Digitaler Unterricht?!?... Und wo bleibt der Datenschutz?

Online-Seminar mit der Fachanwältin für Medienrecht und Datenschutz Frau Antonia Dufeu LL.M.

Bereits im vergangenen Jahr fand auf Initiative der Jungen Philologen eine Fortbildungsveranstaltung zum Thema „Schule und Datenschutz“ unter der Leitung der Fachanwältin für Medienrecht und Datenschutz Frau Antonia Dufeu LL.M. in Mainz statt.

In einem kurzweiligen Vortrag mit vielen Praxisbeispielen sowie genügend Zeit für Nachfragen erläuterte Frau Dufeu die wesentlichen Aspekte, die es bezüglich des Datenschutzes bei der  Nutzung  neuer Medien im unterrichtlichen Kontext  zu beachten gilt.

Anknüpfend an diese guten Erfahrungen der letzten Veranstaltung möchten wir unseren Mitgliedern nun eine weitere Fortbildungsveranstaltung zu dem Thema „Digitaler Unterricht und Datenschutz“, welches vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie verstärkt in den Vordergrund gerückt ist, in Form eines Online-Seminars anbieten.

Die Veranstaltung findet statt am

1.12.2020 von 14.30 Uhr bis 16.00 Uhr

Technische Voraussetzungen: BigBlueButton (mit vorheriger Einwilligungserklärung)

In einem einstündigen Vortrag wird die Juristin Frau Antonia Dufeu Wesentliches zu der Thematik referieren sowie im Anschluss 30 Minuten Zeit für individuelle Fragestellungen ermöglichen.

Sollten wir Ihr Interesse geweckt haben, so zögern Sie bitte nicht, sich direkt mit uns per Email in Verbindung zu setzen, da die Teilnehmerzahl begrenzt ist.

Anmeldedaten sowie weitere Informationen werden Ihnen dann nach der Anmeldung zugehen und bestätigen Ihnen somit Ihre Teilnahme.

Wir freuen uns auf eine interessante und gewinnbringende Veranstaltung im neuen Format!

Anmeldungen bitte bis spätestens 17.11.2020 an  jungephilologen(at)gmail.com.

Verantwortlich für Organisation und Durchführung: Kristina Friebis-Kau

Einstellungsaussichten für befristet beschäftigte Lehrkräfte in Rheinland-Pfalz

Im Vorgriff auf geplante Gesetzesänderungen der Bundesregierung bezüglich des Teilzeit- und Befristungsgesetzes (die Befristung von Arbeitsverhältnissen soll künftig dann nicht mehr zulässig sein, wenn mit demselben Arbeitgeber bereits zuvor ein unbefristetes oder mehrere befristete Arbeitsverhältnisse von mehr als fünf Jahren bestanden haben) hat die Landesregierung Rheinland-Pfalz bereits im Jahr 2018 für befristet beschäftigte Lehrkräfte im sog. Vertretungskorridor wie folgt entschieden:

  • „Allen Planstellenbewerberinnen und -bewerbern, die zum 31.07.2018 über Vertretungsverträge von insgesamt fünf Jahren und länger verfügen (5- Jahres-Korridor), soll ein Planstellenangebot unterbreitet werden, ggf. auch dann, wenn die studierte Fächerkombination nicht vorrangig benötigt wird. Sollten diese das Planstellenangebot nicht annehmen, darf grundsätzlich auch kein weiteres Angebot für einen Vertretungsvertrag folgen. Im Ergebnis scheidet die betroffene Lehrkraft dann aus dem rheinland-pfälzischen Schuldienst aus.Gleiches gilt grundsätzlich dann, wenn den Planstellenbewerberinnen und -bewerbern aus näher darzulegenden Gründen kein Planstellenangebot unterbreitet werden kann. Auch in diesen Fällen endet das Beschäftigungsverhältnis im rheinland-pfälzischen Schuldienst.
  • Darüber hinaus existieren Fälle, in denen Lehrkräfte in Vertretungsverträgen von fünf und mehr Jahren (Stand 31.07.2018) sind, die sich nicht auf eine Planstelle beworben haben. Hierbei kann es sich um Lehrkräfte mit Zweitem Staatsexamen oder aber um sogenannte "Nicht-Erfüller" (Kräfte ohne 2. Staatsexamen) handeln. Auch bei diesen Lehrkräften soll der Vertrag grundsätzlich nicht mehr verlängert oder etwa ein neuer Vertrag geschlossen werden.“

Auf eine Kleine Anfrage der Abgeordneten Anke Beilstein/CDU (Drucksache 17/7833, www.landtag.rlp.de/landtag/drucksachen/8066-17.pdf) vom 27.11.2018, wie für das kommende Schuljahr 2019/2020 verfahren werde, hat sich die Staatsministerin Dr. Stefanie Hubig folgendermaßen geäußert: „(…) Für Lehrkräfte, die seit mehr als drei Jahren Vertretungsverträge mit mindestens halbem Deputat innehaben, besteht ein eigener Einstellungskorridor. Bis zu 20 Prozent aller Planstellen können an Lehrkräfte vergeben werden, die sich in diesem Korridor befinden. (…) Auch beim Einstellungstermin am 1. August 2019 erfolgen alle Einstellungen nach dem verfassungsrechtlichen Gebot der Bestenauslese auf der Basis der Auswahlnote und am fächerspezifischen Bedarf orientiert. Lehrkräfte, die bereits seit fünf oder mehr Jahren in Vertretungsverträgen beschäftigt sind, werden dabei im Rahmen des oben beschriebenen Vertretungskorridors besonders berücksichtigt. (…) Allerdings sind Einstellungen nur im Rahmen der zur Verfügung stehenden Stellen und des Gesamtbedarfs möglich. (…)“

Betroffene Lehrkräfte haben also somit auch nach langjähriger Vertretungstätigkeit in Rheinland-Pfalz keine Gewähr, hier eine Planstelle zu erhalten. Insbesondere bei ungünstigen Fächerkombinationen ist also anzuraten, rechtzeitig auch eine Bewerbung im Privatschuldienst oder dem föderalen Ausland in Erwägung zu ziehen. (Wolfgang Arneth, Referent für Beamtenrecht)