Rückkehr zur Normalität? - Cornelia Schwartz nimmt Stellung zu den Plänen der Kultusminister

SWR Aktuell Rheinland-Pfalz vom 18.06.2020

Arbeitspläne: Abwarten

Den Philologenverband erreichen in den letzten Tagen Klagen wegen einer zum gegenwärtigen Zeitpunkt als unnötig empfundenen Anpassung der Arbeitspläne an die coronabedingte Einschränkung der Unterrichtsmöglichkeiten durch die Fachkonferenzen. Da in der gegenwärtigen Situation das künftige Infektionsgeschehen auch nicht annähernd prognostiziert werden kann, empfiehlt der Philologenverband, mit der Überarbeitung bis zum Beginn des neuen Schuljahres abzuwarten. Bis Ende Juni werden die Regionalen Fachberaterinnen und Fachberater Hinweise zu möglichen Kürzungen und Schwerpunktsetzungen erarbeiten. Sicherlich ist es sinnvoll, auf deren Vorschläge zurückzugreifen und sich dadurch Arbeit zu ersparen.

Finanztest in der Schule: Bewerbungen für die neue Projektrunde 2020/21

Sie können sich bis zum 30.06.2020 bewerben.

Hier gelangen Sie zum Bewerbungsformular:

www.test.de/unternehmen/jugend-schule-5017084-5225979/

Kleinere Klassen schützen Lehrkräfte und Schüler

Die Landesvorsitzende im RPR1-Interview

Das Interview vom 10.06.2020 können Sie hier nachhören.

Böse Überraschung in Thüringen

Beachten Sie bitte auch in Pandemiezeiten den Datenschutz: Der Landesdatenschutzbeauftragte Thüringens, Lutz Hasse, droht Lehrkräften, die gegen datenschutzrechtliche Bestimmungen verstoßen, mit einem Bußgeld. Dass Politiker diese Aussage kritisieren und die Lehrkräfte in Schutz nehmen, stellt keinen Grund zur Beruhigung dar, da die Landesdatenschützer in dieser Hinsicht unabhängig von den Landesregierungen agieren.

Cornelia Schwartz im Bildungsausschuss des Landtags

Schulgesetz mit neuen Aufgaben - Landesvorsitzende fordert Entlastung für Lehrkräfte

Zitate unserer Landesvorsitzenden:

1. «Es kann nicht sein, dass jede Unterrichtsstunde doppelt vorbereitet werden muss: für den Fall, dass die Technik läuft, und für den Fall, dass sie nicht läuft.»

2. «Scheindemokratische Strukturen bewirken eher negative Einstellungen gegenüber Demokratie.»

 

Einen ausführlichen Bericht finden Sie hier:

www.welt.de/regionales/rheinland-pfalz-saarland/article208800499/Lehrer-und-Eltern-Mehr-Unterstuetzung-fuer-Digital-Unterricht.html

SWR Aktuell: Digitalisierung und Fernunterricht

Landesvorsitzende Cornelia Schwartz fordert weitere Schritte zur Unterstützung der Lehrkräfte in Rheinland-Pfalz. Den Beitrag in "SWR Aktuell" finden Sie hier:

https://www.ardmediathek.de/swr/player/Y3JpZDovL3N3ci5kZS9hZXgvbzEyNDE4MjU/sendung-21-45-uhr-vom-15-5-2020

(Minute 2:00 bis 3:45). 15.05.2020

Die Landesvorsitzende im SWR-Interview

SWR Aktuell mit dem Thema "Direktoren sehen Schulen mit Hygieneplan am Limit"

Cornelia Schwartz bezeichnet die Briefe, die Schulleiterinnen und Schulleiter der Gymnasien und IGSen an die Ministerin geschrieben haben, als wichtige Rückmeldung aus der Praxis. Die ambitionierten Pläne der Politik, so Schwartz wörtlich, "dürfen nicht auf Biegen und Brechen umgesetzt werden". Gesundheitsschutz habe oberste Priorität; die letzten Wochen des aktuellen Schuljahres seien daher als Testphase für den Beginn des neuen einzustufen, und Nachjustierungen müssten jederzeit möglich sein:

www.swr.de/swraktuell/rheinland-pfalz/schulen-protest-oeffnung-hygieneplan-100.html

Unsere Landesvorsitzende zur Frage der Bereitstellung von Schutzmasken

Eine entsprechende Anfrage hat Cornelia Schwartz soeben in folgender Weise beantwortet:

Wir haben die Frage mit dem Ministerium bereits intensiv diskutiert und folgende Antwort erhalten: Der Dienstherr verlangt hier Alltagsmasken – da das notfalls auch ein Schal oder Tuch sein könnte, sieht der Dienstherr keine Notwendigkeit, eine Maske bereitzustellen. Die Maske für Schüler/-innen scheint lediglich einen besonderen Aufforderungscharakter zu haben – nach dem Motto: Seht her, nehmt es ernst und tragt die Masken zum Schutz eurer Mitschüler/-innen und der Lehrkräfte! Ich begreife Ihre Frage allerdings als weitergehend und hatte mir schon in eine ähnliche Richtung Gedanken gemacht: Sie schreiben zu Recht von „leistungsstarken Masken“, die wir als Lehrkräfte eigentlich bräuchten, und wir hatten in der internen Diskussion auch die Überlegung angestellt, ob man FFP2- oder (noch besser) FFP3-Masken fordern sollte. Letztere allerdings sind klinischem Personal vorbehalten, die nachgewiesenermaßen tagtäglich und über lange Schichten hinweg direkten Kontakt mit Covid-19-Patienten haben; ein solcher Schutz wäre uns (nach momentaner Lage) verwehrt, da es schon für das Krankenhauspersonal nicht genügend solcher Masken gibt. Bezüglich der FFP2-Masken hatten Kolleginnen und Kollegen Bedenken, da man (trotz des etwas niedrigeren Schutzes als bei FFP3) nicht gut atmen könne; außerdem filtern sie nicht alles. Es wäre also nur ein Kompromiss. Die normale Schutzmaske (oder auch der Schal) ist nach unserem Kenntnisstand (leider müssen wir das ja immer so dazusagen) kein Eigen-, sondern nur ein Fremdschutz. Sie sehen schon, niemand vermag derzeit die passende Antwort zu liefern – wir haben aber ans Ministerium weitergegeben, dass wir uns dringend bessere Schutzmaßnahmen wünschen, und es kann, ehrlich gesagt, nicht sein, dass die Beschäftigten der Universitäten mit Schutzmasken ausgestattet werden und wir nicht! Da werden wir auf jeden Fall noch einmal ansetzen und intensiver nachbohren! Unser Infektionsrisiko halte ich aufgrund der jüngeren Klientel, für die wir zuständig sind, nun einmal für deutlich höher!

SWR-Interview mit der Landesvorsitzenden: "Wir stehen an der Front"

Das telefonisch durchgeführte Gespräch zwischen Stefan Eich und Cornelia Schwartz finden Sie hier:

https://www.swr.de/swraktuell/radio/lehrer-in-rp-wir-stehen-an-der-front-100.html

(27.4.2020, 9:17 Uhr)

Materialvorlagen der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung

Anlässlich der Öffnung der Schulen hat die Bundeszentrale für  gesundheitliche Aufklärung ein virtuelles Paket mit Basisinformationen zum Coronavirus, zu Ansteckungswegen und zu präventiven Maßnahmen für Bildungseinrichtungen zusammengestellt. Es kann unter der Adresse

https://www.infektionsschutz.de/coronavirus/bildungseinrichtungen.html

abgerufen werden.

Die hier Materialien wie Broschüren, Plakate, Spiegelaufkleber, Videos mit Hygienetipps, Verhaltensregeln und -empfehlungen stehen zum Download zur Verfügung oder sind über das Bestellsystem online bestellbar. Die Sammlung wird ergänzt durch eine Linkliste mit nützlichen, weiterführenden Informationen.

Online-Lehrerbefragung zum Unterricht während der Corona-Pandemie

Eine Initiative der Technischen Universität Dortmund | Institut für Schulentwicklungsforschung | Center for Research on Education and School Development (IFS)

Die Landesvorsitzende bei "Hart aber fair"

Cornelia Schwartz, links in der Gaderobe, rechts im Studio des WDR Köln, diskutierte am 20.04.2020 mit Frank Plasberg. Den Beitrag finden Sie in der Mediathek (ab Minute 44:25) hier:

https://www1.wdr.de/daserste/hartaberfair/videos/video-freiheit-nur-in-kleinen-schritten-wie-schaedlich-wird-die-dauer-quarantaene-102.html

Fotos: privat (links) und WDR/Dirk Borm (rechts)

Digital second - reflection first

Auf den Wunsch einiger Kolleginnen und Kollegen hin, Beispiele für das Unterrichten mit digitalen Hilfsmitteln anzubieten, möchten wir hier maximal zehn entsprechende Links auflisten. Daher freuen wir uns, wenn Sie uns weitere Empfehlungen übersenden. Den Anfang macht unsere Landesvorsitzende mit einer Geogebra-Anwendung.

1. Mathematik: https://www.youtube.com/watch?v=MWbV94R8Z8o&feature=youtu.be

2. Chemie: https://chemiestunde.jimdofree.com/

3. Sozialkunde: https://sozialkunde.jimdofree.com/

4. Alle Fächer: https://www.fwu-mediathek.de/

5. Alle Fächer: https://www.weitklick.de/ (Schwerpunkt Sozialwissenschaften, Medienbildung)

 

Informationen am 06.04.2020

Unsere Antworten auf Ihre Fragen zum Umgang mit Corona

Zur Stornierung von Klassenfahrten hat die ADD bereits umfangreich informiert (s. auch https://corona.rlp.de/de/themen/schulen-kitas/dokumente/). Rechtsverbindliche Auskünfte auf Fragen erhalten Sie per E-Mail an Schulfahrtenstorno(at)add.rlp.de.

Wir empfehlen außerdem die Absage außerunterrichtlicher Veranstaltungen bis zum Sommer: Sollte die Schule vor den Sommerferien (teilweise) geöffnet werden, steht zwangsläufig bei vielen Kolleginnen und Kollegen der Unterricht und die Leistungsmessung im Vordergrund. Klassen, Kurse oder einzelne Schüler/-innen sollten daher im Unterricht nur aus dringenden Gründen (z. B. gesundheitliche Gründe, Infektionsschutz) fehlen.

Eine Notbetreuung während der Osterferien muss in dieser einmaligen Ausnahmesituation gewährleistet sein. Die Meldung hierfür erfolgt freiwillig; ein zeitlicher Ausgleich wird gewährt. Möglichkeiten eines zeitlichen Ausgleichs im neuen Schuljahr ohne gleichzeitig stärkere Belastung des übrigen Kollegiums bieten z. B. der Tag der offenen Tür oder, in Fächern, in denen keine Prüfungen stattfinden, die Tage des mündlichen Abiturs. Sinnvolle Regelungen sind in Absprache zwischen den Kolleginnen und Kollegen, der Schulleitung und dem örtlichen Personalrat zu finden.

Zur Aussetzung der Notengebung während der Phase der Schulschließung

Wir sind uns des Dilemmas bewusst: Einerseits können gute Noten für entsprechende Leistungen beim häuslichen Lernen motivieren. Andererseits stellt sich die Frage nach der Justiziabilität der Noten. Was bereits erteilte Noten, die auf einer Leistungsmessung während der Phase der Schulschließung fußen, betrifft, können wir bisher nur folgende Aussage treffen: Sind alle Beteiligten mit der Benotung einverstanden, steht der Aufrechterhaltung der Note nichts entgegen.

Zum Thema Notengebung sind am 3. April mit dem Schreiben der Gymnasialabteilung nähere Informationen erfolgt:

Plan A

Plan B

Beginn des regulären Schulbetriebs bis 04.05.2020

Beginn zu einem späteren Zeitpunkt im Halbjahr

im Extremfall

vorgegebene Anzahl der Klassenarbeiten muss ausnahmsweise nicht erbracht werden

sonstige Leistungen ggf. in geringerem Umfang

  • reguläre Berechnung
 

vorgegebene Anzahl der Klassenarbeiten muss nicht erbracht werden

weitere Leistungsmessungen nicht in vollem Umfang

  • zweites Halbjahr wird nicht stärker berücksichtigt
 

falls keine Grundlage für eine Leistungsfeststellung:

  • Noten des Halbjahreszeugnisses als Noten im Jahreszeugnis
  • epochal erteiltes Fach wird nicht bewertet
 

reguläre Versetzungs- und Abschlussentscheidungen

„Versetzung in besonderen Fällen“, Wiederholung des Schuljahres wird gestattet, falls Eltern dies wünschen

Schule bietet Möglichkeit weiterer Leistungsnachweise an, falls Schulabschlüsse (Berufsreife, qualifizierter Sekundarabschluss I) gefährdet sind

alle Formen der Leistungsfeststellung (mündlich, schriftlich, praktisch) denkbar

blaue Briefe dann, wenn hinreichende Anhaltspunkte gegeben sind, aber bis spätestens 05.06.2020

MSS

alle Kursarbeiten werden geschrieben

 

MSS

digitale Kommunikations- und Arbeitswege (ggf. intensiviert)

  • Vermittlung neuer Inhalte
  • in Leistungsnachweisen abgeprüft

 

Leistungskurs

  • nur eine Kursarbeit
  • zwei andere Leistungsnachweise
 
  • Gewichtung 1:1

Grundkurs

  • keine Kursarbeit
  • mindestens zwei andere Leistungsnachweise
 
  • über Gewichtung entscheidet die Lehrkraft
 

Zeugnisnoten können regulär ermittelt werden

möglichst viele der geforderten Leistungsnachweise werden erbracht, s. aber Ausführungen rechts

 

In welcher Form in der MSS rechtssicher Leistungsnachweise trotz einer Schulschließung erbracht werden können, klären wir derzeit noch mit dem Bildungsministerium. Hier sind verschiedene Vorschläge im Gespräch.

Die Art der Leistungsmessung muss nicht bei allen Schülern die gleiche sein.

Grundkurs Sport: Hinweise der Regionalen Fachberater folgen

 

Falls Ausnahmen von den obigen Lösungswegen notwendig werden sollten, besteht die Möglichkeit, dass sich Schulen direkt an die Gymnasialabteilung wenden. Außerdem stehen auch wir Ihnen als Ansprechpartner zur Verfügung.

Weiterhin fordern wir:

  • Gesundheitliche Gefahren bei einer Schulöffnung sind auszuschließen.
  • Ältere und vorerkrankte Kolleginnen und Kollegen sollten von zu Hause arbeiten können.
  • Die Sommerferien werden nicht angetastet. Für die Osterferien gibt es eine einmalige Freiwilligenregelung mit Kompensation (s.o.).

Hinweise zur Arbeit im Home-Office

1. Wir befinden uns in einer Notsituation. Gehen Sie gelassen mit den damit einhergehenden Widrigkeiten (überlastete Server, Kommunikationspannen, ...) um und seien Sie auch tolerant im Hinblick auf eigene Fehler.

2. Überfordern Sie nicht die Schülerinnen und Schüler sowie deren Familien. Es häufen sich die Klagen, dass zu viel Arbeitsmaterial verschickt wird. Andererseits müssen Sie auch Ihre eigenen Kräfte realistisch einschätzen. Nehmen wir an, Sie unterrichten in fünf Lerngruppen jeweils 30 Schülerinnen und Schüler und möchten jedem Ihrer Schützlinge ein fünfminütiges Feedback zu den angefertigten Aufgaben zukommen lassen. Das würde einen zeitlichen Umfang von 12,5 Stunden beanspruchen und ist an weiterführenden Schulen daher nicht zu leisten.

3. Nicht in allen Familien ist für jedes Kind ein Computer verfügbar. Es besitzt auch nicht jeder Haushalt einen Drucker.

4. Gehen Sie ressourcenschonend bei der Erteilung von Arbeitsaufträgen vor. Uns wurde die Mail eines Familienvaters weitergeleitet, der sich zurecht darüber beklagt, dass er für seine drei Kinder Ausdrucke ungeahnten Ausmaßes mit entsprechendem Tintenverbrauch bereitstellen soll. Verzichten Sie daher nach Möglichkeit auf Arbeitsaufträge, die einen solchen Aufwand erfordern.

5. Laut juristischer Klarstellung handelt es sich bei der Tätigkeit im Home-Office um ungebundene Arbeitszeit. Diese ist entgegen anderslautenden Weisungen nicht gegenüber dem Dienstherrn zu dokumentieren. Damit die Kolleginnen und Kollegen allerdings selbst den Überblick über die derzeit in eher größerem Umfang als üblich anfallende Arbeitszeit behalten, empfehlen wir die private Buchführung darüber.

6. Da die landeseigene Plattform MOODLE immer wieder überlastet ist, empfehlen wir, alternative Kommunikationswege zu nutzen, insbesondere wenn die Lehrkräfte über schuleigene E-Mail-Adressen verfügen.

7. Durchaus hilfreich folgendes Angebot des PL: http://schuleonline.bildung-rp.de/fileadmin/user_upload/schuleonline.bildung-rp.de/20200323_Anregungen_onlinegestuetzter_Unterricht_zurVeroeffentlichung.pdf

8. Fragen zum Arbeits- und Gesundheitsschutz im Home-Office beantwortet die Hessische Unfallkasse hier: https://inform-online.ukh.de/versicherungsschutz/detail-versicherungsschutz/news/homeoffice-in-zeiten-von-corona-das-sollten-beschaeftigte-und-betriebe-jetzt-beachten/

 

Ratschläge eines vom Philologenverband konsultierten Arztes zum Umgang mit Corona an den Schulen in der Phase der mündlichen Abiturprüfungen

  • Möglichst wenige Personen gleichzeitig im Schulgebäude und vor allem in einzelnen Räumen.

  • 2 Meter Abstand zwischen allen Menschen (SuS untereinander, Lehrkräfte und sonstige Beteiligte untereinander sowie zu allen anderen) – das sollte auch in den einzelnen Prüfräumen möglich sein.

  • Nach den Prüfungen kurz über den Tisch der SuS wischen, Türklinken nach Möglichkeit nur von ein und derselben Person „bedienen“ lassen.

  • Ausstattung der Sanitäreinrichtungen mit zumindest Seife, möglichst auch Einweghandtüchern.

Zu der Frage, ob einige wenige die Notfallbetreuung übernehmen sollen, oder ob man dies besser auf möglichst viele verteilt.

Die Empfehlungen der Virologen sind hier eindeutig:

Die Betreuung soll, wenn überhaupt, dann nur in Kleingruppen stattfinden, und zwar nach Möglichkeit a) immer in denselben Zusammensetzungen und b) unter Vermeidung der Durchmischung dieser Gruppen bzw. ohne Kontakte zu anderen Gruppen.

Persönliche Anmerkung des von uns konsultierten Arztes:

  1. Muss man für SuS ab Klassenstufe (6 -) 7 überhaupt eine Betreuung anbieten?

  2. Die Entscheidung, wer in die Betreuung aufgenommen wird, sollte nach strengen Regeln erfolgen und keine Wunschleistung der Eltern sein. Hier sind die Arbeitgeber und jeder einzelne gefordert.

Ergänzung:

Die zwei Meter „Sicherheitsabstand“ sind natürlich auch bei Dienstbesprechungen einzuhalten. Manche Schulen planen, diese, falls die Maßnahme nicht doch noch zurückgenommen wird, in Aulen oder Turnhallen durchzuführen.

Corona-Pandemie: Der Philologenverband empfiehlt folgende Maßnahmen und Verhaltensweisen für Schulen

Wir befinden uns weltweit in einer beispiellosen Ausnahmesituation. Oberstes Ziel ist nun das Eindämmen des Virus, da bei einer gleichzeitigen massenhaften Ansteckung unsere Gesundheitsversorgung kollabieren würde.

Als Philologenverband Rheinland-Pfalz empfehlen wir daher folgende Maßnahmen und Verhaltensweisen:

• Kein falsches Heldentum: Wer krank ist, bleibt unter allen Umständen zu Hause und zeigt Solidarität, indem er andere nicht ansteckt. Dies gilt auch bei scheinbar „bloßen“ Erkältungskrankheiten!

• Sozialkontakte sollen nach Vorgabe der Bundeskanzlerin gemieden werden. Wann immer möglich, ist im Homeoffice zu arbeiten. In Zeiten der Digitalisierung können Konferenzen oder Dienstbesprechungen sowie Absprachen in Fachkonferenzen ansteckungsfrei über den Computer laufen.

• Es gilt das generelle Verbot von Veranstaltungen mit über 75 Personen, das die rheinland-pfälzische Gesundheitsministerin am Freitag, den 13. März, verkündet hat, auch für Lehrerkollegien.

• Die Schule richtet einen Notbetrieb ein für Schülerinnen und Schüler, die einer Betreuung bedürfen, deren Betreuung aber gleichzeitig nicht im Bekannten- und Verwandtenkreis sichergestellt werden kann und deren Eltern in „systemrelevanten Berufen“ (zum Beispiel Gesundheits- und Pflegebereich, Wasser- und Stromversorgung, Lebensmittelversorgung, Entsorgungsbetriebe) arbeiten. Der Philologenverband empfiehlt der Politik, umgehend eine solche Liste an Berufen zu veröffentlichen. Alle übrigen Schülerinnen und Schüler arbeiten während der Schulschließung von zu Hause.

• Zur Klarstellung: Selbstverständlich ist es kontraproduktiv, wenn sich alle Lehrkräfte an großen Systemen wie den Gymnasien oder Integrierten Gesamtschulen gemeinsam auf engem Raum im Lehrerzimmer aufhalten. Es ist im Gegenteil wichtig, dass in den nächsten Wochen so viele Menschen wie möglich tatsächlich zu Hause bleiben und von dort aus arbeiten. Wie viele Lehrkräfte tatsächlich zum Aufrechterhalten des Notbetriebs an der Schule vor Ort zum Einsatz kommen, müssen Schulen individuell entscheiden. Alle übrigen Lehrkräfte vernetzen sich untereinander am besten online, um Materialien zum Weiterlernen zu erarbeiten und sie den Klassen und Kursen zur Verfügung zu stellen.

• In den nächsten Tagen und Wochen wird sich zeigen, inwiefern die Abiturprüfungen durchgeführt werden können. Die mündlichen Prüfungen an G9-Gymnasien und Integrierten Gesamtschulen sind für März terminiert: Sie können möglicherweise noch stattfinden. Für die Prüfungen an G8-Gymnasien, Kollegs, Abendgymnasien, beruflichen Gymnasien und Waldorfschulen muss man mit einigem Vorlauf überlegen, was geschieht, wenn die Prüfungen im Mai nicht wie geplant stattfinden können. Der Philologenverband Rheinland-Pfalz steht dem Ministerium jederzeit zu Gesprächen zur Verfügung.

• Für die mündlichen Abiturprüfungen an G9-Gymnasien und Integrierten Gesamtschulen sind die von Ministeriums- und ADD-Seite aus angeordneten Vorsichtsmaßnahmen unbedingt zu befolgen. Entgegen den sonst geltenden Regelungen finden die Abiturprüfungen nur mit dem absolut notwendigen Personal statt: Dazu gehören ausschließlich Prüfling, Prüfer, Protokollant und Vorsitzender. Kontakte sollten dabei auf ein Minimum beschränkt werden.

• Kontraproduktiv wäre ein Vorgehen, das sämtliche Kolleginnen und Kollegen zu falsch verstandener „Solidarität“ verpflichtet und Kolleginnen und Kollegen, die keine Prüfungen haben, zum „Absitzen“ im Lehrerzimmer bis zur letzten Prüfung verdonnert. Auch hier gilt: Ansteckungsrisiken sind zu minimieren.

• Lehrkräfte, die einer Risikogruppe angehören (siehe Empfehlungen des Robert-Koch-Instituts: www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Risikogruppen.html), werden nicht im Notbetrieb eingesetzt, sondern arbeiten ausschließlich von zu Hause.

Corona - Was ist zu tun?

Wissenschaftlich fundierte Informationen finden Sie hier.

Große Übereinstimmungen zwischen Landeselternbeirat und Philologenverband

Zu einem konstruktiven Meinungsaustausch mit dem Landeselternsprecher Reiner Schladweiler und seiner Stellvertreterin Susanne Döhler trafen sich Mitglieder des Vorstands des Philologenverbandes am 12.03.2020 im Besprechungsraum des LEBs im Bildungsministerium. An den kürzlich vorgestellten Ergebnissen der LaiW-Studie zur Arbeitsbelastung von gymnasialen Lehrkräften zeigten die Elternvertreter großes Interesse. Auch zu anderen bildungspolitischen Baustellen wurde ein gemeinsames Vorgehen verabredet.

Interview mit der Landesvorsitzenden Cornelia Schwartz

Sat1.Regional fragt nach der Sinnhaftigkeit phasenweise geschlechtergetrennten Unterrichts

Den Link zum Beitrag in der Mediathek finden Sie hier.

Vertreterversammlung 2019

Impressionen vom Tagungsort in Kaiserslautern

Landesvorsitzende Cornelia Schwartz am 13.11.2019 in der SWR-Landesschau

Am Vorabend der Vertreterversammlung des Philologenverbandes Rheinland-Pfalz in Kaiserslautern wurde Landesvorsitzende Cornelia Schwartz zu Fragen der Bildungspolitik, insbesondere zu Auswirkungen der Digitalisierung auf die Schulen, interviewt. (Foto: Jochen Ring)

SWR1 Leute spezial Bildung für die Zukunft – Die Baustelle des Jahrhunderts

Podiumsdiskussion am 12.11.2019 in der Aula des Frauenlob-Gymnasiums in Mainz

Es diskutierten unter der Moderation von Claudia Deeg (Mitte) auf dem Podium Hans Beckmann, Staatssekretär im rheinland-pfälzischen Bildungsministerium (2.v.l.), Cornelia Schwartz, Vorsitzende des rheinland-pfälzischen Philologenverbands (2.v.r.), Valentin Helling, Lernbegleiter und Experte für Digitale Bildung der Schule des Jahres 2019, Alemannenschule Wutöschingen (3.v.r.), Dr. Markus Reinbold, Vorsitzender des Arbeitskreises Christlich-Demokratischer Lehrerinnen und Lehrer (1.v.l.), Dejan Mihaijlovic, Bildungsreferent, Digitalisierungsexperte und Autor (1.v.r.) und Lilly Adam, Schülerin. Weitere Informationen auf der Homepage von SWR 1.

Mainzer Bildungsgespräche am 04.11.2019

Am Montag, dem 04.11.2019, trafen sich im Fraktionssaal der CDU-Landtagsfraktion zahlreiche Expertinnen und Experten zum Erfahrungsaustausch über das Thema "Die beste Grundschule für Rheinland-Pfalz". Für den Philologenverband nahmen Landesvorsitzende Cornelia Schwartz und Pressereferent Jochen Ring teil. Im Foto v.l.n.r.: Jochen Ring, Anke Beilstein (Bildungspolitsche Sprecherin der CDU-Landtagsfraktion), Cornelia Schwartz, Christian Baldauf (Fraktionsvorsitzender der CDU-Landtagsfraktion).

100 Jahre Waldorfschule: Welche Bildung brauchen wir heute?

Ein Podiumsgespräch der Freien Waldorfschule Trier am 07.11.2019 in den Viehmarktthermen

Unter der klugen und kompetenten Moderation von Inge Michels fand am 07.11.2019 in den Trierer Viehmarktthermen eine Podiumsdiskussion zu dem Thema „Welche Bildung brauchen wir heute? … und was muss Schule als Lebensvorbereitung leisten?“ statt. Elternvertreter Armin Neises berichtete anschaulich von den Erfahrungen seiner vier Söhne an einer Waldorfschule. Prof. Dr. Michaela Brohm-Badry, vor ihrer Universitätstätigkeit selbst Lehrerin für Musik, lobte ihren eigenen Unterricht, warb für ihr Buch zu Fragen des Glücks, das in Österreich auf der Bestsellerliste stehe, insistierte auf dem wissenschaftlichen Anspruch ihrer Aussagen, schimpfte auf die gymnasialen Lehrkräfte, die in der Vergangenheit ihre Fortbildungen besucht hätten und plädierte, so wörtlich, für die „Einheitsschule“. Im Gegensatz zu seiner Kollegin von der staatlichen Universität stellte der Waldorf-Pädagoge Prof. Dr. Jost Schieren, Alanus-Hochschule Alfter, seine Fähigkeit zur Selbstkritik unter Beweis. Er leugnete nicht, dass die Schriften Rudolf Steiners problematische Textpassagen enthielten und beschrieb exklusive Tendenzen deutscher Waldorfschulen, die ihrem ehemaligen Anspruch, Schulen für Arbeiterkinder zu sein, entgegenliefen. Jochen Ring, Pressereferent des Philologenverbandes, stimmte mit Neises und Schieren darin überein, dass zu einer ganzheitlichen Bildung ein ungekürzter und qualitätsvoller Musik-, Kunst- sowie Sportunterricht gehöre, skizzierte den Begriff gymnasialer Bildung, kritisierte gleichzeitig jedoch auch einen sich beschleunigenden Akademisierungswahn und wies den in der lebhaften Debatte zur Diffamierung des erfolgreichen mehrgliedrigen Schulsystems verwendeten Kampfbegriff der Selektion aufs Schärfste zurück. (Foto: Elisabeth Kühn)

Medien- und Urherberrecht in Schule und Studienseminar

Der Beitrag, ein Interview mit unserer Justitiarin, RA Antonia Dufeu, ist im Rahmen des Leuchtturmprojekts "Digitale Bildung" der staatlichen Studienseminare entstanden. Er richtet sich zwar primär an
Lehramtsanwärter, ist aber sicherlich für jede Lehrkraft interessant.

Folgen Sie dem Link.

Wie lernen Grundschüler am besten die Rechtschreibung?

Eine aktuelle Studie der Universität Bonn gibt Auskunft.

Näheres erfahren Sie hier.