verband der Privaten Krankenversicherung e. V. hat in Zusammenarbeit mit vielen seiner Mitgliedsunternehmen die bestehende Öffnungsaktion der Privaten Krankenversicherung auf Beamte auf Widerruf ausgedehnt. Darunter versteht man eine gesicherte Möglichkeit für Beamtinnen und Beamte mit ihren Familien, eine beihilfekonforme Private Krankenversicherung ohne Leistungsausschlüsse sowie mit begrenztem Risikozuschlag abschließen zu können. Diese Öffnungsaktion ist – neben dem beihilfekonformen Basistarif – ein zentrales Element, damit die Verpflichtung zum Abschluss eines Krankenversicherungsschutzes umgesetzt werden kann. Von dieser neuen Öffnungsaktion profitieren nunmehr auch Beamte auf Widerruf, die bislang für die Übergangsphase den Weg über den sogenannten Basistarif wählen mussten. Dies ist auf das Leistungsniveau der GKV bezogen und in der Regel teurer. Damit wird der Zugang zur Privaten Krankenversicherung, gerade am Anfang des Berufslebens, deutlich praxisnäher und leistungsstärker ausgestaltet. Zudem wird auch bereits zu einem früheren Zeitpunkt mit dem Aufbau von Altersrückstellungen begonnen. Über die genaueren Modalitäten informiert z.B. eine Broschüre mit dem Titel „Erleichterte Aufnahme in die Private Krankenversicherung für Beamte und deren Angehörige – Öffnungsaktionen der Privaten Krankenversicherung“, die unter der folgenden Adresse abrufbar ist:

https://www.pkv.de/service/broschueren/verbraucher/oeffnungsaktion-der-pkv-fuer-beamte-und-angehoerige.pdb.pdf

dbb/Wolfgang Arneth (Referent für Beamtenrecht)

SWR Aktuell Rheinland-Pfalz: "Ist das Abi hierzulande zu lasch?"

Landesvorsitzende Cornelia Schwartz steht dem SWR Rede und Antwort

Sitzung der Arbeitsgemeinschaft Integrierte Gesamtschulen

Hiermit laden wir alle interessierten Mitglieder des Philologenverbandes an Integrierten Gesamtschulen herzlich zur Sitzung der Arbeitsgemeinschaft Integrierte Gesamtschulen ein. Bringen Sie sich und Ihre Ideen in unsere Verbandsarbeit ein!

Dienstag, 16.04.2019,14.30 – 17.00 Uhr, im Best Western Hotel Mainz,  Wallstraße 56, 55122 Mainz

Vorläufige Tagesordnung:

  1. Genehmigung der Tagesordnung

  2. Vorstellung der Verbandsarbeit an Integrierten Gesamtschulen

  3. Wahl der Leitung der Arbeitsgemeinschaft Integrierte Gesamtschulen

  4. Austausch zu bildungs- und berufspolitischen Themen

  5. Aktuelles aus der Berufs- und Bildungspolitik des Philologenverbandes

  6. Verschiedenes

Das Tagungshotel befindet sich ca. 15 Gehminuten vom Mainzer Hauptbahnhof entfernt. Nach § 25 UrlVO können Sie für den Dienstagnachmittag Urlaub für gewerkschaftliche Zwecke beantragen. Pro IGS können wir nur einmal die Fahrtkosten gemäß unserer Satzung erstatten. Anmelden können Sie sich bis 13.03.2019 am einfachsten über Info(at)Philologenverband.de (Betreff: AG IGS).

Unsere Landesvorsitzende im Interview

Landesvorsitzende Cornelia Schwartz wird zu Fragen des Akademisierungswahns und der Bestnoteninflation von Redakteuren der Landesschau des SWR interviewt (Sendetermin ab dem 16.01.2019).

MINT im Dialog - eine Veranstaltung mit Prof. Dr. Harald Lesch am 26.03.2019 im Technik-Museum in Speyer

Das Gymnasium in Zeiten der Digitalisierung - Fachtagung des DPhV am 01.04.2019 in Bonn

ILF-Nr. 19i101001

"Deutscher Lehrerpreis - Unterricht innovativ 2018/19"

Elfte Runde - bitte nehmen Sie teil!

Nähere Informationen finden Sie hier.

Verbandsschulung für PhV und VRB

Datenschutzexpertin und Justitiarin Antonia Dufeu schulte am 15.11.2018 im Rahmen einer Hauptvorstandssitzung Vertreterinnen und Vertreter der Lehrerverbände PhV und VRB in den das Vereinsrecht betreffenden Aspekten der im Mai dieses Jahres in Kraft getretenen Datenschutzgrundverordnung. Über die für die Lehrkräfte an den Gymnasien und Integrierten Gesamtschulen relevanten Fragen und Pflichten im Zusammenhang mit dem Datenschutz an Schulen werden Sie zuverlässig durch unsere Rechtsreferenten Wolfgang Arneth und Dr. Thomas Knoblauch informiert.

Haushaltsgespräche

Im Rahmen der Haushaltsgespräche mit den im rheinland-pfälzischen Landtag vertretenen politischen Parteien erörterten am 14.11.2018 die Landtagsabgeordneten Georgina Kazungu-Haß und Bettina Brück (v.l., beide SPD) mit Cornelia Schwartz und Jochen Ring einzelne Schwerpunkte des Bildungsetats. Während sich die Forderungen des Philologenverbandes nach einer Ressourcensteigerung im Bereich des digitalen Kompetenzerwerbs zumindest teilweise in den entsprechenden Haushaltstiteln widerspiegeln, müssen die Gymnasien auf eine ausreichende Ausstattung mit Schulsozialarbeitern noch warten. Ebenso bemängelten die Vertreter des Philologenverbandes die Zögerlichkeit der Landesregierung bei der Deputatsabsenkung von gymnasialen Lehrkräften und die fehlende Bereitschaft, sämtliche Reisekosten von Lehrerinnen und Lehrern im Zusammenhang mit Schulfahrten ohne Abzüge zu erstatten.

Bildungspolitische Gespräche

Am 31.10.2018 setzten die Mitglieder des Geschäftsführenden Vorstandes des Philologenverbandes Cornelia Schwartz, Wolfgang Arneth und Jochen Ring, die bildungspolitischen Gespräche mit den Parteien fort. Über mögliche Verbesserungen für Gymnasien und Integrierte Gesamtschulen tauschten sie sich mit den Landtagsabgeordneten Thomas Barth, Anke Beilstein und Guido Ernst (v.l., alle CDU) aus.

Erster Landeskongress Latein und Griechisch in Mainz

Am 21. September 2018 fand an der Johannes-Gutenberg-Universität Mainz der "1. Landeskongress Latein und Griechisch" des rheinland-pfälzischen Landesverbandes im Deutschen Altphilologenverband statt. Unter der wie gewohnt humorvoll-geistreichen Moderation von Georg Ehrmann (rechts im Bild), assistiert von Janina Stahl, wurden aktuelle Tendenzen in Fachwissenschaft und Fachdidaktik vorgestellt. Ministerialrat Dr. Klaus Sundermann wartete mit umfangreichem Zahlenmaterial zum Latein- und Griechisch-Unterricht in Rheinland-Pfalz auf. Dass Latein III einen Einbruch bei den Schülerzahlen erlitten hat, dürfte mit neuen Fächern im Wahlpflichtbereich, die die Schülerströme von den Sprachen weglenken, zu tun haben, erfreulich dagegen, dass sich immer mehr Schülerinnen und Schüler an den Integrierten Gesamtschulen für Latein entscheiden. Den Hauptvortrag „Freiheit und Lust. Über eine wenig beachtete Begründung der Willensfreihet“ hielt Prof. Dr. Arbogast Schmitt (links im Bild); in den zahlreichen Arbeitskreisen im Anschluss konnten ausgewählte wissenschaftliche und schulpraktische Aspekte der Klassischen Philologie vertieft werden. Den im rheinland-pfälzischen Altphilologenverband Aktiven wurde tosender Applaus von einem begeisterten Publikum für ein rundum gelungenes Programm auf hohem akademischen Niveau zuteil.

Wie lernen Grundschüler am besten die Rechtschreibung?

Eine aktuelle Studie der Universität Bonn gibt Auskunft.

Näheres erfahren Sie hier.

EUSTORY-France 2018/19 | Deutsch-französischer Geschichtswettbewerb für Schülerinnen und Schüler

„Essstörungen- Was kann ich tun? Eine Information für Lehrkräfte, pädagogische und psychosoziale Fachkräfte“

Weitere Informationen finden Sie hier.

 

Pressemitteilung: Philologenverband Rheinland-Pfalz bestätigt Cornelia Schwartz im Amt der Landesvorsitzenden

Unter dem Motto „Lernen ist Beziehung“ fand am 16. und 17. November 2017 im Konferenzzentrum Schloß Waldthausen in Mainz-Budenheim die Vertreterversammlung des Philologenverbandes Rheinland-Pfalz, der Berufsvertretung der Gymnasiallehrerinnen und -lehrer an rheinland-pfälzischen Gymnasien, Kollegs, Integrierten Gesamtschulen und Studienseminaren für das Lehramt an Gymnasien, statt. Die rund 160 Vertreterinnen und Vertreter wählten im ersten Teil der Veranstaltung den Geschäftsführenden Vorstand des Verbandes, legten im weiteren Verlauf die mittelfristige Verbandspolitik fest und beschäftigen sich in ihren Anträgen mit aktuellen Themen wie Unterrichtsversorgung, Einstellungssituation, Lehrkräftebildung, Inklusion, Unterricht für jugendliche Migranten und Herausforderungen durch die Digitalisierung.

Bei der öffentlichen Veranstaltung mit Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig forderte die wiedergewählte Landesvorsitzende, Cornelia Schwartz, die Anerkennung des mehrgliedrigen Schulsystems als Garant für soziale Leistungsgerechtigkeit, den Erhalt der Förderschulen und vermehrte Anstrengungen der Politik, damit das Gymnasium weiterhin eine Erfolgsschulart bleibt. Dazu sei seitens des Bildungsministeriums „ein Weniger an Gängelei und ein Mehr an Zutrauen“ in das pädagogische Ethos der Lehrenden hilfreich. Die Politik müsse immer wieder daran erinnert werden, dass das Kerngeschäft der Lehrkräfte der Unterricht sei, diese jedoch „mit ganz anderen Aufgaben zugeschüttet werden“. Konkret forderte die Landesvorsitzende außerdem die Abschaffung der sogenannten Abiturvorgriffstunde in der MSS 13, die finanzielle Anerkennung der Arbeit der Lehrkräfte durch die Regelbeförderung nach A 14 und die Rückkehr zu einem zweijährigen Referendariat, da nur die volle Länge der berufspraktischen Ausbildung gewährleiste, dass gymnasiale Lehrkräfte der immer anspruchsvoller werdenden Tätigkeit gerecht werden können.

Bildungsministerin Dr. Stefanie Hubig unterstrich in ihrer Rede die Dialogbereitschaft des Ministeriums und das Bemühen der Landesregierung, Schülerinnen und Schülern den höchsten Bildungsabschluss zu ermöglichen, der ihren Begabungen und Fähigkeiten entspricht. Dazu gehöre der Fortbestand der Förderschulen und die Beibehaltung des Abschlusses der Berufsreife.

Der Vorsitzende des Deutschen Philologenverbandes und Präsident des Deutschen Lehrerverbandes, Heinz-Peter Meidinger, wandte sich gegen einen an Zahlen fixierten bildungspolitischen Aktionismus, wie er in den aktuellen Vereinbarungen der künftigen Jamaika-Koalition zum Ausdruck komme, und plädierte für eine Rückbesinnung auf das Humboldt'sche Bildungsverständnis, das auf die „innere Freiheit des Individuums ziele“. Jürgen Kettner, stellvertretender Vorsitzender des dbb Rheinland-Pfalz, dankte Cornelia Schwartz für die exzellente Kooperation im Deutschen Beamtenbund und erntete Beifall für die Aussage, dass Lehrer keine Leiharbeiter seien. Er warnte vor einem Einheitsschulsystem zu Lasten des Gymnasiums als eigenständiger Schulart.

Den Festvortrag für diese Veranstaltung, die im Zweijahresrhythmus durchgeführt wird, hielt Dr. Matthias Burchardt, Universität Köln. Seine Ausführungen zum Thema „Zwischen Arbeitsblatt und Bildschirm – Neue Lernkultur oder Kaspar-Hauser-Pädagogik?“ wendeten sich gegen eine Bildungsideologie, die ökonomische Prinzipien pädagogischen Grundsätzen überordne und auf Vereinzelung statt auf Klassengemeinschaft beziehungsweise gesellschaftlichen Zusammenhalt setze. Vereinzelung ereigne sich dort, wo unter dem Motto des selbsttätigen Lernens der Lehrer zum Lernbegleiter degradiert werde, wo Schülerinnen und Schüler nicht als Menschen, sondern auf der Grundlage einer seelenlosen Kybernetik als „sich selbst regulierende Lernroboter“ angesehen werden und wo die „Imperative des Schüler-Arbeitsblattes“ die Zuwendung der Lehrkraft überflüssig machen sollen. Gymnasiale Bildung stelle im Gegensatz dazu, so Dr. Burchardt, eine Anleitung zur Autonomie dar, mit dem Resultat, dass folgende Missverständnisse, die derzeit durch die Politik geschürt werden, ausgeschlossen werden müssen:

„Gymnasium bedeutet nicht vorrangig Betreuung.“

„Das Gymnasium ist kein Gastronomiebetrieb mit pädagogischem Rahmenprogramm.“

„Das Gymnasium ist kein Kompensatorium für gescheiterte Sozialpolitik.“

„Das Gymnasium ist kein Zertifikatsdiscounter.“

Bei den Vorstandswahlen der Delegiertenversammlung wurde Cornelia Schwartz (Speyer) in geheimer Wahl im ersten Wahlgang mit überwältigender Mehrheit (97,8 % der abgegebenen gültigen Stimmen) im Amt der Landesvorsitzenden bestätigt. Ebenfalls gewählt bzw. wiedergewählt wurden von den Delegierten: Sigrid Janotta-Fischer (Cochem) und Robert Tophofen (Kaiserslautern) als stellvertretende Vorsitzende, Wolfgang Arneth (Lahnstein) und Dr. Thomas Knoblauch (Mainz) als Rechtsreferenten, Jochen Ring (Linz) als Referent für Öffentlichkeitsarbeit, Ralf Hoffmann (Bendorf) als Bildungsreferent, Heike Mohr-Mumbauer (Traben-Trarbach) als Referentin für Frauenfragen und Gleichstellung, Kristina Friebis-Kau (Bad Sobernheim) als Referentin für die Interessen der Jungen Philologen und Markus Perabo (Mainz) als Schatzmeister.

Jochen Ring, Pressereferent und Cornelia Schwartz, Landesvorsitzende