Junge Philologen im Philologenverband Rheinland-Pfalz

WIR, die Jungen Philologen, setzen uns für die besonderen Belange der jungen Lehrerinnen und Lehrer an Gymnasien ein. 

Die Arbeit wird in der Landesarbeitsgemeinschaft koordiniert, die mindestens zweimal jährlich in der Geschäftsstelle des PhV in Mainz tagt.

Nächster Termin: siehe Terminkalender

Die Leiter/in der AG ist neben den Referenten für Bildung, Beamtenrecht und -besoldung, Öffentlichkeitsarbeit, Frauenfragen, dem Vorsitzenden und den stellvertretenden Vorsitzenden eines von zehn stimmberechtigten Mitgliedern im Geschäftsführenden Vorstand des Philologenverbandes Rheinland-Pfalz. Dieser wird alle zwei Jahre von der Vertreterversammlung neu gewählt. Die Jungen Philologen entsenden hierhin z.B. 5 Delegierte, die einzelnen Schulen ihre Schulvertreter/-innen, deren Zahl von der Zahl der gemeldeten Mitglieder abhängt.

Die Bundesarbeitsgemeinschaft der Jungen Philologen koordiniert die Aktivitäten der Landes – AGen und dient dem Meinungs- und Erfahrungsaustausch; sie tagt ebenfalls zweimal jährlich, und zwar rotierend in den unterschiedlichen Bundesländern.

Die Wünsche der Basis nehmen die Aktiven im Philologenverband sehr Ernst; nicht zuletzt deswegen erzielte der Verband bei den Personalratswahlen 2013 einen Stimmenanteil von mehr als 75 % und ist jeweils mit 9 von 11 Mitgliedern im Bezirkspersonalrat bei der ADD und im Hauptpersonalrat beim Ministerium vertreten.

Auch bei den Integrierten Gesamtschulen konnten wir gemeinsam mit dem Verband Deutscher Realschullehrer (VDR) unseren bisherigen Stimmenanteil ausbauen und sowohl im Bezirks-als auch im Hauptpersonalrat je einen Sitz hinzugewinnen.

Der Philologenverband, Landesverband Rheinland-Pfalz, ist Mitglied im Deutschen Philologenverband (DPhV), im Deutschen Beamtenbund (dbb) und im Deutschen Lehrerverband (DL).

Der Landesverband gliedert sich nach sechs Regionalverbänden, den Verbandsbezirken, und bündelt so die Arbeit an den Schulen vor Ort.

Die  sechs Verbandsbezirke sind (siehe auch Rubrik "Verbandsbezirke" auf dieser Hompage):

Verbandsbezirks Kaiserslautern, Verbandsbezirk Mainz, Verbandsbezirk Koblenz-Nord, Verbandsbezirk Koblenz-Süd, Verbandsbezirk Ludwigshafen und Verbandsbezirk Trier. Die jeweiligen Bezirksvorsitzenden und ihre Stellvertreter sowie der Geschäftsführende Vorstand bilden den Hauptvorstand. des Verbandes.

Unsere Position ist klar:

WIR beschäftigen uns als Junge Philologen mit bildungs- und berufspolitischen Themen:

  • Wir befürworten eine solide, schulartbezogene Lehrerausbildung mit einem vollen wissenschaftlichen Studium in zwei Fächern und eine Referendarzeit von mindestens 18 Monaten.
  • Wir denken, dass Schulpraktika dabei das wissenschaftliche universitäre Arbeiten bereichern, aber nicht verdrängen sollen. In der Einführung eines Betriebspraktikums für Lehramtsstudenten sehen wir wenig Sinn.
  • Wir kämpfen für ein gegliedertes Schulsystem und damit auch für den Erhalt des 9-jährigen Gymnasiums, also gegen die Einheitsschule. Nur so kann der Leistungsgedanke und ein hohes inhaltliches Niveau an die kommende Generation weiter gegeben werden.
  • Wir fordern angesichts steigender Schülerzahlen am Gymnasium die Schaffung neuer Stellen.
  • Wir wollen eine Erhöhung der Eingangsbesoldung und der im Referendariat um 250 €, weil wir glauben, dass die Arbeit qualifizierter Kräfte nicht nur in der freien Wirtschaft gut bezahlt werden muss. Die Einstellung nach Ende der Ausbildung muss zum 01.08. erfolgen.
  • Wir plädieren für die Erhaltung des Beamtenstatus. Er bietet relativ Unabhängigkeit und Sicherheit, um im Berufsleben individuell und kreativ gestalten zu können.

WIR informieren und bieten intern und extern unsere Hilfe an:

  • Die Landes-AG bietet den jungen Mitgliedern des Philologenverbands Gelegenheit zum Erfahrungsaustausch und wertvolle Unterstützung bei den beruflichen Anfangsschwierigkeiten.
  • Wir gehen an die Universitäten und informieren die Studienanfänger - z.B. über die neue Studienordnung.
  • Wir machen - insbesondere mit Praktikantinnen und Praktikanten - an Schulen Selbsttests zur Eignung für das Lehramt.
  • Wir gehen an die Studienseminare und bieten für die Referendarinnen und Referendare Rechtsberatung oder Tipps zu Themen wie Leistungsbeurteilung, offener Unterricht oder Methodentraining an. Zu diesen Themen empfehlen wir auch unsere Publikationen (siehe Bestellliste). Alle Teilnehmer an unseren Infoveranstaltungen erhalten kostenlos die Schulordnung, das Schulgesetz und den „Ratgeber für das Referendariat“ in gedruckter Form.
  • Wir übergeben den neu eingestellten Kolleginnen und Kollegen eine Infomappe mit wertvollen Hinweisen für deren Arbeit im ersten Berufsjahr.

 

 

Einstellungsaussichten für befristet beschäftigte Lehrkräfte in Rheinland-Pfalz

Im Vorgriff auf geplante Gesetzesänderungen der Bundesregierung bezüglich des Teilzeit- und Befristungsgesetzes (die Befristung von Arbeitsverhältnissen soll künftig dann nicht mehr zulässig sein, wenn mit demselben Arbeitgeber bereits zuvor ein unbefristetes oder mehrere befristete Arbeitsverhältnisse von mehr als fünf Jahren bestanden haben) hat die Landesregierung Rheinland-Pfalz bereits im Jahr 2018 für befristet beschäftigte Lehrkräfte im sog. Vertretungskorridor wie folgt entschieden:

  • „Allen Planstellenbewerberinnen und -bewerbern, die zum 31.07.2018 über Vertretungsverträge von insgesamt fünf Jahren und länger verfügen (5- Jahres-Korridor), soll ein Planstellenangebot unterbreitet werden, ggf. auch dann, wenn die studierte Fächerkombination nicht vorrangig benötigt wird. Sollten diese das Planstellenangebot nicht annehmen, darf grundsätzlich auch kein weiteres Angebot für einen Vertretungsvertrag folgen. Im Ergebnis scheidet die betroffene Lehrkraft dann aus dem rheinland-pfälzischen Schuldienst aus.Gleiches gilt grundsätzlich dann, wenn den Planstellenbewerberinnen und -bewerbern aus näher darzulegenden Gründen kein Planstellenangebot unterbreitet werden kann. Auch in diesen Fällen endet das Beschäftigungsverhältnis im rheinland-pfälzischen Schuldienst.
  • Darüber hinaus existieren Fälle, in denen Lehrkräfte in Vertretungsverträgen von fünf und mehr Jahren (Stand 31.07.2018) sind, die sich nicht auf eine Planstelle beworben haben. Hierbei kann es sich um Lehrkräfte mit Zweitem Staatsexamen oder aber um sogenannte "Nicht-Erfüller" (Kräfte ohne 2. Staatsexamen) handeln. Auch bei diesen Lehrkräften soll der Vertrag grundsätzlich nicht mehr verlängert oder etwa ein neuer Vertrag geschlossen werden.“

Auf eine Kleine Anfrage der Abgeordneten Anke Beilstein/CDU (Drucksache 17/7833, www.landtag.rlp.de/landtag/drucksachen/8066-17.pdf) vom 27.11.2018, wie für das kommende Schuljahr 2019/2020 verfahren werde, hat sich die Staatsministerin Dr. Stefanie Hubig folgendermaßen geäußert: „(…) Für Lehrkräfte, die seit mehr als drei Jahren Vertretungsverträge mit mindestens halbem Deputat innehaben, besteht ein eigener Einstellungskorridor. Bis zu 20 Prozent aller Planstellen können an Lehrkräfte vergeben werden, die sich in diesem Korridor befinden. (…) Auch beim Einstellungstermin am 1. August 2019 erfolgen alle Einstellungen nach dem verfassungsrechtlichen Gebot der Bestenauslese auf der Basis der Auswahlnote und am fächerspezifischen Bedarf orientiert. Lehrkräfte, die bereits seit fünf oder mehr Jahren in Vertretungsverträgen beschäftigt sind, werden dabei im Rahmen des oben beschriebenen Vertretungskorridors besonders berücksichtigt. (…) Allerdings sind Einstellungen nur im Rahmen der zur Verfügung stehenden Stellen und des Gesamtbedarfs möglich. (…)“

Betroffene Lehrkräfte haben also somit auch nach langjähriger Vertretungstätigkeit in Rheinland-Pfalz keine Gewähr, hier eine Planstelle zu erhalten. Insbesondere bei ungünstigen Fächerkombinationen ist also anzuraten, rechtzeitig auch eine Bewerbung im Privatschuldienst oder dem föderalen Ausland in Erwägung zu ziehen. (Wolfgang Arneth, Referent für Beamtenrecht)